Die Abstimmung ging am Ende knapp aus, was wohl auch mit dem Frust über die Präsidentin des EU-Parlaments zu tun hatte. Roberta Metsola hatte für die aktuelle Plenarwoche im Straßburger Parlament ein ungewöhnliches Verfahren in Gang gesetzt, an dessen Ende Internetplattformen wohl bald wieder auf freiwilliger Basis auch private Chats auf Darstellungen von sexueller Gewalt an Kindern untersuchen dürfen. Mit 331 zu 304 Stimmen votierten die EU-Abgeordneten dafür, eine entsprechende Ausnahmeregelung im Eilverfahren wieder auf den Weg zu bringen – obwohl dasselbe Parlament genau das noch im März abgelehnt hatte.