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Storia in 9 fonti

Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ?

Berlin/Hamburg (dpa) - Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Zentralafrika versetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in größte Sorge. Beunruhigend ist vor allem, dass es gegen den zirkulierenden Bundibugyo-Erreger weder einen zugelassenen Impfstoff noch spezielle Medikamente gibt. Die Misere geht auf frühere Versäumnisse zurück. Ein Überblick.Welche Impfstoffe gibt es derzeit gegen Ebola?Gegen das Ebolavirus listet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf seiner Webseite drei Impfstoffe auf. Das Problem: Sie alle richten sich gegen den sogenannten Ebola-Erreger (EBOV) - ehemals Zaire genannt - der Gattung Ebolavirus. Weitere Impfstoffe, etwa gegen das Sudan-Ebolavirus (SUDV), „befinden sich derzeit in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung und werden zum Teil im Rahmen von klinischen Studien eingesetzt“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Website. Allerdings sind laut RKI neben den beiden genannten noch zwei weitere Ebola-Arten bekannt, die für Menschen gefährlich sind: Taï Forest und vor allem der Erreger hinter dem aktuellen Ausbruch, Bundibugyo (BDBV).Wie fortgeschritten sind die Impfstoffe gegen Bundibugyo?Alle Impfstoffe gegen das Bundibugyo-Virus seien noch im präklinischen Stadium, sagt César Muñoz-Fontela vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Das heißt: Keiner wurde bisher an Menschen erprobt, auch nicht - wie sonst anfangs üblich - in Bezug auf die Sicherheit, also in einer kleineren Phase-1-Studie.Damit nicht genug: Es gibt auch kein Reservoir an BDBV-Impfstoffdosen, die man nun in Bezug auf Sicherheit und anschließend auch auf die Schutzwirkung im Menschen testen könnte. Die Herstellung einer ausreichenden Menge an Impfstoffdosen würde - selbst wenn sie sofort beginnen könnte - Wochen bis Monate dauern, sagt Marylyn Martina Addo vom Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Schutzanzügen in einem Gesundheitszentrum in Rwampara, Kongo. Moses Sawasawa/AP/dpaNach der großen EBOV-Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit mehr als 11.000 Toten hatten Fachleute eigentlich darauf gedrängt, Impfstoffe gegen alle gefährlichen Ebola-Arten auf ihre Sicherheit zu testen und dann in ausreichender Menge zu produzieren, um sie bei einer Epidemie einsetzen zu können. „Hätten wir das vor zehn Jahren mit priorisierten finanziellen Ressourcen schon machen können“, sagt Addo, „wären wir jetzt vorbereitet gewesen“.„Wir müssen Impfdosen und Therapeutika herstellen, die zumindest für klinische Studien bereitstehen“, betont Muñoz-Fontela. „Und diese Strategie muss vor einem Ausbruch umgesetzt werden, nicht erst nach einem Ausbruch.“ Doch jenseits von akuten Epidemien gebe es wenig Interesse an solchen Erkrankungen, bemängelt der Experte.Bieten zugelassene Impfstoffe Schutz vor Bundibugyo?Möglicherweise ein wenig. Zwischen dem Ebolavirus (EBOV) und dem Bundibugyo-Virus bestehe eine enge Verwandtschaft, erläutert Clara Schoeder vom Institut für Wirkstoffentwicklung der Universität Leipzig. Daher könnten gebildete Antikörper möglicherweise die Erreger neutralisieren. Wie ausgeprägt eine solche Wirkung allerdings ist, weiß allerdings niemand. In einer kleinen Studie, veröffentlicht 2011, überlebten zwar drei von vier mit einem sogenannten rVSV-EBOV-Präparat geimpfte Rhesusaffen die Infektion, aber auch sie erkrankten. Muñoz-Fontela warnt davor, EBOV-Impfstoffe, deren Sicherheit zwar feststeht, deren Wirksamkeit aber unklar ist, nun einzusetzen. Sollte sich die Impfung als wenig effektiv erweisen, drohe in der Region das mühsam aufgebaute Vertrauen in den Impfstoff, der vor dem EBOV-Erreger sehr wirksam schützt, verspielt zu werden.„Dafür braucht man mehr Evidenz“, sagt auch die UKE-Expertin Addo. Man wolle die Effektivität des VSV-Impfstoffs gegen Bundibugyo nun zusätzlich mit Serum von VSV-EBOV-Geimpften im Labor testen.Wie lassen sich an Ebolafieber erkrankte Menschen behandeln?Der Virologe Stephan Becker von der Universität Marburg sagt, es gebe keine spezifischen zugelassenen Behandlungen. „Aber auch hier gibt es Antikörper, die im Tier vor Bundibugyo geschützt haben, allerdings nicht klinisch getestet sind.“ Ein US-amerikanischer Arzt, der Kontakt zu Ebola-Infizierten in Uganda hatte, kommt in einem Krankenhaus in Prag an. Petr David Josek/AP/dpaAndere Experten verweisen darauf, dass eine frühe Erkennung und Behandlung in einem spezialisierten Behandlungszentrum entscheidend für die Prognose sei. „Wir wissen, dass sich die Sterblichkeit durch eine gute supportive Therapie erheblich senken lässt“, sagt Torsten Feldt vom Universitätsklinikum Düsseldorf. „Dazu gehören zum Beispiel Flüssigkeits- und Elektrolytmanagement, Behandlung von Schock, Blutungen und Organfunktionsstörungen, die Gabe von Sauerstoff sowie die Behandlung von Koinfektionen.“Welche Rolle spielt die Armut in der Region? „Ebolavirus-Ausbrüche werden durch Übertragungen von Mensch zu Mensch getrieben“, sagt Muñoz-Fontela. Daher erleichterten soziale Faktoren wie Flüchtlingsströme, Armut und schlechte Lebensbedingungen die Verbreitung des Erregers nach einem Ausbruch.Hinzu komme, so der Leiter der Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, dass Pharmaunternehmen in Afrika wenig Verdienstmöglichkeiten mit dem Bundibugyo-Erreger sehen. „Aber glauben Sie mir, wenn es Bundibugyo in westlichen Ländern gäbe, dann wären die medizinischen Gegenmaßnahmen vorhanden.“© dpa-infocom, dpa:260521-930-109422/2

