In Ceuta hat der große Andrang von Migranten nachgelassen, fast alle sind mittlerweile nach Marokko zurückgekehrt. Die EU-Mitgliedstaaten wollen sich in einer Krisensitzung über die Entwicklungen beraten. Die Reporter Max Hermes und Miguel Gutiérrez Posada berichten.Spaniens Regierungschef Sanchez wirft EU-Mitgliedsstaaten nach der Migrationskrise auf Ceuta „Vorurteile“ vor. Er fordert eine EU-Sondersitzung. Die Zahl der Toten steigt derweil weiter. Alle Entwicklungen im Liveticker.Der Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die Debatte um den Umgang mit illegaler Migration nach Europa wieder entfacht.Alle Entwicklungen und Reaktionen zur Lage in Ceuta im Liveticker11:22 Uhr – Samstag, 01. AugustSpaniens Regierungschef fordert EU-Sondersitzung auf MinisterebeneNach heftiger Kritik mehrerer EU-Staaten hat der spanische Regierungschef Pedro Sánchez eine EU-Sondersitzung auf Ministerebene gefordert. In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen verurteilte Sánchez am Samstag die „Haltung“ einiger Mitgliedstaaten, die durch „Vorurteile, Falschinformationen, Unwissenheit oder politische Interessen“ motiviert sei. Er forderte eine Videokonferenz der Innenminister der 27 Mitgliedsländer.10:16 Uhr – Samstag, 01. AugustZahl der Toten bei Sturm auf Ceuta steigt auf 67Die Zahl der Todesopfer nach den versuchten Grenzübertritten in der spanischen Exklave Ceuta ist auf 67 gestiegen. Das teilte die spanische Regierung am Samstag mit.Das Innenministerium in Madrid gab zudem die Zahl der über die Grenze gekommenen Migranten am Freitag mit etwa 50.000 an. Davon seien bis zum Abend 48.300 freiwillig nach Marokko zurückgekehrt. Hunderte weitere seien noch auf dem Rückweg.Die Regionalregierung von Ceuta sprach von etwa 60.000 angekommenen Migranten - das entspricht 70 Prozent der regulären Einwohnerzahl.09:46 Uhr – Samstag, 01. August„Angespannte Nacht“ in Melilla laut MedienberichtNach versuchten Grenzübertritten hat die Polizei in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Melilla Medienberichten zufolge die ganze Nacht die Grenze zu Marokko abgesichert.Auf Bildern des staatlichen Fernsehens RTVE war zu sehen, wie zahlreiche Streifenwagen der Guardia Civil mit Blaulicht den Grenzverlauf entlangfahren. Unbekannt blieb, wie viele Menschen versuchten, den Grenzzaun zu überqueren oder gar in die Stadt gelangten. Ein Reporter von RTVE sprach von „mehreren Versuchen“.09:33 Uhr – Samstag, 01. August„El Pais“ - Regierung übersah wegen Brandkatastrophe Warnzeichen an der GrenzeDie spanische Zeitung „El Pais“ zitiert in einem Artikel Insider mit der These, dass die Regierung von Pedro Sanchez die Warnzeichen an der Grenze zu Marokko übersehen habe.„Es ist klar, dass wir keinerlei Informationen hatten. Hätten wir sie gehabt, wären nicht innerhalb von 24 Stunden 50.000 Menschen ins Land gekommen“, wird ein hochrangiges Regierungsmitglied in dem Text wiedergegeben. Das Ausmaß der Brände im Westen des Landes habe die Aufmerksamkeit vieler Ministerien gebunden. Zudem seien Warnzeichen ignoriert worden.So habe es etwa eine Warnung des örtlichen Regionalpräsidenten Juan Jesús Vivas gegeben, sowie erste Berichte der „Guardia Civil“, die auf einen – zunächst geringfügigen – Anstieg der Zahl irregulärer Migranten hinwiesen, die über die Grenze schwammen. „Wir beobachteten die Lage, bis sie praktisch über Nacht eskalierte“, gibt ein anderes Regierungsmitglied zu.08:32 Uhr – Samstag, 01. AugustKirche verteidigt spanische MigrationspolitikDie Spanische Bischofskonferenz hat die Migrationspolitik der aktuellen Regierung verteidigt. Die Linksregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zuvor bis rund 1,2 Millionen illegalen Migranten in einem außerordentlichen Legalisierungsprozess ein Aufenthalts- und Arbeitsrecht gegeben. Damit habe die Regierung „verantwortungslos“ einen „Magnet-Effekt“ ausgelöst, so die rechtskonservativen Oppositionsparteien.