Laut dem staatlichen Fernsehsender RTVE sind viele Menschen bei dem Versuch ertrunken, schwimmend von Marokko aus in die Exklave zu gelangen. Auf Fotos und Fernsehbildern waren unter anderem Schwimmreifen und Autoreifen zu sehen, mit denen sie sich entlang der marokkanischen Küsten nach Ceuta bewegten. Andere kletterten über die Grenzzäune.
EU-Experten beraten am WochenendeSpaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat angesichts der dramatischen Lage eine EU-Sondersitzung auf Ministerebene gefordert. In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen verurteilte er die »Haltung« einiger Mitgliedstaaten, die durch »Vorurteile, Falschinformationen, Unwissenheit oder politische Interessen« motiviert sei. Ein solches »egoistisches, spaltendes und rechtswidriges« Vorgehen könne sich die Europäische Union derzeit nicht leisten, schrieb er. Die Innenminister der 27 Mitgliedsländer sollten sich zu einer Videokonferenz zusammenschalten.
In den vergangenen Tagen waren Tausende Menschen irregulär nach Ceuta gelangt, das an der Küste Nordafrikas liegt. Die genauen Zahlen sind unklar: Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas hatte von rund 60.000 Personen gesprochen, die spanische Zentralregierung von knapp 50.000.Nach Angaben des spanischen Außenministers sind nahezu alle von ihnen nach Marokko zurückgekehrt. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte: »Keine einzige Person hat die Grenze zum EU-Festland überschritten.«











