PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerExklave in Nordafrika49.000 Migranten erreichen laut Spanien binnen 24 Stunden Ceuta – 19 ToteStand: 11:02 UhrNach einem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Nordafrika-Enklave Ceuta hat die Regierung in Madrid zur Unterstützung der örtlichen Polizei das Militär geschickt. WELT-Reporter Marco Reinke berichtet.Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta ist nach dem Migrantenansturm angespannt. Die Zahl der Migranten übertrifft den Zustrom während der letzten Migrationskrise 2021 deutlich. Alle Entwicklungen im Liveticker.Der Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die Debatte um den Umgang mit illegaler Migration nach Europa wieder entfacht. Italiens Ministerpräsidentin Meloni stellt den Schengen-Raum mit Spanien infrage. Alle Entwicklungen und Reaktionen zur Lage in Ceuta im Liveticker10:25 Uhr – Freitag, 31. JuliZahl der Toten steigt auf 19Die Zahl der Todesopfer an der Grenze zwischen der spanischen Exklave Ceuta und Marokko ist auf 19 gestiegen. Die Leichen seien in der Nähe des Grenzdamms gefunden worden, bestätigten Polizeiquellen der Nachrichtenagentur EFE.10:10 Uhr – Freitag, 31. JuliSpanisches Innenministerium: 49.000 Migranten in 24 StundenNach Schätzung des spanischen Innenministeriums sind binnen 24 Stunden rund 49.000 Migranten aus Marokko auf dem Land- und Seeweg in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.Überall liegen Schwimmreifen: Migranten in CeutaQuelle: Marcos Moreno/EUROPA PRESS/dpa10:49 Uhr – Freitag, 31. JuliAusschreitungen zwischen Migranten und marokkanischen SicherheitskräftenNahe der Grenzstadt Fnideq kommt es zu Ausschreitungen. Fotos von Nachrichtenagenturen zeigen brennende Fahrzeuge und marokkanische Sicherheitskräfte, die Wasserwerfer und Tränengas einsetzen.Marokkaner nahe der Stadt FnideqQuelle: ABDEL MAJID BZIOUAT/AFP10:46 Uhr – Freitag, 31. JuliPolizeigewerkschaft fordert „robuste Sicherung“ der deutschen GrenzeDer stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Manuel Ostermann (CDU), fordert die Bundesregierung auf, die Bundespolizei auf einen möglichen verstärkten Zuzug von Migranten aus Spanien vorzubereiten. Nötig sei eine „robuste Sicherung der deutschen Grenzen mit Polizisten und mit modernster Technik“, sagte Ostermann der „Bild“-Zeitung.10:44 Uhr – Freitag, 31. JuliCDU-Politiker warnt vor Weiterreise von MigrantenUnionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) warnt vor einer Weiterreise der Migranten über Spanien und Frankreich nach Deutschland. Europa müsse nun dringend gemeinsam mit Spanien das Gespräch mit Marokko suchen, sagte Krings der „Bild“-Zeitung. Zugleich kritisierte er die von der spanischen Regierung geplante Legalisierung des Aufenthalts Hunderttausender Migranten. Diese wirke als zusätzlicher Anreiz für irreguläre Einreisen. „Wer illegale Einreisen belohnt, bekommt mehr illegale Einreisen“, sagte Krings.10:07 Uhr – Freitag, 31. JuliFrankreich verstärkt Grenze zu Spanien – Schutztruppe aktiviertDer französische Innenminister Laurent Nunez schreibt auf X, er habe bereits gestern Abend die Anweisung gegeben, die Kontrollen an der spanischen Grenze zu verstärken. „Ferner aktiviere ich die Schnelleinsatz-Grenzschutztruppe für gründliche Kontrollen.“10:05 Uhr – Freitag, 31. JuliHunderte Migranten kehren nach Marokko zurückNach Angaben der spanischen Zeitung „El País“ kehren immer mehr der nach Ceuta gelangten jungen Migranten nach Marokko zurück. Sie verließen die spanische Exklave über Land oder auf dem Wasser, weil die Stadt überfüllt sei und sie weder Unterkünfte noch ausreichend Lebensmittel fänden. Einige Migranten berichteten zudem, Bewohner einzelner Viertel hätten sie mit Steinen beworfen.09:43 Uhr – Freitag, 31. JuliErste Schätzung: Mehr als 40.000 Migranten erreichten CeutaNach Angaben der spanischen Zeitung „El País“ sind in den vergangenen Tagen mehr als 40.000 Migranten in die spanische Exklave Ceuta gelangt, die meisten davon am Donnerstag. Einige Quellen gingen sogar von fast 50.000 Menschen aus. Damit übertrifft der Zustrom die