PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerExklave in Nordafrika60.000 Migranten erreichen Ceuta – Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien ausStand: 19:44 UhrIn der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika sind den örtlichen Behörden zufolge jüngst rund 60.000 Migranten irregulär angekommen. Die spanische Regierung setzt das Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein.Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta ist nach dem Migrantenansturm angespannt. Der spanische Regierungschef Sánchez ist in der Stadt im Ausnahmezustand angekommen. Laut Medienberichten sind 75 Prozent der Migranten bereits wieder abgereist. Alle Entwicklungen im Liveticker.Der Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die Debatte um den Umgang mit illegaler Migration nach Europa wieder entfacht. Italiens Ministerpräsidentin Meloni stellt den Schengen-Raum mit Spanien infrage. Alle Entwicklungen und Reaktionen zur Lage in Ceuta im Liveticker19:04 Uhr – Freitag, 31. JuliItalien setzt Schengen-Abkommen zu Spanien vorübergehend ausDas italienische Innenministerium ordnet die Wiedereinführung von Kontrollen an den Grenzübergängen zu Spanien an Land- und Flughäfen an. Das berichten AP und die spanische Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf offizielle Quellen. Die Maßnahme bedeutet demnach eine vorübergehende Aussetzung des Schengen-Abkommens über den freien Personenverkehr in der Europäischen Union.Italien hat keine Landgrenze zu Spanien. Die Maßnahme betrifft Personen, die mit Flugzeug oder Schiff zwischen beiden Ländern reisen. Innenminister Matteo Piantedosi habe die Entscheidung getroffen.16:41 Uhr – Freitag, 31. Juli75 Prozent der Migranten laut Medien wieder abgereist – Zahl der Toten steigtDer staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien berichten unter Berufung auf das Innenministerium in Madrid, dass 37.500 Migranten von Ceuta nach Marokko wieder abgereist sind. Das entspräche rund drei Viertel der Einreisenden.Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt unterdessen auf 57. Da die Suche noch andauert, könnte sich die Zahl weiter erhöhen.16:21 Uhr – Freitag, 31. JuliLinkspartei in Deutschland will Migranten aufnehmenDie Linke fordert Deutschland auf, Migranten aus Ceuta aufzunehmen. „Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt“, erklärt Fraktionsvize Clara Bünger. Die Menschen müssten versorgt werden, medizinisch, mit Wasser und einem sicheren Ort. „Damit darf Spanien nicht allein bleiben. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen.“„Wer glaubt, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irrt“, betont die innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. „Solange es keine sicheren, legalen Wege gibt, werden Menschen weiter in Lebensgefahr getrieben.“Clara Bünger (Die Linke)Quelle: Lilli Förter/dpa13:32 Uhr – Freitag, 31. JuliBehörden: Rund 60.000 Migranten sind von Marokko nach Ceuta gekommenCeutas Regierungschef Jesús Vivas beziffert die Zahl der irregulär in die spanische Exklave gelangten Migranten inzwischen auf rund 60.000. Eine solche Größenordnung entspräche, auf ganz Spanien übertragen, etwa 34 Millionen Menschen, die binnen 24 Stunden einreisten, sagt Vivas.12:47 Uhr – Freitag, 31. JuliSpanischer Ministerpräsident in Ceuta beschimpftSpaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez ist bei seinem Besuch in Ceuta von Demonstranten mit Beschimpfungen