Affoltern soll ans Zürcher Tramnetz angeschlossen werden. Die Grünen sind gegen das ÖV-Projekt, doch was sagt die Stimmbevölkerung?Am Sonntagnachmittag werden die Resultate aus den ersten Stadtkreisen erwartet.14.06.2026, 14.00 Uhr2 LeseminutenDas Tram Affoltern könnte dereinst den Bus 32 auf der Wehntalerstrasse – hier durch die Fensterscheibe des Trams fotografiert – ersetzen.Gaëtan Bally / KeystoneDie einen in Affoltern träumen von besseren Verbindungen in die Stadt und mehr Urbanität im verschlafenen Stadtquartier. Die anderen sorgen sich um Bäume, Vorgärten und Parkplätze, die dem Projekt zum Opfer fallen werden. Denn die Wehntalerstrasse muss dazu um über sechs Meter verbreitert werden. Rund hundert Einsprachen wurden gegen das Projekt eingereicht. Und die Sache ist nicht nur im Quartier umstritten. Auch Parteien und Organisationen, die ÖV-Projekte gemeinhin befürworten, lehnen das Tram Affoltern ab – darunter die AL und die Grünen sowie die Zürcher Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS). Ebenfalls gegen das Projekt ist die SVP.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die grosse Frage vor dem Abstimmungssonntag war also: Was bedeutet das für das Tram Affoltern? Wird das Projekt, das seit bald zwanzig Jahren in Planung und seit Jahrzehnten in Diskussion ist, am Ende an der Urne scheitern?Affoltern hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, vom dörflichen Aussenquartier zu einem der grossen städtischen Entwicklungsgebiete. Lebten vor zwanzig Jahren noch gut 18 000 Menschen in diesem Stadtteil, sind es nun schon bald 30 000, und das Wachstum soll in den nächsten Jahren gemäss Prognosen der Stadt weitergehen.Und das ist auch der Hauptgrund, warum der öffentliche Verkehr im Quartier ausgebaut werden soll. Konkret sieht das Projekt eine vier Kilometer lange Gleisstrecke auf der Wehntalerstrasse vor. Das Tram soll im 7,5-Minuten-Takt auf einem teilweise begrünten Eigentrassee in der Mitte der Strasse fahren. Es ersetzt auf dieser Strecke die Buslinie 32, die heute schon stark ausgelastet ist. Das Tram soll 50 Prozent mehr Kapazität bieten und Affoltern direkt mit dem Hauptbahnhof verbinden.Es wird mit Kosten von rund 465 Millionen Franken gerechnet, von denen die Stadt 99,1 Millionen, der Kanton 365,5 Millionen übernimmt. Da die Stadt im Rahmen des Projekts 60 Millionen freiwillig in den kantonalen Verkehrsfonds einzahlt, geht es in der Abstimmung um einen Kredit von 159,1 Millionen Franken. Wird die Vorlage angenommen und läuft das Projekt nach Plan, soll das Tram ab 2031 nach Affoltern fahren.Passend zum Artikel
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Am Sonntagnachmittag werden die Resultate aus den ersten Stadtkreisen erwartet.











