Gianni Infantino musste auf Druck seitens der Uefa zurückrudern. Mit der Idee eines reinen Fußballs hat das allerdings nichts zu tun.
N atürlich ist das erst einmal eine gute Nachricht, dass die Fifa und insbesondere ihr Boss, Alleinunterhalter, Chefstratege und Sogutwiediktator Gianni Infantino die Pläne des Ausverkaufs der Weltmeisterschaften (Frauen, Männer, Männerclubs) an „Investoren“ stoppen und öffentlich zurückrudern musste, vornehmlich auf Druck der Öffentlichkeit, aber vor allem auf Druck der Uefa und des asiatischen Fußballverbands AFC.
Es scheint also, als ob Infantinos Expansionsgelüste und seine Geldgier an ein Ende gekommen wären. Und wer weiß, vielleicht ist es sogar ähnlich wie bei Bundeskanzler Merz oder dem russischen Präsidenten Wladimir Putin: Es wird darüber hinaus über das Ende seiner Herrschaft getuschelt, und nicht nur hinter vorgehaltener Hand (was laut Fifa-Statuten ja auch eine rote Karte nach sich ziehen könnte). Infantino, Meister der Korruption, unangenehmster Einschleimer vor den Herren der Weltpolitik, hat sichtlich überdreht. Sein Ende scheint nah.
Kommt jetzt ein Aber? Nein, zur Zurücknahme der Pläne kann es kein Aber geben. Eine grundrichtige Entscheidung. Aber drumherum gibt es so einige Abers. So feiern sich beispielsweise die Uefa oder auch der DFB jetzt dafür, Infantino die Grenzen aufgezeigt zu haben: Und doch fragt man sich zunächst, warum erst jetzt, warum zum Beispiel die norwegische Fußballchefin Lise Klaveness lange Zeit die weithin einzige war, die nicht mit öffentlicher Kritik an dem Gebaren der Fifa sparte.












