PfadnavigationHomePanoramaSchweiz als TagungsortIran will Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzen – und pocht weiter auf UrananreicherungStand: 14:22 UhrLesedauer: 4 MinutenKam bereits in Luzern an: US-Vizepräsident J.D. VanceQuelle: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpaDie USA und der Iran wollen sprechen: In der Schweiz wird am Sonntag über ein Ende des Kriegs, eingefrorene Vermögen und Handelswege verhandelt. US-Vizepräsident J.D. Vance ist bereits vor Ort, während Teheran Gesprächsbereitschaft beim Thema Urananreicherung signalisiert.Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.Unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen pochte der Iran zudem auf sein Recht zur Urananreicherung, schloss zugleich aber erneut ein Streben nach Atomwaffen aus. „Was die USA verlangen, ist, dass der Iran keine Atombombe baut. Das ist nichts Neues, und wir können es auch schriftlich zusichern, dass wir keine Absicht haben, eine Bombe zu bauen“, wurde der iranischer Präsident Masud Peseschkian am Sonntag auf seiner Website zitiert. „Wir werden jedoch unser Recht auf Anreicherung nicht aufgeben und die andere Seite wird keine andere Wahl haben, als dieses Recht zu akzeptieren“, fügte er hinzu.Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges wollten Unterhändler aus den USA und dem Iran sowie Vermittler aus Pakistan und Katar am Sonntag in der Schweiz ihre Gespräche aufnehmen. Das am Mittwoch geschlossene Rahmenabkommen sieht zudem vor, innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung für einen Frieden zu schließen. Konflikt im Libanon ist für Iran wichtiger VerhandlungspunktEine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich bereits für Freitag angedacht. Es fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte am Sonntag, der anhaltende Konflikt im Libanon zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel werde bei den Verhandlungen zu den wichtigsten Punkten zählen, gemeinsam mit Themen wie den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten und dem Verkauf iranischen Öls. Lesen Sie auch„Das zionistische Regime verletzt weiterhin seine Verpflichtungen im Libanon, diese Angelegenheit wird bei den heutigen Gesprächen das wichtigste Thema sein“, sagte Bakaei in einem von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Video.Das besagte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht eine Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Der Iran hatte darauf bestanden, dass die Vereinbarung mit den USA eine Einstellung der Kämpfe im Libanon umfasst. Dennoch gingen die Kämpfe in dem Land zunächst unvermindert weiter. Weder Israel noch die Hisbollah waren an dem Rahmenabkommen beteiligt. Bakaei sagte am Sonntag, seit Samstag herrsche eine „zerbrechliche Waffenruhe“. Im Onlinedienst X schrieb er, ohne eine Umsetzung des im Rahmenabkommen festgelegten Ende des Krieges an allen Fronten sei es „nicht möglich, in die Phase von Verhandlungen zu einem abschließenden Abkommen einzutreten.“ Lesen Sie auchZu den Verhandlungen in dem Schweizer Luxushotel Bürgenstock sagte Bakaei weiter, die Treffen würden zunächst mit den Vermittlern stattfinden und dann am Nachmittag gemeinsam mit allen beteiligten Seiten. „Das heißt, dass die Delegationen aller vier Länder gemeinsam in einem Raum anwesend sein werden“, führte er aus. Straße von Hormus wurde vom Iran gesperrtZudem sollen sich die Gespräche um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Die Straße von Hormus blieb unterdessen weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Die USA und der Iran hatten sich auf eine 60-tägige Waffenruhe geeinigt, um über ein Friedensabkommen zu verhandeln.Als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon hatten die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge jedoch am Samstag für geschlossen erklärt. Das US-Militär hatte dagegen mitgeteilt, dass weiterhin Handelsschiffe in der Wasserstraße unterwegs seien.Am frühen Morgen war US-Vizepräsident J. .D. Vance in Begleitung seiner Frau Usha auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen, teilt ein Sprecher des Vizepräsidenten mit. Vance hatte zuvor erklärt, dass er voraussichtlich einige Tage für Friedensverhandlungen mit dem Iran in der Schweiz sei. dpa/Reuters/AFP/krott/coh
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Die USA und der Iran wollen sprechen: In der Schweiz wird am Sonntag über ein Ende des Kriegs, eingefrorene Vermögen und Handelswege verhandelt. US-Vizepräsident J.D. Vance ist bereits vor Ort, während Teheran Gesprächsbereitschaft beim Thema Urananreicherung signalisiert.