„Die Ereignisse in Ceuta stehen in keinem Zusammenhang mit dem außerordentlichen Regularisierungsprozess, der sehr positiv und notwendig war“, erklärte nun aber Fernando Redondo, Migrationsdirektor der Spanischen Bischofskonferenz, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).Die Regularisierung war zeitlich auf wenige Monate begrenzt, gilt nur für Personen, die bereits vor dem 31. Dezember in Spanien lebten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie etwa die Mindestaufenthaltsdauer und Straffreiheit. Die Menschen, die jetzt nach Ceuta gelangten, könnten deshalb von dieser Regelung gar nicht profitieren, so der Migrationsverantwortliche der Bischofskonferenz.04:15 Uhr – Samstag, 01. AugustEU berät in KrisensitzungDie Experten der EU-Mitgliedstaaten wollen sich am Samstag in einer Krisensitzung über die Entwicklungen in Ceuta austauschen, wie ein Sprecher der irischen Ratspräsidentschaft mitteilte.02:00 Uhr – Samstag, 01. AugustSpaniens Außenminister: „Nahezu alle sind zurückgekehrt“Nach Angaben der spanischen Regierung ist der Andrang auf Ceuta praktisch überwunden. „Nahezu alle, die in Ceuta angekommen waren, sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt“, schrieb Außenminister José Manuel Albares auf X. Laut der Nachrichtenagentur Efe schätzten die Sicherheitskräfte, dass rund 53.000 Menschen zurückgekehrt seien. Ceutas Regierungschef Jesús Vivas hatte die Zahl der irregulär in die spanische Exklave gelangten Migranten auf rund 60.000 geschätzt.Die Integrität des Schengen-Raums sei gewährleistet, teilte Spaniens Außenminister weiter mit. Es sei nicht möglich, auf das spanische Festland zu gelangen, ohne sich auszuweisen, erklärte Albares nach Kritik anderer Staaten der Europäischen Union. Er kritisierte die „interessengeleitete Verwirrung“ rund um die Krise – ohne direkt auf eine bestimmte Regierung hinzuweisen.01:00 Uhr – Samstag, 01. AugustMigranten versuchen, Melilla zu erreichen – Zusammenstöße mit PolizeiNach dem massenhaften Grenzübertritt in Ceuta versuchen Migranten aus Marokko nun auch in die zweite spanische Exklave Melilla zu gelangen. Am Freitag hätten rund 500 Menschen versucht, die Grenze zu überqueren, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE. Weitere örtliche Medien und Menschenrechtsgruppen berichteten, in der marokkanischen Grenzstadt Bni Nsar habe es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Migranten gegeben. Letztere hätten mit Steinen geworfen und Polizeifahrzeuge angezündet. Mehrere Einsatzkräfte seien verletzt worden. Die Polizei habe Dutzende Menschen festgenommen, die die Grenze überqueren wollten – und dazu Tränengas eingesetzt. In Bni Nsar herrsche weitverbreitetes Chaos. Melilla ist ebenso wie Ceuta eine selbstverwaltete Stadt, die zu Spanien gehört.00:31 Uhr – Samstag, 01. AugustKatarina Barley: „EU sollte geeint an der Seite Spaniens stehen“Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), dringt auf Unterstützung der Europäischen Union für Spanien. „Möglicherweise wird Migration von interessierter Seite strategisch als Druckmittel eingesetzt“, sagte Barley der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben). „Deshalb sollte die EU jetzt geeint an der Seite Spaniens stehen und das Land dabei unterstützen, die Situation vor Ort unter Kontrolle zu bekommen.“Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann forderte Spanien dagegen auf, seine Grenzen zu schützen. „Die gesamte Außengrenze der Europäischen Union zu schützen, ist die Voraussetzung für einen funktionierenden Schengenraum“, sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke-Medien. Spanien müsse deswegen dafür Sorge tragen, „dass seine Grenzen entsprechend geschützt sind“.23:44 Uhr – Freitag, 31. JuliWeber fordert Stärkung von FrontexDer CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat eine Stärkung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gefordert. „Ceuta ist nicht nur spanische Grenze, sondern auch europäische Grenze“, sagte der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) im ZDF-„heute-journal“. „Das darf Europa nicht passieren“, sagte Weber. Die spanische Regierung müsse sicherstellen, dass sich ein vergleichbarer Vorfall nicht wiederhole, forderte Weber. Er zeigte kein Verständnis dafür, dass die Regierung von Pedro Sánchez keine europäische Hilfe in Anspruch genommen habe.20:47 Uhr – Freitag, 31. JuliMehr als 48.000 Migranten sind zurück in MarokkoBis zum frühen Freitagabend kehrten mehr als 48.000 Migranten nach Marokko zurück, teilt das spanische Innenministerium mit. Laut einem EU-Beamten gelangte bislang keiner der Migranten auf den Boden des europäischen Kontinents.20:18 Uhr – Freitag, 31. JuliFrankreich verstärkt GrenzkontrollenFrankreich verschärft seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe Präsident Emmanuel Macron den Innenminister zu verstärkten Kontrollen an der spanischen Grenze aufgefordert, teilt der Élysée-Palast in Paris mit. Frankreich berate sich mit den spanischen und marokkanischen Behörden zu der Lage. Macron schreibt auf X, er habe dem spanischen Ministerpräsidenten jede notwendige Hilfe angeboten und Solidarität bekundet.19:04 Uhr – Freitag, 31. JuliItalien setzt Schengen-Abkommen zu Spanien vorübergehend ausDas italienische Innenministerium ordnet die Wiedereinführung von Kontrollen an den Grenzübergängen zu Spanien an Land- und Flughäfen an. Das verkündet Italiens Außenminister Antonio Tajani auf X. Der Schritt sei eine notwendige Entscheidung gewesen, „um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten und die europäischen Grenzen zu schützen“.Die Maßnahme bedeutet demnach eine vorübergehende Aussetzung des Schengen-Abkommens über den freien Personenverkehr in der Europäischen Union.Italien hat keine Landgrenze zu Spanien. Die Maßnahme betrifft Personen, die mit Flugzeug oder Schiff zwischen beiden Ländern reisen. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni teilt mit, dass die Auswirkungen auf sommerliche Touristenströme möglichst begrenzt werden sollen.18:23 Uhr – Freitag, 31. JuliBorrell erteilt Spaniens Ausschluss aus Schengen eine AbsageMehrere EU-Länder fordern mittlerweile den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum. Doch das ist in den EU-Regeln schlicht nicht vorgesehen, schreibt der ehemalige EU-Außenbeauftragte und Spanier Josep Borrell. Auf X meldet er: „Nach EU-Recht darf kein Mitgliedstaat die Teilnahme eines anderen Mitgliedstaats am Schengen-Raum einseitig aussetzen.“ Er wirft entsprechenden Regierungschefs einen Bruch mit dem „Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit“ vor.17:51 Uhr – Freitag, 31. Juli„Solidarität und Empathie sind optional, Achtung vor Verträgen nicht“, sagt Sanchez„Solidarität und Empathie sind optional. Der Respekt vor den europäischen Verträgen und den Fakten nicht“, schreibt Spaniens Ministerpräsident Sánchez auf der Plattform X. Laut Angaben von Frontex konnten zwischen 2021 und 2026 in seinem Staat 234.760 illegale Einreisen – und damit knapp doppelt so viele wie in Italien – verzeichnet werden. „Es ist Zeit, weiterhin eine starke und geeinte EU aufzubauen.