empfangen worden. Wie die Zeitung „El Mundo“ berichtet, versammelten sich nahe dem Hubschrauberlandeplatz etwa 40 Menschen, die Sánchez unter anderem vorwarfen, „Spanien zu verraten“ und „die Grenze ungeschützt zu lassen“.Sanchez nach der Ankunft in CeutaQuelle: JORGE GUERRERO/AFP18:23 Uhr – Freitag, 31. JuliBorrell erteilt Spaniens Ausschluss aus Schengen eine AbsageMehrere EU-Länder fordern mittlerweile den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum. Doch das ist in den EU-Regeln schlicht nicht vorgesehen, schreibt der ehemalige EU-Außenbeauftragte und Spanier Josep Borrell. Auf X meldet er: „Nach EU-Recht darf kein Mitgliedstaat die Teilnahme eines anderen Mitgliedstaats am Schengen-Raum einseitig aussetzen.“ Er wirft entsprechenden Regierungschefs einen Bruch mit dem „Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit“ vor.17:51 Uhr – Freitag, 31. Juli„Solidarität und Empathie sind optional, Achtung vor Verträgen nicht“, sagt Sanchez„Solidarität und Empathie sind optional. Der Respekt vor den europäischen Verträgen und den Fakten nicht“, schreibt Spaniens Ministerpräsident Sánchez auf der Plattform X. Laut Angaben von Frontex konnten zwischen 2021 und 2026 in seinem Staat 234.760 illegale Einreisen – und damit knapp doppelt so viele wie in Italien – verzeichnet werden. „Es ist Zeit, weiterhin eine starke und geeinte EU aufzubauen.“16:55 Uhr – Freitag, 31. JuliMigrationsexperte Thym sieht Mängel bei GEASDie EU ist auf solche Krisen auch mit dem neuen Regelwerk nicht vorbereitet, sagt Konstanzer Asylrechtsexperte Daniel Thym. „So schnell kann es gehen und das Thema kommt nach oben und die GEAS-Regeln sind faktisch Makulatur“, so Thym gegenüber WELT. Das GEAS sei richtig und wichtig, könne aber nicht das letzte Wort sein. Weitere Reaktionen von Experten und aus der deutschen Politik lesen Sie hier. 16:14 Uhr – Freitag, 31. JuliKeine Bewegungen auf das Festland, heißt es aus BrüsselDer EU-Kommissar für Inneres und Migration bezeichnet die Situation in Ceuta als „inakzeptabel“. In einem Beitrag auf X schreibt er: „Ich wiederhole, dass es keine Bewegungen in Richtung des europäischen Kontinents oder anderer Mitgliedstaaten gibt.“ Er stehe zudem in engem Kontakt mit den spanischen Behörden, schreibt er, und weist auf Sonderregeln hin, die im Schengen-Raum für die spanischen Exklaven gelten.16:08 Uhr – Freitag, 31. JuliFrontex: Spanien hat noch keine Hilfe angefordertDie EU-Grenzschutzagentur Frontex hat nach eigenen Angaben noch keine Bitte um Unterstützung von der Regierung in Madrid erhalten. „Frontex kann einen Mitgliedstaat unterstützen, jedoch nur auf dessen Ersuchen hin“, teilt die Behörde mit. Man beobachte die Situation laufend.Weiter hieß es in der Erklärung, derzeit würden Frontex-Beamte die spanischen Behörden ausschließlich im Seehafen von Ceuta unterstützen. Sie seien nicht an den gemeldeten Vorfällen beteiligt gewesen, die sich im Grenzgebiet von Tarajal ereignet hätten. Dieses liege außerhalb des Einsatzgebiets von Frontex.15:56 Uhr – Freitag, 31. JuliDobrindt will Grenzkontrollen verlängern„Die Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration“, erklärt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Er will eine erneute Verlängerung der Kontrollen an deutschen Landesgrenzen über den September hinaus. Bis wann, sagt er nicht.Die „Bild“-Zeitung berichtet zudem über Unterstützung aus Baden-Württemberg. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel und Justiz- und Migrationsminister Moritz Oppelt hätten dem Bericht zufolge in einem Brief kurzfristig verstärkte Unterstützung bei den Grenzkontrollen angeboten. 15:50 Uhr – Freitag, 31. JuliWadephul telefoniert mit Amtskollegen in Spanien und MarokkoSpanien muss nach den Worten des deutschen Außenministers Johann Wadephul (CDU) umgehend die vollständige Kontrolle über Ceuta zurückgewinnen – die Situation dort sei „besorgniserregend“. Er sei dazu mit seinem spanischen Amtskollegen José Manuel Albares und seinem marokkanischen Kollegen Nasser Bourita sowie Kolleginnen und Kollegen innerhalb der EU in Kontakt gewesen. „Jetzt ist schnelles und gemeinsames Handeln im Sinne der Europäischen Union gefragt, um den Schengenraum - eine der größten Errungenschaften der EU - zu schützen und offenzuhalten“, so Wadephul.15:48 Uhr – Freitag, 31. JuliBritischer Premier Burnham nennt Situation „besorgniserregend“„Natürlich ist das in erster Linie eine Angelegenheit der spanischen Regierung, aber die Situation gibt Anlass zur Sorge“, sagt der britische Premierminister Andy Burnham der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Wir nehmen Kontakt mit der spanischen Regierung und den spanischen Behörden auf, um Unterstützung anzubieten, aber auch, um die Auswirkungen dieser Situation besser zu verstehen.“15:41 Uhr – Freitag, 31. JuliTrump reagiert bei Fox News„Das ist schrecklich. Erinnert euch an dieses Bild. So wird es uns in drei Jahren ergehen, wenn die falsche Seite an die Macht kommt“, warnt der US-Präsident Donald Trump beim Sender Fox News mit Verweis auf seine Konkurrenz bei den Demokraten. Man würde dann „kein gutes Leben führen“. 15:39 Uhr – Freitag, 31. JuliZahl der Toten steigt auf 43Die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet unter Berufung auf Polizeikreise, dass bei dem massenhaften Grenzübertritt 43 Menschen ums Leben gekommen seien.15:03 Uhr – Freitag, 31. JuliCeutas Regierungschef kritisiert Spanien und MarokkoCeutas Regierungschef Juan Jesús Vivas wirft der spanischen Regierung vor, auf den massenhaften Grenzübertritt aus Marokko „verspätet und unzureichend“ reagiert zu haben. Es habe frühzeitig Hinweise und wiederholte Warnungen seiner Regionalregierung gegeben, sagte Vivas nach einem Treffen mit Ministerpräsident Pedro Sánchez. Die Lage in Ceuta sei „dramatisch“, die Stadt „am Limit“. Von Madrid verlangte er einen „dringenden, energischen und sofortigen“ Aktionsplan. Zugleich beschuldigte Vivas Marokko, die eigenen Bürger als Druckmittel gegen Spanien einzusetzen und Ceuta destabilisieren zu wollen. Er sprach von einem „feindseligen Akt gegen Spanien und Europa“.14:52 Uhr – Freitag, 31. JuliVideo zeigt Lastwagen voller junger MännerIn den sozialen Netzwerken verbreiten sich Videoaufnahmen von Lastwagen voller junger Männer. Die Videos sollen vom Donnerstag stammen und die Reise von Migranten in Marokko zur Grenze zu Ceuta zeigen. In einem der Videos springen Dutzende Männer von der Ladefläche. Ein marokkanischer Polizist steht davor und gestikuliert. Ein marokkanisches Online-Medium schrieb dazu, die marokkanischen Sicherheitskräfte hätten die Menschen an der Weiterreise gehindert. Aus dem Video geht das nicht hervor.14:43 Uhr – Freitag, 31. Juli41 Tote jetztDie spanischen Behörden in Ceuta haben die Zahl der Todesopfer seit Beginn des massenhaften Grenzübertritts aus Marokko auf 41 erhöht.14:27 Uhr – Freitag, 31. Juli3000 Soldaten sind in Ceuta im EinsatzSpaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles kündigt an, die Militärunterstützung in Ceuta so lange wie nötig fortzusetzen. In der Exklave stünden insgesamt 3000 Soldaten verschiedener Einheiten bereit, die auf Anforderung der Guardia Civil deren Einsatz verstärkten. Den massenhaften Grenzübertritt bezeichnete Robles als Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens. Schleuserbanden müssten wissen, „dass ihr Handeln nicht ungestraft bleiben wird“. An die nach Ceuta gelangten Migranten appellierte sie, sich nicht von Schleusern täuschen zu lassen. Es werde Rückführungen geben, Spanien werde sein Recht durchsetzen.14:10 Uhr – Freitag, 31. Juli25.000 Migranten kehren zurückNach Angaben der spanischen Regierung sind bereits mehr als 25.000 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. Die Ausreisen erfolgten derzeit mit einer Geschwindigkeit von etwa 150 Menschen pro Minute, hieß es aus Regierungskreisen.14:08 Uhr – Freitag, 31. Juli34 Tote bei MigrantenansturmCeutas Regierungschef Jesús Vivas beziffert die Zahl der Todesopfer infolge des massenhaften Grenzübertritts aus Marokko auf 34.13:29 Uhr – Freitag, 31. JuliMerz: Spanien muss „Situation in Ceuta schnellstmöglich wieder in Griff bekommen“Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert die Regierung in Madrid zu entschlossenem Handeln auf. Spanien müsse „die Situation in Ceuta schnellstmöglich wieder in den Griff bekommen“, erklärte Merz. „Ich begrüße daher die spanische Absicht, die illegalen Migranten nicht auf den europäischen Kontinent zu lassen.“ Zugleich betonte Merz: „Von Marokko erwarten wir, dass sie die illegalen Migranten unverzüglich wieder zurücknehmen.“ Und weiter: „Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration. Ich habe die klare Erwartung an alle EU-Mitgliedstaaten, dass sie dieser Pflicht nachkommen.“ Deutschland stehe in Kontakt mit der spanischen Regierung.13:17 Uhr – Freitag, 31. JuliFinnland unterstützt Ausschluss Spaniens aus Schengen-RaumFinnland schließt sich dem Vorstoß Italiens an, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Spanien habe „vollkommen dabei versagt, die Außengrenze des Schengenraums vor dem Eindringen zu schützen“, erklärte die finnische Innenministerin Mari Rantanen von der EU-skeptischen Partei Die Finnen im Onlinedienst X. „Länder, die ihren Verpflichtungen zum Schutz der Außengrenzen nicht nachkommen, können nicht Teil von Schengen sein.“13:10 Uhr – Freitag, 31. JuliVon der Leyen: „Die Bilder, die aus Ceuta kommen, sind inakzeptabel“EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnet die Bilder aus Ceuta als „inakzeptabel“ und fordert schnelle Rückführungen der eingereisten Migranten. „Wir können nicht zulassen, dass jemand in unsere Union kommt, ohne sich an unsere Regeln zu halten“, schreibt sie auf X. Gefährliche Überfahrten müssten gestoppt und Schleusernetzwerke zerschlagen werden.13:06 Uhr – Freitag, 31. JuliSánchez will Rückführungen erleichternSpaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigt eine schnellere Bearbeitung von Rückführungsverfahren für die illegal nach Ceuta gelangten Migranten an. Am Wellenbrecher von Tarajal solle die Guardia Civil außerdem Bojen ausbringen, die als sichtbare physische Barriere dienten und Rückführungen unmittelbar an der Grenze erleichtern sollten, sagte Sánchez nach Angaben von „El País“. An die Einwohner der Exklave gerichtet erklärte der Regierungschef: „Spanien steht an ihrer Seite.