Die Bilder gingen binnen weniger Stunden um die Welt. Tausende Migranten stürmen die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Spaniens sozialdemokratischer Ministerpräsident Pedro Sánchez setzte am Donnerstagnachmittag inzwischen das Militär ein. Zuvor hatten sich dramatische Szenen abgespielt; bislang sind 19 Menschen im Wasser ums Leben gekommen.Währenddessen ist in der EU ein Streit über den Umgang mit der Einwanderungskrise entbrannt. Italien kritisiert Spaniens Kurs scharf und fordert die Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien, der die Freizügigkeit zwischen den Mitgliedstaaten garantiert.

Giorgia Meloni: „Schockierende Bilder aus Ceuta“

„Die Bilder aus Ceuta sind schockierend und zeigen einmal mehr, dass unkontrollierte illegale Einwanderung eine reale Bedrohung für die Sicherheit der europäischen Grenzen darstellt“, schrieb die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf X. „Wir sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen – auch außergewöhnliche“, fügte sie hinzu und verwies auf die Verteidigung der Grenzen und die Sicherheit der Bürger.

Gemeinsam mit ihren Regierungspartnern, Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini (Lega) und Außenminister Antonio Tajani (Forza Italia), forderte Meloni die Aussetzung des Schengen-Abkommens. Tajani argumentierte, Spaniens Politik schaffe „einen Anreiz für Menschenhandel“.