Die Pläne von Fifa-Präsident Infantino, Anteile der WM an Investoren zu verkaufen, sind desaströs. Die Empörung der Uefa ist sympathisch, aber scheinheilig.
Daumen hoch: Gianni Infantino will mehr Knete für die Fifa
Bradley Collyer/PA Wire/dpa
W ann, oh wann stößt die Gier im Fußball an eine Grenze? Aktuell sorgt der angeschlagene Fifa-Präsident Infantino für neue Empörung: Er möchte Fifa-Turniere wie die WM teils privatisieren. Ein Unternehmen soll die kommerziellen Rechte halten, private Investoren können Anteile erwerben. Beteiligt ist die US-Investmentbank J.P. Morgan, größter Investor die Firma Thrive Capital von Joshua Kushner, Bruder des Trump-Schwiegersohns. Die rivalisierende Uefa schäumt und droht mit Boykott. Das wird spannend. Bloß sollte niemand an einen Ethikstreit glauben.
Die Fifa-Pläne sind desaströs. Der Verband würde sich noch abhängiger von US-Überreichen und vom Trump-Clan machen, die handfesten Druck ausüben könnten. Infantino will mit Geldversprechen seine Macht sichern und liebäugelt wohl mit einer Nachkarriere als CEO. Mehr Geld, mehr Korruption, mehr Oligarchie!










