Das Wichtigste am Morgen: Eskalation an der Strasse von Hormuz ++ ungenutzte Chance der Schweiz in den Zollverhandlungen mit den USA ++ Koalas im Zürcher Zoo nehmen den Sommer gelassen14.07.2026, 06.01 Uhr5 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: Der deutsche Cartoonist Gerhard Glück hat für viele grosse Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage gearbeitet. Mit seinen Bildern hat Glück 33 Jahre lang auch das «NZZ Folio» geprägt. Nun hört der Meister der liebenswürdigen Gnadenlosigkeit auf. Er erzählt, wie er in die komische Kunst gerutscht ist und weshalb seine Farben gerade vertrocknen. Zum InterviewOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am MorgenUS-Blockade der Strasse von Hormuz: Iran und die USA steuern auf die nächste Eskalation zuDas ist passiert: Am Montag hat US-Präsident Donald Trump eine erneute Blockade der Strasse von Hormuz für iranische Schiffe und «Kunden» des Regimes erklärt. Zudem würden die USA als «Hüter der Strasse von Hormuz» von nun an eine «Erstattung in Höhe von 20 Prozent aller beförderten Fracht» einfordern. Details zu der Massnahme, die schwer abzuschätzende wirtschaftliche Folgen für den Ölhandel hätte, blieben zunächst unklar. Zum BerichtDarum ist es wichtig: Seit einer Woche herrscht in Iran faktisch wieder Krieg. Der Mitte Juni ausgehandelte Waffenstillstand sei hinfällig geworden, hatte Donald Trump vergangene Woche erklärt. Laut eigenen Angaben haben die US-Streitkräfte seither mehr als 300 Ziele getroffen, hauptsächlich militärische Anlagen bei der Strasse von Hormuz. Iran hat seinerseits am Samstag ein unter zypriotischer Flagge stehendes Containerschiff angegriffen.Das ist der Hintergrund: In der Strasse von Hormuz zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel steht der Verkehr seit Monaten weitgehend still. Bevor dieses Nadelöhr des Welthandels wieder geöffnet werden kann, müssen iranische Seeminen geräumt werden. Doch ob die Räumungsaktion gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Zur «NZZ Pro»-AnalyseAlle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg lesen Sie hier.Die Schweiz hat in den Zollverhandlungen mit den USA einen Penalty verschenktDas ist passiert: Bisher hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump nicht in ein Handelsabkommen mit der Schweiz eingewilligt. Experten glauben, dass der Bundesrat den USA Zugeständnisse hätte machen können, um den Abschluss des Abkommens zu beschleunigen. So hätte der Bundesrat mit der Zusage, amerikanische Medtech-Produkte unbürokratisch zuzulassen, in den Verhandlungen mit der Trump-Regierung punkten können. Zum BerichtDarum ist es wichtig: Medizintechnik, die von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA bewilligt wurde, sollte rasch auch in der Schweiz zugelassen werden, fordern Vertreter der Branche. Dies wäre ein Penalty in den Verhandlungen mit den USA gewesen – doch der Bundesrat hat ihn nicht genutzt. Die zuständigen Ämter bremsen, die politischen Verfahren brauchen noch ein Jahr Zeit. Wie die Lage im Zollstreit mit den USA in zwölf Monaten aussehen wird, weiss indessen niemand.Was sonst noch passiert istMachtkampf in der EU um Israels Siedlungspolitik: Eine Mehrheit der EU-Staaten befürwortet ein Importverbot für Produkte aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland. Doch nun ist um die Sanktionen ein Machtkampf zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas ausgebrochen. Zum BerichtPeter Magyar lässt Staatspräsident Sulyok mit einer Verfassungsänderung absetzen: Das ungarische Parlament hat Staatspräsident Tamas Sulyok des Amtes enthoben. Ministerpräsident Peter Magyar wirft ihm vor, eine «Marionette» seines Amtsvorgängers Viktor Orban zu sein. Dessen Partei spricht von einem Angriff auf die Demokratie. Zum BerichtIn Südarabien könnte eine zweite Front im Nahost-Krieg drohen: Am Montag ist es am Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa zu schweren Luftangriffen gekommen. Die