Migrationskrise vom Mai 2021 deutlich, als mehr als 10.000 Migranten die Grenzkontrollen umgangen hatten. Die Zahl der Neuankömmlinge entspricht fast der Hälfte der rund 83.600 Einwohner Ceutas.09:08 Uhr – Freitag, 31. JuliEU bietet Spanien Unterstützung anDie EU bietet Spanien Unterstützung an. Migrationskommissar Magnus Brunner habe „die Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien – unter anderem über Frontex – verstärkt zu unterstützen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen“, teilte er auf der Plattform X mit.08:45 Uhr – Freitag, 31. JuliSpanische Zeitungen melden 18 Tote„El País“ und „El Mundo“ geben die Zahl der Toten unter Berufung auf die Polizei mit 18 an. Die Migranten seien gestorben beim Versuch, Ceuta zu erreichen.08:42 Uhr – Freitag, 31. JuliZahlreiche Menschen überqueren auch heute die GrenzeDie spanische Zeitung „El País“ veröffentlicht ein Video, das zeigt, wie Migranten einen Zaun an der Grenze Marokkos mit Spanien im Industriepark Tarajal in Ceuta überwinden. 08:37 Uhr – Freitag, 31. JuliKirche in Spanien ruft zu Solidarität mit Migranten aufDie Diözese Cádiz und Ceuta ruft zu Solidarität mit den ankommenden Migranten. In einer Erklärung heißt es, die Diözese werde mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten. Auch wolle man die Kollekten am Samstag und Sonntag in den Pfarren Ceutas vollständig der diözesanen Migrantenpastoral widmen. Die Mittel sollen über das Migrantenzentrum San Antonio zur Deckung der dringendsten humanitären Bedürfnisse eingesetzt werden. Die Aufnahmeeinrichtungen gelten inzwischen als überlastet.07:54 Uhr – Freitag, 31. JuliFahrzeuge angezündetAuf marokkanischer Seite warteten in der Nacht Hunderte Menschen darauf, nach Ceuta zu gelangen. Dabei wurden auch Fahrzeuge in Brand gesteckt, wie Fotos der Nachrichtenagentur Reuters zeigen.Hunderte Personen auf der marokkanischen Seite der Grenze in FnideqQuelle: Ahmed El Jechtimi/REUTERS07:52 Uhr – Freitag, 31. JuliHunderte Migranten schlafen auf der StraßeIn der spanischen Exklave Ceuta haben Hunderte junge Migranten die Nacht im Freien verbracht. Wie die Zeitung „El País“ berichtet, schliefen viele von ihnen nur spärlich bekleidet auf dem feuchten Rasen von Parks, in den Eingängen öffentlicher Parkhäuser oder auf den Sockeln von Statuen. Unter ihnen seien auch Kinder gewesen. Die Strandpromenaden und Straßen hätten sich in provisorische Schlaflager verwandelt, während Geländewagen der spanischen Armee durch die Stadt patrouillierten.Das spanische Militär in CeutaQuelle: Fabian Bimmer/REUTERS07:05 Uhr – Freitag, 31. JuliMeloni stellt Schengen-Raum mit Spanien in FrageIst der Kontrollverlust der spanischen Regierung in Ceuta das Aus für Schengen? Das deutet Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einem Beitrag auf X an. Die Politikerin kündigte drastische Maßnamen an, um Italiens Grenzen zu schützen. „Italien wird nicht tatenlos zusehen. Wir rufen die zuständigen Gremien zusammen, und als Ergebnis dieser Sitzungen sind wir bereit, auch mit außergewöhnlichen Mitteln einzugreifen, um die Grenzen und die Sicherheit der Bürger zu schützen, wie etwa die Aussetzung des Schengen-Raums mit Spanien.“ Italien werde im Kampf gegen illegale Einwanderung „keinen Milimeter“ zurückweichen.06:55 Uhr – Freitag, 31. JuliUnruhen in Melilla – Zusammenstöße in marokkanischer StadtDie Unruhen greifen laut den Behörden auch auf die zweite spanische Enklave Melilla über. Am Grenzübergang Beni Ansar kam es zu Zusammenstößen mit Migranten. Nach Angaben der marokkanischen Vereinigung für Menschenrechte wurden dort mindestens drei Fahrzeuge in Brand gesetzt, zudem gab es Verletzte unter Migranten und Sicherheitskräften.Marokkanische Behörden setzten in der Grenzstadt Fnideq Wasserwerfer ein, um weitere Übertritte zu verhindern.06:54 Uhr – Freitag, 31. JuliSpanien meldet neun ToteBei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, sind am Donnerstag spanischen Behörden zufolge offenbar neun Menschen ums Leben gekommen. Dem staatlichen Fernsehsender TVE zufolge gelangten zwischen 2000 und 3000 Menschen in die