Das Wichtigste am Wochenende: Witkoff für Iran-Gespräche in Schweiz erwartet ++ Galeria drohen weitere Schliessungen ++ USA nehmen Medikamentenpreise ins Visier20.06.2026, 07.07 Uhr4 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: Der Publizist Ulf Poschardt greift in seinem neuen Buch «Bückbürgertum» sein eigenes Milieu an. Liberalen und Konservativen wirft der Springer-Journalist vor, sich dem Zeitgeist zu beugen, statt für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Zum InterviewOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am WochenendeTrumps Sondergesandter reist für Iran-Atomgespräche in die SchweizDas ist passiert: Steve Witkoff, der Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, reist für mögliche Gespräche mit Iran über einen Atomdeal in die Schweiz. Das berichtet das Portal «Axios». Zudem befinde Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sich bereits in der Schweiz. Zuvor hatte in der Nacht auf Freitag Vizepräsident J. D. Vance seine Teilnahme an geplanten Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten, Iran, Katar und Pakistan abgesagt. Zu den neusten EntwicklungenDarum ist es wichtig: Es lässt sich mehr schönreden, dass Amerika und Israel mit ihrem Luftkrieg gegen Iran sämtliche Ziele verfehlt haben. Ihre Position im Nahen Osten ist geschwächt, das iranische Regime fühlt sich gestärkt. Trumps Niederlage ist eine Chance für eine Rückbesinnung auf die Zweistaatenlösung. Zum KommentarWeitere Berichte:Trumps Iran-Deal spaltet die Republikaner: Traditionelle Falken, die den Krieg befürwortet hatten, sind über das Rahmenabkommen mit Teheran ungehalten. Die Ziele, das Regime zu stürzen und Irans nukleare Ambitionen zu zerstören, seien nicht erreicht worden. Mit Blick auf die Zwischenwahlen ist den Republikanern das Kriegsende aber höchst willkommen. Zum BerichtDer Benzinpreis lässt Trump vorerst aufatmen: Rechtzeitig zur Feriensaison ist der Spritpreis an Amerikas Tankstellen unter die psychologische Marke von 4 Dollar pro Gallone gefallen. Die Regierung hatte zur Preisdämpfung Öl aus den strategischen Reserven entnommen, die auf den tiefsten Stand seit 1983 fielen. Zum BerichtGaleria kämpft erneut um seine ZukunftDas ist passiert: Dem Warenhauskonzern Galeria drohen wegen finanzieller Probleme weitere Filialschliessungen. Ein Gutachten stellt die Rentabilität von rund 30 Standorten infrage. Das Unternehmen kommentiert eine Anfrage zum Stand der Verhandlungen und zur derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht. Es verhandelt derzeit über einen Kredit, der das Überleben vorerst sichern soll. Zum BerichtDarum ist es wichtig: Seit dem Zusammenschluss der zuvor konkurrierenden Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof hat Galeria schon dreimal Insolvenz angemeldet und ist dramatisch geschrumpft. 2016 zählten Karstadt und Kaufhof zusammen 183 Warenhäuser in Deutschland. Heute sind 83 übrig. Vor zehn Jahren beschäftigten die beiden Unternehmen mehr als 35 000 Menschen. Heute arbeiten bei Galeria noch rund 12 000.Das soll der Ausweg sein: Galeria will auf ein spezielleres Angebot setzen und Flächen in seinen oft überdimensionierten Häusern untervermieten. An einigen Standorten ist bereits der französische Sportartikelhändler Decathlon eingezogen, an anderen der Lebensmitteldiscounter Lidl. Das soll mehr Publikum bringen und Mieten reduzieren.Was sonst noch passiert istDer EU fehlt im Handelsstreit mit China der Hebel: Der EU-Gipfel diese Woche