dort herrschende schiitische Miliz der Huthi macht Saudiarabien verantwortlich. Die Huthi sind Verbündete Irans, halten sich bis anhin aber aus dem Nahost-Krieg heraus. Zum BerichtTrotz neuem Parlament ist Syrien weit von einer Demokratie entfernt: Die Abgeordneten des neuen syrischen Parlaments sind zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Doch ihre Wahl verlief alles andere als demokratisch. Präsident Ahmed al-Sharaa braucht das jedoch nicht zu stören. Denn sein neues Syrien ist bis anhin nur eine Scheindemokratie. Zum KommentarRegelmässig sorgen unbekannte Drohnen auch über kritischen Infrastrukturen in der Schweiz für Aufregung: Verdeckte Angriffe, etwa mit Drohnen, sind eine wachsende Bedrohung für Europa. Der ETH-Forscher Ivo Capaul hat solche hybride Aktionen analysiert und mahnt: In viele Fällen sei unklar, ob es sich tatsächlich um Angriffe Russlands gehandelt habe. Zum BerichtBesonders die Koalas im Zürcher Zoo nehmen den Hitzesommer gelassen: Die Beuteltiere schwitzen nicht, trinken kaum und bleiben trotzdem immer cool. Sie ruhen aber auch bis zu 20 Stunden am Tag und meistern damit das Energiesparen. Anders ist die Lage bei den Königspinguinen. Sie müssen in einem gekühlten Raum bleiben. Zum BerichtSuiziddrohung löst Grosseinsatz in Winterthur aus: Am Montagabend hat die Stadtpolizei Winterthur einen 82-jährigen Schweizer nach einer Suiziddrohung in Sicherheit gebracht. Der Mann sei laut Angaben der Stadtpolizei in ärztliche Betreuung übergeben worden. Ein Polizist sei bei dem Einsatz leicht verletzt worden. Zu den Polizeimeldungen aus ZürichDas empfehlen wir heuteKevin Frayer / GettyAus der Traum: China hat sich verändert. Die Jahre des zweistelligen Wachstums, des schnellen Reichtums sind vorbei. In der Hauptstadt Peking ist das spürbar: Die Elite verliert den Glauben an den Fortschritt. Die Vermögenden spritzen sich Botox und versuchen, sich mit Versicherungen gegen die Krisen des Lebens zu schützen. Es geht nun ums Bewahren, wie Gespräche mit Vertreterinnen der oberen Mittelschicht zeigen. Zur ReportageGefährliche Kräfte: Bei Fussballspielen kommt es immer wieder zu schlimmen Verletzungen. Häufig handelt es sich dabei um Gehirnerschütterungen oder gebrochene Knochen. Bei Eckbällen ist die Gefahr eine andere, denn vor dem Tor kommt es oft zu einem Handgemenge. Dann steigt die Gefahr für das Auge durch fremde Finger oder Ellenbogen. Zur Kolumne «Hauptsache, gesund»Sicherheit statt Soft Power: In den Hinterzimmern der chinesischen Regierung hat ein Umdenken eingesetzt. Früher standen für Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die «nie da gewesenen Möglichkeiten» von KI im Vordergrund. Jetzt warnt er vielmehr vor den Gefahren der neuen Technologie für sein Land. Zum «NZZ Pro»-HintergrundUnsere Empfehlung für «The Market»-AbonnentenDas sind die Aktienfavoriten der Schweizer Fondsmanager:Die Anlageprofis setzen im zweiten Quartal auf Bewährtes und bauen ihre Positionen insbesondere im Medtech-Bereich und bei Aktien von Pharmazulieferern aus. Zu den Favoriten gehören aber auch weiterhin die KI-Profiteure Accelleron und Inficon. Zur AnalyseBevor Sie weitergehen🎧 Hören: Finnland kämpft mit einer anhaltenden Wirtschaftskrise und strukturellen Problemen auf dem Arbeitsmarkt. In der Kleinstadt Heinola zeigen sich die Folgen davon besonders deutlich. «Die Probleme werden eher gemanagt als gelöst», sagt die Nordeuropa-Korrespondentin Linda Koponen in «NZZ Akzent». Sie hat Heinola besucht und viele junge Erwachsene getroffen, die trotz unzähligen Bewerbungen keinen Job finden. Zum Podcast🖼️ Besuchen: Paris entdeckt die pastorale und alpine Bildwelt des Schweizer Künstlers Giovanni Segantini im Musée Marmottan Monet. Es handelt sich um die erste Segantini-Ausstellung in der französischen Hauptstadt. Zur RezensionWir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.Thomas Milz, Natalie Mayroth und Lillybelle EiseleDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.