“ Die Regierung sei sich der Angst und der emotionalen Belastung bewusst, der die Bevölkerung in den vergangenen Stunden ausgesetzt gewesen sei13:01 Uhr – Freitag, 31. JuliSanchez: Kriminelle Banden nutzen Urteil ausSpaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnet den massenhaften Grenzübertritt nach Ceuta als „Verletzung der territorialen Integrität Spaniens“. Hinter der Entwicklung stünden kriminelle Banden, die ein Urteil des Obersten Gerichtshofs ausnutzten, sagte Sánchez nach Angaben von „El Mundo“. Die Entscheidung, wonach auf dem Seeweg nach Ceuta gelangte Migranten nicht unmittelbar zurückgeführt werden dürften, habe sich in den sozialen Netzwerken rasch verbreitet.12:47 Uhr – Freitag, 31. JuliZahl der Toten steigt auf 24 – Polizei verstärkt KräfteDie Zahl der an der Küste von Ceuta geborgenen Todesopfer ist auf 24 gestiegen. Allein am Freitagmorgen seien sechs weitere Leichen gefunden worden, bestätigten Polizeiquellen der Nachrichtenagentur EFE. Als Reaktion auf den massenhaften Zustrom aus Marokko verstärkt die Guardia Civil ihre Präsenz in der spanischen Exklave. Zusätzlich zu den dauerhaft stationierten 60 Bereitschaftspolizisten sollen 60 weitere Beamte sowie 30 Kräfte aus Andalusien eingesetzt werden. Außerdem werden Spezialtaucher, ein Patrouillenschiff, ein Hubschrauber und mehrere Drohnen nach Ceuta verlegt.12:04 Uhr – Freitag, 31. JuliMigrationsexperte Knaus kritisiert MarokkoMigrationsexperte Gerald Knaus nimmt Spanien beim Streit um den Migrantenansturm von Ceuta gegen Kritik in Schutz. Die Schuld für den Ansturm liege bei Marokko, nicht Spanien. Im Übrigen kooperiere Spanien beim Kampf gegen irreguläre Migration besser mit der EU als Italien. Die Kritik aus Italien sei daher „unverständlich und total absurd“. Er betonte: „Das Einzige, was diese große Anzahl, diesen Ansturm stoppen wird, ist: Bilder von Menschen, die schnell zurückgebracht werden. Aber da muss Marokko auch kooperieren.“Nach dem Massenansturm auf Ceuta fordert Migrationsexperte Gerald Knaus Marokko zur Kooperation auf. Die EU müsse geschlossen auftreten: „Das Wichtigste wäre, Abkommen mit sicheren Drittstaaten zu schließen.“12:00 Uhr – Freitag, 31. JuliWeidel will notfalls Schengen-Raum aussetzenAfD-Chefin Alice Weidel fordert angesichts der massenhaften Grenzübertritte nach Ceuta, den Schengen-Raum mit Spanien notfalls auszusetzen. „Ich stimme der italienischen Ministerpräsidentin Meloni zu: Notfalls muss der Schengen-Raum mit Blick auf Spanien ausgesetzt werden.“ Die nach Ceuta gelangten Migranten müssten unmittelbar abgeschoben werden und dürften nicht auf das europäische Festland weiterreisen, erklärte Weidel. Zudem verlangte sie mehr Befugnisse für die EU-Grenzschutzagentur Frontex. Sollte sich eine Weiterreise nach Deutschland nicht anders verhindern lassen, müsse die Bundesregierung nach Weidels Ansicht auch eine vorübergehende Schließung der deutschen Grenzen erwägen.11:21 Uhr – Freitag, 31. JuliLange Schlangen vor Supermärkten in CeutaVor mehreren Supermärkten in Ceuta haben sich am Freitagmorgen lange Schlangen von Migranten gebildet, die auf die Öffnung der Geschäfte warteten. Wie die spanische Zeitung „El Mundo“ berichtet, musste die Polizei vor einem Supermarkt eine größere Menschenmenge zunächst auflösen und anschließend geordnet anstellen, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Viele der aus Marokko eingereisten Menschen hielten sich demnach an der Strandpromenade aufsebe