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Vor hundert Jahren, am 25. Juni 1926, wird im österreichischen Klagenfurt ein Mädchen geboren, das wir später die vielleicht wichtigste Schriftstellerin ihres Jahrhunderts nennen werden. Von dem es heißen wird, es sei ein großes dichterisches Talent und eine charmante, aber »schwierige« Frau, immer kränkelnd an sich und der Welt. Mit 47 Jahren wird diese Frau in einem römischen Krankenhaus für Brandverletzungen sterben, und manche werden vorsichtig sagen, sie sei durchaus auch glücklich gewesen.
Was geschah in diesem Leben, wer war Ingeborg Bachmann? Gleich vier Bücher nähern sich dieser Frage, oder nähern sich ihr vielmehr erneut, denn Bachmann-Biografien sind schon einige geschrieben worden, nur hat sich die Quellenlage inzwischen verändert. Zuletzt erschienen in der Salzburger Bachmann Edition aus dem Nachlass die Briefwechsel mit Max Frisch (2022), Hilde Domin, Nelly Sachs, Marie Luise Kaschnitz (2023) und Heinrich Böll (2025) sowie Bachmanns tagebuchartige Notizen Senza Casa (2024) – genug Material, um das Leben der Schriftstellerin noch einmal zu erzählen, vielleicht auch etwas geradezurücken.