hat keine klaren Ergebnisse zur Lösung des China-Dilemmas gebracht. Die Sorge über subventionierte Importe und den Verlust von Industriearbeitsplätzen wächst. Doch zwischen Schutzzöllen und wirtschaftlicher Abhängigkeit sehen die Regierungen derzeit keinen einfachen Ausweg. Zum «NZZ Pro»-KommentarDie USA nehmen Deutschlands Medikamentenpreise ins Visier: Die Regierung von Donald Trump prüft, ob die deutsche Preispolitik amerikanische Pharmafirmen benachteiligt. Auch für die Schweiz ist das ein Warnsignal, da auch dort Arzneimittelpreise unter Druck geraten könnten. Zum BerichtDie Sparsamkeit der Deutschen wird zum Risiko für die Konjunktur: Wegen höherer Inflation und gewachsener Unsicherheit halten sich die Konsumenten immer weiter zurück. Nicht alle Branchen sind gleich betroffen. Zum BerichtAuf der Flensburger Förde endet ein «Schwerwettertörn» tödlich: Ein Skipper ist bei einem Ausbildungstörn ums Leben gekommen. Der Unfall und ein weiterer Zwischenfall werfen Fragen zur Sicherheit auf. Experten fordern verbindlichere Standards für den Segelsport nach dem Vorbild der Luftfahrt. Zum BerichtDas empfehlen wir fürs WochenendeFoto: Christian PutschFast wie Religion: Am Samstag trifft Deutschland an der Weltmeisterschaft auf die ivoirische Nationalmannschaft. In Côte d’Ivoire ist Fussball eine Religion, und eine Profikarriere in Europa ist der kollektive Traum des Landes. Vorbilder wie Didier Drogba lassen viele daran glauben. Wer den Sprung nach Europa schafft, kann in wenigen Jahren mehr verdienen als seine Angehörigen in einem ganzen Leben. Zur ReportageVorsicht Euphorie: Der Börsengang von SpaceX an der Technologiebörse Nasdaq begeistert bis anhin die Anleger. Zusammen mit der KI-Euphorie schürt das auch Ängste vor einem Beben an den Märkten. Am Finanzmarkt-Roundtable der NZZ geben vier Expertinnen und Experten Tipps zu Aktien, Anleihen, ETF und Gold. Zum GesprächMachtspiele im Balkan: Die USA interessieren sich auf dem Balkan zunehmend für profitable Deals mit den lokalen Regierungen statt für politische Ordnung. Dass sie dabei die von der EU aufgestellten Regulierungen gegen Korruption unterlaufen, stört sie nicht. Die Europäer werden als Konkurrenten betrachtet, deren Autoritätsverlust Washington recht ist. Zum «NZZ Pro»-HintergrundUnsere Empfehlung für «The Market»-AbonnentenDie wirtschaftlichen Konsequenzen des Friedens: Der Krieg am Persischen Golf ist vorbei, der Ölpreis sinkt. Das sind gute Nachrichten für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Trends, die vor Kriegsausbruch geherrscht hatten, könnten sich fortsetzen. «The Big Picture» zeigt, was die Einigung zwischen den USA und Iran für die Finanzmärkte bedeutet. Zum BeitragBevor Sie weitergehen🎥 Sehen: Das Mittelmeer erreicht wegen des Klimawandels mittlerweile Rekordtemperaturen. Davon profitieren invasive Arten. Die Eindringlinge bedrohen nicht nur das marine Ökosystem, sondern gefährden auch die Existenz von Küstenbewohnern. «NZZ Format» begleitet Forscherinnen, Fischer und Taucher auf der Suche nach Anpassungsstrategien. Zum Video🎂 Geniessen: Normalerweise gelten Törtchen als aufwendig. Man bereitet den Teig zu, rührt Füllungen an und kocht Glasuren. Anders bei diesen Aprikosentörtchen. Es ist das ideale Backwerk für Eilige, denn diese Küchlein sind in nur 30 Minuten parat. Zum RezeptWir wünschen Ihnen einen guten Start ins Wochenende.Klaus Bardenhagen, Natalie Mayroth und Maurice KoepfliDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.