Einem Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS vor der Sommerpause steht offenbar nichts mehr im Wege. Die Bundesregierung und die deutschen Eigentümerfamilien, die bisher 50 Prozent an KNDS halten, haben sich einem Insider zufolge auf einen Einstieg des Bundes mit 40 Prozent geeinigt. Der deutsch-französische Hersteller der Panzer „Leopard 2“ und „Leclerc“ werde dabei mit rund 15 bis 18 Milliarden Euro bewertet, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person am Sonntagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Der genaue Preis – rechnerisch sechs bis sieben Milliarden Euro – werde sich danach bemessen, wie sich die KNDS-Aktie nach dem Börsengang in Frankfurt und Paris entwickele.Ein Sprecher der Familien und das Bundeswirtschaftsministerium wollten sich nicht zu den Informationen äußern, KNDS war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Agentur Bloomberg hatte zuerst über die Einigung berichtet.
Offizielle Ankündigung noch diese Woche?Die offizielle Ankündigung („Intention to Float“) der milliardenschweren Emission sei nun in der ersten Wochenhälfte zu erwarten, sagte der Insider. Eine andere mit den Vorgängen vertraute Person sagte, der Haushaltsausschuss des Bundestags treffe sich am Mittwoch zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. KNDS hatte sich offiziell nur auf einen Börsengang in diesem Jahr festgelegt, Vorstandschef Jean-Paul Alary (58) hatte aber zuletzt auf der Rüstungsmesse Eurosatory klargemacht, dass er die erste Gelegenheit für die drei bis vier Milliarden Euro schwere Emission nutzen wolle.