“16:55 Uhr – Freitag, 31. JuliMigrationsexperte Thym sieht Mängel bei GEASDie EU ist auf solche Krisen auch mit dem neuen Regelwerk nicht vorbereitet, sagt Konstanzer Asylrechtsexperte Daniel Thym. „So schnell kann es gehen und das Thema kommt nach oben und die GEAS-Regeln sind faktisch Makulatur“, so Thym gegenüber WELT. Das GEAS sei richtig und wichtig, könne aber nicht das letzte Wort sein. Weitere Reaktionen von Experten und aus der deutschen Politik lesen Sie hier. 16:41 Uhr – Freitag, 31. Juli75 Prozent der Migranten laut Medien wieder abgereist – Zahl der Toten steigtDer staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien berichten unter Berufung auf das Innenministerium in Madrid, dass 37.500 Migranten von Ceuta nach Marokko wieder abgereist sind. Das entspräche rund drei Viertel der Einreisenden.Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt unterdessen auf 57. Da die Suche noch andauert, könnte sich die Zahl weiter erhöhen.16:21 Uhr – Freitag, 31. JuliLinkspartei in Deutschland will Migranten aufnehmenDie Linke fordert Deutschland auf, Migranten aus Ceuta aufzunehmen. „Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt“, erklärt Fraktionsvize Clara Bünger. Die Menschen müssten versorgt werden, medizinisch, mit Wasser und einem sicheren Ort. „Damit darf Spanien nicht allein bleiben. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen.“„Wer glaubt, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irrt“, betont die innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. „Solange es keine sicheren, legalen Wege gibt, werden Menschen weiter in Lebensgefahr getrieben.“Clara Bünger (Die Linke)Quelle: Lilli Förter/dpa16:14 Uhr – Freitag, 31. JuliKeine Bewegungen auf das Festland, heißt es aus BrüsselDer EU-Kommissar für Inneres und Migration bezeichnet die Situation in Ceuta als „inakzeptabel“. In einem Beitrag auf X schreibt er: „Ich wiederhole, dass es keine Bewegungen in Richtung des europäischen Kontinents oder anderer Mitgliedstaaten gibt.“ Er stehe zudem in engem Kontakt mit den spanischen Behörden, schreibt er, und weist auf Sonderregeln hin, die im Schengen-Raum für die spanischen Exklaven gelten.16:08 Uhr – Freitag, 31. JuliFrontex: Spanien hat noch keine Hilfe angefordertDie EU-Grenzschutzagentur Frontex hat nach eigenen Angaben noch keine Bitte um Unterstützung von der Regierung in Madrid erhalten. „Frontex kann einen Mitgliedstaat unterstützen, jedoch nur auf dessen Ersuchen hin“, teilt die Behörde mit. Man beobachte die Situation laufend.Weiter hieß es in der Erklärung, derzeit würden Frontex-Beamte die spanischen Behörden ausschließlich im Seehafen von Ceuta unterstützen. Sie seien nicht an den gemeldeten Vorfällen beteiligt gewesen, die sich im Grenzgebiet von Tarajal ereignet hätten. Dieses liege außerhalb des Einsatzgebiets von Frontex.15:56 Uhr – Freitag, 31. JuliDobrindt will Grenzkontrollen verlängern„Die Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration“, erklärt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Er will eine erneute Verlängerung der Kontrollen an deutschen Landesgrenzen über den September hinaus. Bis wann, sagt er nicht.Die „Bild“-Zeitung berichtet zudem über Unterstützung aus Baden-Württemberg. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel und Justiz- und Migrationsminister Moritz Oppelt hätten dem Bericht zufolge in einem Brief kurzfristig verstärkte Unterstützung bei den Grenzkontrollen angeboten. 15:50 Uhr – Freitag, 31. JuliWadephul telefoniert mit Amtskollegen in Spanien und MarokkoSpanien muss nach den Worten des deutschen Außenministers Johann Wadephul (CDU) umgehend die vollständige Kontrolle über Ceuta zurückgewinnen – die Situation dort sei „besorgniserregend“. Er sei dazu mit seinem spanischen Amtskollegen José Manuel Albares und seinem marokkanischen Kollegen Nasser Bourita sowie Kolleginnen und Kollegen innerhalb der EU in Kontakt gewesen. „Jetzt ist schnelles und gemeinsames Handeln im Sinne der Europäischen Union gefragt, um den Schengenraum - eine der größten Errungenschaften der EU - zu schützen und offenzuhalten“, so Wadephul.15:48 Uhr – Freitag, 31. JuliBritischer Premier Burnham nennt Situation „besorgniserregend“„Natürlich ist das in erster Linie eine Angelegenheit der spanischen Regierung, aber die Situation gibt Anlass zur Sorge“, sagt der britische Premierminister Andy Burnham der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Wir nehmen Kontakt mit der spanischen Regierung und den spanischen Behörden auf, um Unterstützung anzubieten, aber auch, um die Auswirkungen dieser Situation besser zu verstehen.