Eigentlich waren sie gekommen, um über die vermeintlich schwierigen Dinge zu verhandeln, über Zentrifugen und den Anreicherungsgrad von Uran. Am Sonntag aber müssen sich der mittlerweile am Vierwaldstättersee nahe Luzern eingetroffene US-Vizepräsident J. D. Vance und der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erst einmal mit einem ganz anderen Problem beschäftigen, das vor allem in Washington bislang eher eine Nebenrolle spielte, im Vergleich zu den technisch komplizierten Atomfragen: die Lage in Libanon. Die Iraner hatten am Samstag klargemacht, dass es ohne eine Waffenruhe dort kein Abkommen geben werde, und nach erneuten israelischen Angriffen die Straße von Hormus gesperrt.