Zürich wird zum mediterranen Badeparadies. Der Wasserpegel sinkt, die Temperaturen steigen – und ein besonderes Phänomen beschleunigt die Erwärmung.
Ist das eine optische Täuschung oder springt ein Mann unserem Autor ins Gesicht? Gereon Asmuth an der Limmat in Zürich
Gereon Asmuth
Zürich ist erfrischend. Wäre das Zentrum der Bank- und Finanzwirtschaft nicht schon als Stadt des Geldes gebrandmarkt, läge ein neues Werbelabel auf der Hand: das Badeparadies Zürich. Es liegt nicht nur am über 40 Kilometer langen Zürichsee, an dessen Nordufer die Schweizer Stadt liegt, sondern vor allem an den zahlreichen Badis, den Flussbadeanstalten, die seit mehr als 100 Jahren das Stadtbild schmücken.
Keine 400 Meter vom Hauptbahnhof entfernt springen Leute in die Limmat, die vom See aus durch die Stadt fließt. Von dort kann man sich 400 Meter bis zum flussabwärts liegenden Badi Oberer Letten treiben lassen, dessen Sonnenliegen den Sommer über oft überfüllt sind. Das gleiche Bild ein Stück weiter bei den schönen Holzbauten des Bades Unterer Letten. Ebenso auf der Werdinsel ein paar Kilometer flussabwärts.








