Es ist einer der größten europäischen Börsengänge im Verteidigungssektor der vergangenen Jahre: Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS geht an die Börse. Die Aktien des Herstellers des Kampfpanzers Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000 sollen im Rahmen einer Doppelnotierung in Frankfurt und Paris platziert werden, wie das Unternehmen mitteilt.Weitere Details, unter anderem der geplante Zeitpunkt der Notierung, sollen mit dem Prospekt zum Börsengang veröffentlicht werden. Es wird jedoch erwartet, dass KNDS noch vor Mitte Juli sein Börsendebüt feiert.

Kleinanleger sollen zunächst nicht an dem Börsengang beteiligt werden. KNDS-Chef Jean-Paul Alary sagte dazu, KNDS habe es »eilig an die Börse zu gehen« und habe den Prozess nicht komplexer machen wollen als nötig. Außerdem sei man auf »sehr großes Interesse bei institutionellen Investoren« gestoßen, deswegen sei es aktuell »nicht nötig gewesen«, sich an Kleinanleger zu wenden.Bundesregierung soll mehr als Emissionspreis zahlenErst vor wenigen Tagen hatte die EU-Kommission den Einstieg des Bundes genehmigt. Noch an diesem Freitag soll der Haushaltsausschuss des Bundestags über ein ganzes Paket von Verträgen abstimmen, in denen unter anderem die künftige Führungsstruktur mit den Rechten der Eigentümer geregelt wird (mehr dazu lesen Sie hier ). Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine Vorlage für den Haushaltsausschuss, dass die Bundesregierung für ihr Aktienpaket mehr als den Emissionspreis zahlt. Darin ist von einem »marktüblichen Paketaufschlag« die Rede. Ursprünglich hatte der Bund darauf gepocht, nicht mehr zu zahlen als die übrigen künftigen Aktionäre.