Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für den Einstieg des Bundes beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS gegeben. Damit kann die Bundesregierung noch vor dem geplanten Börsengang des Panzerbauers ein Aktienpaket von 40 Prozent von den bisherigen deutschen Eigentümerfamilien übernehmen. Der Bundesanteil wird über die Förderbank KfW erworben. Die Kosten für den Anteilserwerb betragen laut SPIEGEL-Informationen bis zu 7,2 Milliarden Euro.Mit dem Einstieg möchte die Bundesregierung sicherstellen, bei dem strategisch wichtigen Hersteller von »Leopard 2«- und »Boxer«-Panzern auf Augenhöhe mit dem französischen Staat zu agieren. Dieser reduziert seine Beteiligung von 50 auf 40 Prozent. Deutschland und Frankreich haben vereinbart, ihre Anteile in den nächsten zehn Jahren nur mit gegenseitiger Zustimmung unter 30 Prozent zu senken. KNDS will noch vor der Sommerpause an die Börsen in Frankfurt und Paris gehen.Das federführende Bundeswirtschaftsministerium hat in den vergangenen Monaten über den Einstieg mit den Eigentümerfamilien verhandelt, die den deutschen Unternehmensteil besitzen. Ihre restlichen Anteile sollen, zusammen mit Anteilen der französischen Seite, im Juli an die Börse gebracht werden.Grünen-Verteidigungshaushälter Sebastian Schäfer sagte, seine Fraktion habe sich enthalten. Es gebe erhebliche Risiken. »Es ist grundsätzlich richtig, dass der Bund sich an strategischen Technologien beteiligt, aber wir sind hier durch den Börsengang ein Stück weit in eine Erpressungssituation gegenüber der Verkäuferseite geraten, sodass eben an vielen Stellen Risiken bestehen«, sagte er.
Haushaltsausschuss stimmt Einstieg des Bundes beim Panzerbauer KNDS zu
KNDS produziert Panzer wie den Leopard 2. Nun steigt die Bundesregierung bei dem Rüstungskonzern ein. Der Haushaltsausschuss hat den Erwerb eines Aktienpakets von 40 Prozent genehmigt.












