Streitfall: Nun gibt es beim Panzerbauer KNDS offenbar eine Lösung
Nach monatelangem Tauziehen hat sich Deutschland zum Einstieg mit 40 Prozent beim Panzerbauer KNDS durchgerungen. Der Bund hielte damit nach dem für den Sommer geplanten Börsengang gleich viele Anteile an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern wie Frankreich.
KNDS-Verwaltungsratschef Tom Enders (67) bestätigte am Mittwochabend entsprechende Angaben aus Regierungskreisen. Die Regierungen in Berlin und Paris hätten sich auch über die künftige Machtverteilung verständigt, sagte ein deutscher Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere Agenturen berichteten von der Einigung. Der Anteil solle möglichst binnen zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent sinken, Frankreich wolle seinen Anteil parallel dazu reduzieren.
Enders begrüßte den Einstieg des Bundes, will aber die staatliche Dominanz bald eindämmen: „Ziel muss sein, über Zeit die Staatsanteile deutlich abzuschmelzen“, sagte der ehemalige Airbus-Chef der Nachrichtenagentur Reuters. Am Ende sollten beide zusammen weniger als 50 Prozent halten. Nationale Sicherheitsinteressen sollten in erster Linie über Aufträge und spezifische Vereinbarungen gesichert werden und nicht über Mehrheitsbeteiligungen, sagte Enders.











