Das Wichtigste zum Start in den Tag: Schweiz soll steuerlich attraktiver werden ++ 10-Millionen-Initiative würde für mehr Grenzgänger sorgen ++ Silicon Valley kann echte KI-Regulierung verhindern03.06.2026, 05.59 Uhr5 LeseminutenDas lesen Sie nur in der NZZ: Der Mann, der vergangene Woche in Winterthur auf mehrere Passanten eingestochen hat, ist ein Einzeltäter. Einer der Sorte, die die Geheimdienste und Strafverfolger häufig übersehen. Die Spur nach dem mutmasslichen Terrorakt führt in die Islamistenszene. Es ist ein radikales Milieu, dem es noch immer gelingt, junge Männer und Frauen in der Schweiz in seinen Bann zu ziehen. Zum HintergrundOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Wichtigste am MorgenDas Parlament will die Unternehmen entlastenDas ist passiert: Der Nationalrat hat zu Beginn der Sommersession drei Vorstösse debattiert, die den Schweizer Wirtschaftsstandort stärken sollen. Die Schweiz soll steuerlich attraktiver werden und Regulierungskosten senken. Von diesen Vorstössen könnten multinationale Unternehmen und KMU profitieren. Zum BerichtDarum ist es wichtig: Das Parlament hat dem Bundesrat eine Stossrichtung vorgegeben, wie es den Wirtschaftsstandort stärken möchte. Die amerikanische Zollpolitik und negative Folgen der OECD-Mindeststeuer scheinen derzeit wirtschaftsliberale Mehrheiten zu begünstigen.Das ist der Hintergrund: Die Stimmung unter den Schweizer Unternehmen ist so pessimistisch wie seit 2021 nicht mehr. Laut dem NZZ-KMU-Barometer ist die Mehrheit zwar operativ resilient, doch fallen vielen Firmen strategische Anpassungen zunehmend schwer. Sich ständig auf neue Schwierigkeiten einzustellen, ist einfacher gesagt als getan. Zum BerichtGrenzgänger prägen Leben und Arbeit in Genf und AnnemasseDas ist passiert: Fast zwei Drittel der Bevölkerung von Annemasse arbeiten in der Schweiz, vor allem im benachbarten Genf. Nun fürchtet die französische Grenzstadt, dass die Zahl der Grenzgänger bei einer Annahme der 10-Millionen-Initiative der SVP noch zunehmen könnte. Statt weniger Stau auf den Strassen und Überfüllung in Zügen, wie es die SVP fordert, dürfte das Gegenteil eintreten. Zur ReportageDarum ist es wichtig: Experten gehen davon aus, dass Arbeitgeber bei einer Annahme der Initiative noch stärker auf Grenzgänger setzen werden. Bereits jetzt überqueren täglich rund 413 000 Personen die Grenze, um in der Schweiz zu arbeiten. Allein in der Genferseeregion sind es 170 000. Wegen der langanhaltenden Wohnungskrise in Genf ziehen längst auch Schweizer nach Frankreich, behalten aber ihre Arbeit im Heimatland.Was sonst noch passiert istBritische Rechte mobilisieren, nachdem die Polizei ein Opfer für den Täter hielt: Nach einer tödlichen Messerattacke eines Sikhs haben Beamte das sterbende Opfer fälschlicherweise als Täter behandelt, statt ihm zu helfen. Premierminister Keir Starmer nannte den Vorfall «schrecklich» und «schockierend». Weil der Getötete weiss war, nutzen rechtsradikale Aktivisten, Elon Musk und der Politiker Nigel Farage den Fall für ihre Agenda. Zum BerichtDonald Trump setzt bei neuer KI-Verordnung auf Freiwilligkeit: Die US-Regierung soll künftig für 30 Tage einen ersten Blick auf neue KI-Modelle werfen dürfen, um sicherzustellen, dass diese nicht die Sicherheit des Landes gefährden. Allerdings basiert das auf Freiwilligkeit. Verstossen Firmen dagegen, drohen ihnen keine Konsequenzen. Zum BerichtNach tödlichen Protesten hat ein kenyanisches Gericht den Baustopp für ein US-Ebola-Zentrum verlängert: Die Regierung muss nun Vereinbarungen mit Washington offenlegen. Möglicherweise mit Ebola infizierte Amerikaner auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Kenya zu behandeln, löste heftigen Widerstand aus. Zwei Menschen kamen ums Leben. Zum BerichtBill Pulte wird neuer US-Geheimdienstkoordinator: Der Chef der staatlichen Wohnfinanzierungsbehörde hat keine Erfahrung mit Geheimdiensten, ist aber dafür bekannt, Trumps