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Confronto fonti

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sueddeutsche.deStai leggendo1 mesi fa

Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ?

Berlin/Hamburg (dpa) - Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Zentralafrika versetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in größte Sorge. Beunruhigend ist vor allem, dass es gegen den zirkulierenden Bundibugyo-Erreger weder…

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Timeline cronologica

  1. lunedì 18 maggio 2026·sueddeutsche.de

    Ebola in Kongo und Uganda: Warum der Ausbruch besonders ist

    Der Ebola-Ausbruch mit dem seltenen Bundibugyo-Stamm betrifft Kongo und Uganda. Die Eindämmung ist wegen schwer zugänglicher Gebiete und fehlenden Impfstoffen begrenzt.

  2. lunedì 18 maggio 2026·spiegel.de

    (S+) Ebola: Drei Gründe, warum der neue Ausbruch besorgniserregend ist

    Der Ebola-Ausbruch in Afrika dürfte größer und weiter verbreitet sein, als die offiziellen Zahlen nahelegen. Für den seltenen Virustyp Bundibugyo gibt es bisher keinen…

publico.pt
zeit.de
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Epidemie in Afrika: Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ?

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Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ? - WELT

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WHO untersucht Ebola-Impfstoffe: 131 Todesfälle

131 Todesfälle und 513 Erkrankungen werden mittlerweile mit dem neuesten Ebola-Ausbruch in Verbindung gebracht. Die WHO prüft nun, ob Medikamente oder Impfstoffe auch bei der seltenen Bundibugyo-Variante helfen könnten.

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Ebola-Ausbruch: Medikamentenstudien und Impfstoff-Debatten

Der Ebola-Ausbruch in Kongo-Kinshasa weitet sich aus. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Das Virus ist erst kürzlich auf den Menschen übergegangen, und Studien zur Behandlung könnten rasch beginnen.

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    Ebola-Notlage in Afrika: Was heißt das für Europa?

    Fast 100 Tote in Kongo und Uganda: Die WHO hat wegen einer seltenen Ebola-Variante die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Warum das Virus dort so schwer zu stoppen ist – und was…

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    Ebola-Alarm der WHO – warum es keine Impfung gibt und was Sie sonst noch wissen sollten

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    Ausbruch in der DR Kongo: Mit Ebola infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden – bereits mehr als 100 Tote - WELT

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  • mercoledì 20 maggio 2026·zeit.de

    Viruserkrankung: Ärzte ohne Grenzen: Kontrollierte Versorgung von Ebola

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  • mercoledì 20 maggio 2026·spiegel.de

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    Die Weltgesundheitsorganisation sieht in der Ausbreitung des Ebola-Virus in Uganda und im Kongo keinen pandemischen Notfall. Das Risiko einer Ansteckung sei auf globaler Ebene…

  • mercoledì 20 maggio 2026·faz.net

    Ebola-Ausbruch in Kongo: WHO und USA reagieren

    In Kongo werden Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel knapp. Schon 139 Menschen sollen an der seltenen Ebola-Variante Bundibugyo gestorben sein, gegen die es bis jetzt weder…

  • mercoledì 20 maggio 2026·nbcnews.com

    Ebola vaccine for Bundibugyo strain could take months before human trials

    The only approved vaccines for Ebola target the Zaire strain.

  • giovedì 21 maggio 2026·zeit.de

    Epidemie in Afrika: Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ?

    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Epidemie in Afrika“. Lesen Sie jetzt „Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ?“.

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    Wie fern ist ein Impfstoff gegen den aktuellen Ebola-Typ? - WELT

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    Ein zugelassener Impfstoff gegen Ebola-Bundibugyo existiert nicht. Dabei könnte es ihn längst geben – Tierstudien waren positiv. Wie schnell kann es jetzt gehen?

  • venerdì 22 maggio 2026·mirror.co.uk

    'I'm a doctor and this is how worried you should be about the spread of Ebola'

    The strain of Ebola, called Bundibugyo, is said to be fatal in around one third of cases. Although scientists at Oxford University are said to be working on a vaccine, this will…

  • sabato 23 maggio 2026·publico.pt

    Ébola: as vacinas e tratamentos contra o Bundibugyo que estão em desenvolvimento

    Há vacinas prontas a serem testadas ou antivirais com potencial contra o vírus Bundibugyo, responsável pelo actual surto do Ébola. A maioria tem, ainda assim, apenas estudos em…

  • domenica 24 maggio 2026·nzz.ch

    Ebola-Ausbruch: Medikamentenstudien und Impfstoff-Debatten

    Der Ebola-Ausbruch in Kongo-Kinshasa weitet sich aus. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Das Virus ist erst kürzlich auf den Menschen übergegangen, und Studien zur Behandlung…