«Wirtschaftsweiser» fordert gesetzliche Krankenkasse für Beamte ++ Iran wirft den USA Verstoss gegen Waffenruhe vor ++ Zug kollidiert in Belgien mit Schulbus26.05.2026, 17.00 Uhr4 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: In den meisten Demokratien würde ein Staatschef, der hochbrisante diplomatische Angelegenheiten an Familienmitglieder und Geschäftspartner auslagert, empörte Reaktionen hervorrufen. Der amerikanische Präsident Donald Trump stiess damit jedoch auf keinen nennenswerten Widerstand. Die langfristigen Folgen von Trumps Günstlingswirtschaft dürften gravierend sein, schreibt der emeritierte Professor und Autor Brahma Chellaney. Zum «NZZ Pro»-GastkommentarOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am Abend«Wirtschaftsweiser» will Beamte in gesetzliche Krankenkasse einbeziehenDas ist passiert: Der Ökonom und «Wirtschaftsweise» Achim Truger fordert, dass Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Truger hat in einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland als ungerecht kritisiert. Mit der Einbeziehung von Beamten würden laut Truger Staatsbedienstete stärker in die Solidargemeinschaft eingebunden. Sonst drohe ein Zweiklassensystem. Truger stellte zudem infrage, ob es überhaupt so viele Beamte brauche. Er ist Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Zum BerichtDas ist der Hintergrund: Die zwei Millionen Beamten in Deutschland sind in der Regel privat und nicht gesetzlich krankenversichert. Die Kosten der Gesundheitsversorgung für die Empfänger von Grundsicherung müssen zu einem grossen Teil von den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Privatversicherte – unter ihnen Beamte – beteiligen sich nicht daran.Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sollen trotz amerikanischen und israelischen Angriffen weitergehenDas ist passiert: Iran wirft den USA einen Verstoss gegen die Waffenruhe vor. Am Montagabend haben die USA Ziele in Iran angegriffen. Es wurden iranische Minenleger in der Strasse von Hormuz sowie Raketenabschussrampen in Südiran bombardiert. Ausserdem hat Israel angekündigt, seine Angriffe auf den Hizbullah in Libanon auszuweiten. Trotzdem finden in Katar nach wie vor Verhandlungen für ein Kriegsende statt. Der amerikanische Aussenminister Marco Rubio sagte am Dienstag, die Verhandlungen würden wohl noch mehrere Tage andauern. Es liege etwas «ziemlich Konkretes auf dem Tisch». Zum BerichtDarum ist es wichtig: Die Angriffe könnten eine Übereinkunft gefährden. Noch scheinen die beteiligten Parteien eine vollständige Rückkehr zum Krieg zu scheuen. Aber sie sind nicht zu Zugeständnissen für einen langfristigen Waffenstillstand oder gar einen Frieden bereit. Falls ein Durchbruch in den nächsten Tagen ausbleibt, besteht die Gefahr, dass die derzeitige Situation in der Region andauert: ein schwelender Konflikt, der immer wieder aufflammt.Weiterer Hintergrund zum Iran-KriegIran verlangt Schutzgeld für Unterseekabel in der Strasse von Hormuz: Das Regime will Gebühren für die Nutzung unterseeischer Glasfaserkabel erheben. Damit droht es der gesamten Golfregion wirtschaftlich zu schaden. Zum «NZZ Pro»-HintergrundDie neuesten Entwicklungen zum Krieg finden Sie in unserem Live-Ticker.Was sonst noch passiert istRussland droht der Ukraine mit einer Eskalation und ruft zur Evakuation ausländischer Botschaften in Kiew auf: Nach dem schweren Raketenangriff auf Kiew kündigt Moskau systematische Schläge auf Rüstungsfabriken und «Entscheidungszentren» an. Die Drohung zeigt, dass Russlands