PfadnavigationHomePanoramaGespräche USA und Iran„Wir haben große Fortschritte erzielt“, sagt Vance – Teheran pocht weiter auf UrananreicherungStand: 15:41 UhrLesedauer: 3 Minuten US-Vizepräsident J.D. Vance (v.l.), Shehbaz Sharif, Premierminister von Pakistan, und Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, Premierminister von Katar, in der SchweizQuelle: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpaDie USA und der Iran verhandeln in der Schweiz über ein Ende des Kriegs, eingefrorene Vermögen und Handelswege. US-Vizepräsident J.D. Vance ist vor Ort, während Teheran Gesprächsbereitschaft beim Thema Urananreicherung signalisiert.In der Schweiz haben nach Angaben des Vermittlers Katar die Gespräche zwischen dem Iran und den USA begonnen. Ein erstes Treffen auf hochrangiger Ebene sei gestartet, teilte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums mit. Bei den Verhandlungen gibt es US-Vizepräsident J.D. Vance zufolge auch Bewegung. „Wir haben in den vergangenen Stunden große Fortschritte erzielt“, erklärt Vance am Verhandlungsort auf dem Bürgenstock. „Wir sehen jetzt eine gemeinsame Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um Frieden und Wohlstand zu fördern.“ US-Präsident Donald Trump habe dazu aufgerufen, „ein neues Kapitel aufzuschlagen“, um die Beziehungen der USA zum Iran zu verändern. Die in der Schweiz beginnenden technischen Verhandlungen würden es beiden Seiten ermöglichen, zusammenzukommen und an der Lösung der Probleme zu arbeiten, erklärt Vance.Unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen pochte der Iran noch auf sein Recht zur Urananreicherung, schloss zugleich aber erneut ein Streben nach Atomwaffen aus. „Was die USA verlangen, ist, dass der Iran keine Atombombe baut. Das ist nichts Neues, und wir können es auch schriftlich zusichern, dass wir keine Absicht haben, eine Bombe zu bauen“, wurde der iranische Präsident Masud Peseschkian am Sonntag auf seiner Website zitiert. „Wir werden jedoch unser Recht auf Anreicherung nicht aufgeben und die andere Seite wird keine andere Wahl haben, als dieses Recht zu akzeptieren“, fügte er hinzu.Das am Mittwoch geschlossene Rahmenabkommen sieht vor, innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung für einen Frieden zu schließen. Konflikt im Libanon ist für Iran wichtiger VerhandlungspunktEine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich bereits für Freitag angedacht. Es fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt. Lesen Sie auchDer Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte am Sonntag, der anhaltende Konflikt im Libanon zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel werde bei den Verhandlungen zu den wichtigsten Punkten zählen, gemeinsam mit Themen wie den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten und dem Verkauf iranischen Öls. „Das zionistische Regime verletzt weiterhin seine Verpflichtungen im Libanon, diese Angelegenheit wird bei den heutigen Gesprächen das wichtigste Thema sein“, sagte Bakaei in einem von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Video.Lesen Sie auchDas besagte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht eine Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Der Iran hatte darauf bestanden, dass die Vereinbarung mit den USA eine Einstellung der Kämpfe im Libanon umfasst. Dennoch gingen die Kämpfe in dem Land zunächst unvermindert weiter. Weder Israel noch die Hisbollah waren an dem Rahmenabkommen beteiligt. Bakaei sagte am Sonntag, seit Samstag herrsche eine „zerbrechliche Waffenruhe“. Im Onlinedienst X schrieb er, ohne eine Umsetzung des im Rahmenabkommen festgelegten Ende des Krieges an allen Fronten sei es „nicht möglich, in die Phase von Verhandlungen zu einem abschließenden Abkommen einzutreten.“ Zu den Verhandlungen in dem Schweizer Luxushotel Bürgenstock sagte Bakaei weiter, die Treffen würden zunächst mit den Vermittlern stattfinden und dann am Nachmittag gemeinsam mit allen beteiligten Seiten. „Das heißt, dass die Delegationen aller vier Länder gemeinsam in einem Raum anwesend sein werden“, führte er aus. Zudem sollen sich die Gespräche um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Die Straße von Hormus blieb unterdessen weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Am frühen Morgen war US-Vizepräsident Vance in Begleitung seiner Frau Usha auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen. Vance hatte zuvor erklärt, dass er voraussichtlich einige Tage für Friedensverhandlungen mit dem Iran in der Schweiz sei. dpa/Reuters/AFP/krott/coh
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Die USA und der Iran verhandeln in der Schweiz über ein Ende des Kriegs, eingefrorene Vermögen und Handelswege. US-Vizepräsident J.D. Vance ist vor Ort, während Teheran Gesprächsbereitschaft beim Thema Urananreicherung signalisiert.