“15:41 Uhr – Freitag, 31. JuliTrump reagiert bei Fox News„Das ist schrecklich. Erinnert euch an dieses Bild. So wird es uns in drei Jahren ergehen, wenn die falsche Seite an die Macht kommt“, warnt der US-Präsident Donald Trump beim Sender Fox News mit Verweis auf seine Konkurrenz bei den Demokraten. Man würde dann „kein gutes Leben führen“. 15:39 Uhr – Freitag, 31. JuliZahl der Toten steigt auf 43Die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet unter Berufung auf Polizeikreise, dass bei dem massenhaften Grenzübertritt 43 Menschen ums Leben gekommen seien.15:03 Uhr – Freitag, 31. JuliCeutas Regierungschef kritisiert Spanien und MarokkoCeutas Regierungschef Juan Jesús Vivas wirft der spanischen Regierung vor, auf den massenhaften Grenzübertritt aus Marokko „verspätet und unzureichend“ reagiert zu haben. Es habe frühzeitig Hinweise und wiederholte Warnungen seiner Regionalregierung gegeben, sagte Vivas nach einem Treffen mit Ministerpräsident Pedro Sánchez. Die Lage in Ceuta sei „dramatisch“, die Stadt „am Limit“. Von Madrid verlangte er einen „dringenden, energischen und sofortigen“ Aktionsplan. Zugleich beschuldigte Vivas Marokko, die eigenen Bürger als Druckmittel gegen Spanien einzusetzen und Ceuta destabilisieren zu wollen. Er sprach von einem „feindseligen Akt gegen Spanien und Europa“.14:52 Uhr – Freitag, 31. JuliVideo zeigt Lastwagen voller junger MännerIn den sozialen Netzwerken verbreiten sich Videoaufnahmen von Lastwagen voller junger Männer. Die Videos sollen vom Donnerstag stammen und die Reise von Migranten in Marokko zur Grenze zu Ceuta zeigen. In einem der Videos springen Dutzende Männer von der Ladefläche. Ein marokkanischer Polizist steht davor und gestikuliert. Ein marokkanisches Online-Medium schrieb dazu, die marokkanischen Sicherheitskräfte hätten die Menschen an der Weiterreise gehindert. Aus dem Video geht das nicht hervor.14:43 Uhr – Freitag, 31. Juli41 Tote jetztDie spanischen Behörden in Ceuta haben die Zahl der Todesopfer seit Beginn des massenhaften Grenzübertritts aus Marokko auf 41 erhöht.14:27 Uhr – Freitag, 31. Juli3000 Soldaten sind in Ceuta im EinsatzSpaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles kündigt an, die Militärunterstützung in Ceuta so lange wie nötig fortzusetzen. In der Exklave stünden insgesamt 3000 Soldaten verschiedener Einheiten bereit, die auf Anforderung der Guardia Civil deren Einsatz verstärkten. Den massenhaften Grenzübertritt bezeichnete Robles als Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens. Schleuserbanden müssten wissen, „dass ihr Handeln nicht ungestraft bleiben wird“. An die nach Ceuta gelangten Migranten appellierte sie, sich nicht von Schleusern täuschen zu lassen. Es werde Rückführungen geben, Spanien werde sein Recht durchsetzen.14:10 Uhr – Freitag, 31. Juli25.000 Migranten kehren zurückNach Angaben der spanischen Regierung sind bereits mehr als 25.000 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. Die Ausreisen erfolgten derzeit mit einer Geschwindigkeit von etwa 150 Menschen pro Minute, hieß es aus Regierungskreisen.AP/AFP/dpa/sebe/krott/nw
Ceuta: ++ Spaniens Regierungschef fordert EU-Sondersitzung – Zahl der Toten steigt auf 67 ++ - WELT
Spaniens Regierungschef Sanchez wirft EU-Mitgliedsstaaten nach der Migrationskrise auf Ceuta „Vorurteile“ vor. Er fordert eine EU-Sondersitzung. Die Zahl der Toten steigt derweil weiter. Alle Entwicklungen im Liveticker.













