Gerade erst hatte Gianni Infantino noch zum Rundumschlag ausgeholt. In einem Post auf Instagram attackierte er all jene, die es gewagt hatten, ihn, die Fifa oder die Gastgeber der WM 2026 zu kritisieren. Kritiker sollten „ein Fußballspiel anschauen und die Gesichter, die Augen und die Emotionen wirklich betrachten“. Stattdessen seien Hass und falsche Gerüchte gestreut worden, während er nur damit beschäftigt gewesen sei, „die beste Show der Welt“ zu organisieren.

Infantino will die WM verkaufen

Dass dabei nicht er selbst im Mittelpunkt stand, sondern die Spieler und Fans für diese Show sorgten, scheint er dabei außer Acht zu lassen. Denn nun wurde bekannt, dass Infantino für seine Dienste nicht einfach nur mehr Anerkennung haben möchte, sondern auch deutlich mehr Geld. Denn die WM, das bestätigte die Fifa am Dienstagabend, steht zum Verkauf. Zumindest in Teilen.

Der Weltfußballverband bestätigte nämlich am vergangenen Dienstag, ein neues Unternehmen, die Fifa Forward Enterprise (FFE), zu gründen, das die kommerziellen Rechte an den wichtigsten Fifa-Wettbewerben übernimmt: der Männer-WM, der Frauen-WM und der Klub-WM. Private Investoren können dann rund 20 Prozent dieser Firma erwerben. Die Fifa dürfte hierdurch mit Mehreinnahmen in Höhe von bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar rechnen.