Enklave.06:51 Uhr – Freitag, 31. JuliMigrationsforscher kritisiert FalschinformationMigrationsforscher Gerald Knaus weist darauf hin, dass die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla ein Sonderregime mit doppelter Außengrenzkontrolle haben: „einmal bei der Einreise aus Marokko, einmal bei der Weiterreise auf das spanische Festland“. Wer über den Zaun von Ceuta klettere, habe nicht schon europäische Reisefreiheit. Knaus kritisiert die AfD Brandenburg, Falschinformationen zu verbreiten.01:44 Uhr – Freitag, 31. JuliHunderte strömen in marokkanische Stadt nahe CeutaNach Gerüchten über die Öffnung der Grenze zu der spanischen Exklave Ceuta sind einem Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge Hunderte Menschen in die benachbarte marokkanische Stadt Fnideq geströmt. Fahrzeuge voller junger Menschen drängten sich auf der Straße, etwa 15 Kilometer von Fnideq entfernt, wie ein AFP-Journalist beobachtete. Andere waren demnach in Gruppen zu Fuß unterwegs. Mehrere Menschen gaben gegenüber AFP Ceuta als Ziel an. Ein junger Mann mit Rucksack sagte, er sei zu Fuß aus dem 70 Kilometer entfernten Tanger angereist, nachdem er gehört habe, „dass die Grenze am Grenzübergang Bab Sebta geöffnet worden“ sei. Sicherheitskräfte stehen Wache, während Menschen versuchen, von der nordmarokkanischen Stadt Fnideq in die spanische Enklave Ceuta zu gelangenQuelle: Uncredited/AP/dpa21:56 Uhr – Donnerstag, 30. JuliMaaßen fordert notfalls GrenzschließungenEx-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem Beitrag auf X auf, die Grenzkontrollen zu Frankreich und den Benelux-Staaten zu verstärken, um auf eine Weiterreise der Migranten vorbereitet zu sein. Auch sollte der Minister dem spanischen Premierminister Pedro Sánchez die Unterstützung der Bundespolizei anbieten.21:40 Uhr – Donnerstag, 30. JuliWeidel warnt vor Weiterreise der Migranten nach DeutschlandDas Ziel der Migranten „dürfte mutmaßlich Deutschland sein“, prognostizierte die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel. „Grenzen müssen jetzt geschlossen und Abweisungen rigoros durchgesetzt werden.“ Ihr früherer Parteikollege Georg Pazderski sprach von beängstigenden Bildern. „Der Kommunist Sanchez öffnet ihnen Tür und Tor nach Europa.“ 21:30 Uhr – Donnerstag, 30. JuliCDU-Abgeordneter mahnt Umsetzung des EU-Migrationspakts anAls einer der ersten CDU-Politiker reagierte der Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann am Nachmittag auf die Lage in Ceuta. Er machte den sozialistischen Parteien in Europa den Vorwurf, die Außengrenzen nicht ausreichend zu schützen und den EU-Migrationspakt nicht umzusetzen. „Die Verweigerung der europäischen Sozialisten unsere Außengrenzen zu schützen bedroht ganz Europa“, schrieb er auf X.20:54 Uhr – Donnerstag, 30. JuliRegierung entsendet Soldaten und PolizistenDie Regierung in Madrid schickt die Armee nach Ceuta: Bis Freitag sollen drei Züge mit je 20 Soldaten, eine Tauchereinheit und ein Militärschiff verlegt werden, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Zudem soll die Spezialeinheit der Polizei auf 200 Beamte aufgestockt werden.Die spanische Armee in CeutaQuelle: Antonio Sempere/AP/dpa20:00 Uhr – Donnerstag, 30. JuliAufnahmeeinrichtungen in Ceuta überfülltNach der Ankunft von mehr als 1500 Migranten binnen weniger Tage sind die Aufnahmeeinrichtungen in Ceuta überfüllt, wie Regionalpräsident Juan Jesús Vivas erklärte. Hunderte weitere Menschen gelangten am Donnerstag nach Ceuta, mindestens neun Menschen ertranken bei dem Versuch, bis zu der spanischen Exklave zu schwimmen. Dem staatlichen Fernsehsender TVE zufolge gelangten sogar zwischen 2000 und 3000 Menschen in die Enklave. Die Polizei sprach von einem massiven Zustrom, nannte aber zunächst keine genauen Zahlen.sebe
Ceuta: ++ 49.000 Migranten erreichen Spaniens Exklave binnen 24 Stunden – 19 Tote ++ - WELT
Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta ist nach dem Migrantenansturm angespannt. Die Zahl der Migranten übertrifft den Zustrom während der letzten Migrationskrise 2021 deutlich. Alle Entwicklungen im Liveticker.
















