Die Bundesregierung hat sich nach Informationen aus Regierungskreisen auf die Details des Einstiegs beim Panzerbauer KNDS geeinigt. Demnach strebt der Bund zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an. Der französische Staat hält bislang eine Beteiligung in gleicher Höhe. Zugleich besteht die feste Absicht, diese Beteiligung in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent der Anteile zu reduzieren. Die Bundesregierung will erreichen, dass auch Frankreich nach Möglichkeit seinen Anteil entsprechend reduziert.Zudem erhält der Bund demnach im Unternehmen die gleichen Rechte wie der französische Staat. Diese Rechte würden auch weiter erhalten bleiben, wenn der Bund seine Beteiligung wie geplant reduziert, selbst wenn Frankreich die nicht tut. Der Preis für den Kauf der Anteile soll der Preis der Aktien beim geplanten Börsengang des Unternehmens entsprechen. Es werde kein Paket-Aufschlag gezahlt, hieß es aus der Bundesregierung weiter.

Der KNDS-Konzern mit Holdingsitz in Amsterdam ist aus dem französischen Unternehmen Nexter und dem Münchner Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann hervorgegangen, der Panzer wie den Leopard 2, den Puma und den Boxer baut. KNDS plant, noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen, zugleich beabsichtigen die Eigentümerfamilien auszusteigen.In den vergangenen Monaten war innerhalb der Bundesregierung ein Streit darüber ausgebrochen, wie genau der staatliche Einstieg vollzogen werden soll. Während Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) die Bundesbeteiligung möglichst auf maximal 30 Prozent begrenzen wollten, sprach sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für eine höhere Beteiligung von 40 Prozent aus.