politische Gegner öffentlich anzugreifen. Er wird kommissarischer Nachfolger von Tulsi Gabbard, die ihr Amt Ende Juni niederlegt. Zu den neusten EntwicklungenSpaniens Regierungschef scheint immun gegen Korruptionsskandale: Pedro Sánchez bleibt im Amt, da niemand stark genug ist, den Sozialisten zu stürzen. Sowohl seine Partei als auch die Koalitionspartner sind von ihm abhängig – und die Opposition ist in Bezug auf Korruption kaum glaubwürdiger. Zum KommentarBerkshire Hathaway wagt den ersten grossen Zukauf seit dem Rückzug von Warren Buffett: Die amerikanische Beteiligungsgesellschaft übernimmt den Häuslebauer Taylor Morrison für 8,5 Milliarden Dollar. CEO Greg Abel setzt damit auf eine Erholung des angeschlagenen Immobilienmarkts in den USA. Zum BerichtAxiom Space eröffnet eine Tochtergesellschaft in Luzern: Das amerikanische Raumfahrtunternehmen, das kommerzielle Flüge zur internationalen Raumstation organisiert und in den kommenden Jahren die erste private Station in die Erdumlaufbahn bringen will, expandiert erstmals nach Europa. In Luzern sollen insbesondere Technologien entwickelt werden, um mehr Rechenkapazität im Orbit verfügbar zu machen. Zu den Meldungen aus der WirtschaftDas empfehlen wir heuteFoto: Karin HoferÄchzendes Gewerbe: Am 14. Juni stimmt Zürich über die Wohnschutzinitiative ab. Der Mieterverband fordert, dass Gemeinden Wohnungssanierungen an Mietendeckel knüpfen dürfen. Das soll Leerkündigungen verhindern. Die Gegner warnen, dass dann kaum noch saniert würde. Die Mitinhaberin eines Zürcher Küchenbauers befürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen, wenn die Initiative kommt. Zur ReportageWichtiger Botschafter: Murat Yakin will als Trainer mit dem Schweizer Fussball-Nationalteam die beste Weltmeisterschaft der Geschichte spielen. Er erklärt, wie er im Turniermodus funktioniert – und was hinter seinem Mut zum Risiko steckt. Über die Gruppenphase sagt Yakin: «Es wird ein hartes Stück Arbeit.» Zum InterviewArchitekt des Bitcoins: Seit Monaten verliert der Bitcoin an Wert. Die Investoren träumen dieser Tage von KI, nicht von Krypto. Trotzdem will Adam Back mit seiner Firma an die Börse. Er ist Krypto-Pionier und Wegbegleiter des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto. Back glaubt an das digitale Gold und hält die Bedrohung durch Quantencomputer für übertrieben. Zum «NZZ Pro»-HintergrundUnsere Empfehlung für «The Market»-AbonnentenNach den Boomjahren gilt es wählerisch zu werden: Nach lange überdurchschnittlicher Entwicklung schwächeln Schweizer Versicherungsaktien. Sinkende Tarife im Rückversicherungsgeschäft, Verunsicherung durch KI und Fragen zur Nachhaltigkeit der Dividendenkraft belasten die Aktien. Doch das eröffnet auch Chancen. Zur AnalyseBevor Sie weitergehen🎧 Hören: Auch nach dem Ende der Sowjetunion, deren Teil Armenien war, blieb die Faszination für Schach im Land ungebrochen. Heute ist es in Armenien Nationalsport und obligatorisches Schulfach. Auslandredaktorin Jana Kehl erklärt in «NZZ Akzent», dass sich viele von dem Brettspiel eine bessere Zukunft erhoffen. Schach soll junge Leute resilienter machen und zu einer anständigen Karriere verhelfen. Zum Podcast🎥 Sehen: Die neue, achtteilige Marvel-Serie «Spider-Noir» verlegt den Spider-Man-Mythos ins New York der 1930er Jahre und verbindet Film-noir-Atmosphäre mit einer Superheldengeschichte. Im Zentrum steht der desillusionierte Privatdetektiv Ben Reilly, gespielt von Nicolas Cage. Er wirkt fast so überzeugend wie Humphrey Bogart. Zur RezensionWir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.Klaus Bardenhagen, Natalie Mayroth, Maurice Koepfli und Lillybelle EiseleDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.
Briefing am Mittwochmorgen
Das Wichtigste zum Start in den Tag: Schweiz soll steuerlich attraktiver werden ++ 10-Millionen-Initiative würde für mehr Grenzgänger sorgen ++ Silicon Valley kann echte KI-Regulierung verhindern







