Die Drohungen der Uefa zeigten Wirkung: Der Plan von Gianni Infantino, WM-Anteile an Investoren zu verkaufen, ist vom Tisch. Der Verband kritisiert den Fifa-Chef nun scharf, er habe das Vertrauen der »Fußballfamilie« verloren.

01.08.2026, 12.35 Uhr

Uefa-Präsident Aleksander Čeferin und Fifa-Präsident Gianni Infantino

Der europäische Fußballverband Uefa hat die Entscheidung der Fifa begrüßt, Pläne zum Verkauf von Anteilen an ihren Wettbewerben an private Investoren zurückzuziehen. »Die Uefa dankt allen Fans, Ligen, Vereinen, Spielern, Einzelpersonen, Verbänden und Konföderationen, die sich gegen das Vorhaben ausgesprochen haben, sowie den vielen Staats- und Regierungschefs und Kommentatoren, die dem Fifa-Präsidenten deutlich gemacht haben, dass der Fußball nicht zum Verkauf steht«, heißt es in einem Statement.

Fifa-Chef Gianni Infantino wollte mit dem Verkauf von rund 20 Prozent der ‌Anteile bis zu ​4,2 Milliarden Dollar ‌einnehmen. Der Wert des neuen Geschäftsbereichs hätte damit bei 20 Milliarden Dollar gelegen. Mit dem Projekt »Fifa Forward Enterprise« wollte der Weltverband nach eigener Aussage Geld vor allem für jene Verbände einsammeln, die Unterstützung am dringendsten benötigten.Nach dem Bekanntwerden der Pläne drohte die Uefa, dass ihre 55 Mitgliedsverbände nicht mehr bei Fifa-Wettbewerben wie Weltmeisterschaften antreten würden. Neben der Uefa sprachen sich auch die Verbände aus Asien (AFC) sowie Nord- und Mittelamerika und der Karibik (Concacaf) gegen das Projekt aus.