Truppen an der Front feststecken. Zum BerichtIn Belgien ist ein Zug mit einem Schulbus kollidiert: Im Bus befanden sich sieben Kinder und zwei Erwachsene. Vier Insassen sind laut den belgischen Behörden ums Leben gekommen, zwei von ihnen Kinder. Der Schulbus wurde für die Beförderung von Sonderpädagogikschülern genutzt. Zum BerichtDie Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den deutschen Schauspieler Christian Ulmen: Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes wirft ihm vor, gefälschte Social-Media-Profile in ihrem Namen erstellt und pornografische Inhalte verschickt zu haben. Ausserdem soll Ulmen ihr gegenüber gewalttätig gewesen sein. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft beziehen sich vorerst nur auf Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Zum BerichtDer Saxofonist Sonny Rollins ist tot: Der amerikanische Jazzmusiker ist am Montag im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in New York verstorben. Rollins gilt als einer der bedeutendsten Tenorsaxofonisten aller Zeiten. Er war ein freundlicher, bescheidener Mensch. Zum NachrufUnsere Empfehlung für «NZZ Pro»-AbonnentenCFoto / Future Publishing / GettyFirmen anlocken: Die Tropeninsel Hainan ist das chinesische Monaco. Chinas Regierung errichtet dort eine riesige Freihandelszone: keine Zölle, rekordverdächtig niedrige Steuern, einfache Genehmigungsverfahren. Aber bis jetzt siedeln sich auf Hainan vor allem kleinere und weniger personalintensive Firmen an, die vom Tourismus profitieren wollen. Zum HintergrundMit dem Premium-Newsletter «NZZ Pro» haben Sie einen Blick voraus auf Weltwirtschaft und Geopolitik. Jetzt 30 Tage kostenlos testen. Zur AnmeldungDas empfehlen wir heuteEugene Hoshiko / APChips in Schwarz-Weiss: Japan ist stark abhängig von Erdöl aus der Golfregion. Für eine Krise gab es aber lange kaum Anzeichen. Nun löst ausgerechnet ein Kartoffelchips-Hersteller eine breite Diskussion über mögliche Versorgungsengpässe aus: Die Firma verzichtet vorerst auf farbige Verpackungen, weil angeblich der auf Öl basierende Rohstoff für die Druckfarbe knapp ist. Zum HintergrundIkone an der Trompete: Der Jazzmusiker Miles Davis wäre heute 100 Jahre alt geworden. Er hat mehrere Kapitel der Jazzgeschichte mitgeschrieben und zahlreiche junge Musiker gefördert. Aber Davis hatte auch dunkle Seiten. Zum HintergrundUnter anderer Flagge: Der Eiskunstläufer Jewgeni Pljuschtschenko war einst ein Star in internationalen Eishallen. Später fiel er mit seinen Huldigungen an Wladimir Putin auf. Nun startet Pljuschtschenkos Sohn Alexander für Aserbaidschan und umgeht damit die Sanktionen gegen russische Sportler. Russische Patrioten nennen Jewgeni Pljuschtschenko deshalb einen Verräter. Zum HintergrundBevor Sie weitergehen🎧 Hören: Aliko Dangote ist der reichste Mann Afrikas. Er hat mit seiner Raffinerie Nigerias Wirtschaft revolutioniert. Die Iran-Krise spült zusätzliche Milliarden ins Land. Dangote will aber Grösseres für die Wirtschaft in Afrika, wie unser Korrespondent Samuel Misteli in «NZZ Akzent» erklärt. Zum Podcast🛎️ Entdecken: Was macht das Leben schöner? Die Redaktion von «NZZ Bellevue» liefert Ihnen im Newsletter «Concierge» handverlesene Empfehlungen für besondere Restaurants, stilvolle Hotels, spannende Ausflüge und Dinge von bleibendem Wert. Jeden Mittwoch direkt in Ihrem Postfach. Zur AnmeldungIch wünsche Ihnen einen sonnigen Abend.Jana SchmidDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. 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