Live-TickerStellvertreter im Kantonsrat, Parkplatz-Kompromiss, EWZ-Bonus für alle: Über diese Vorlagen stimmt Zürich heute abAm Mammut-Abstimmungssonntag stellen Stadt und Kanton die Weichen für die Zukunft. Es wird eine hohe Stimmbeteiligung erwartet. Die neusten Resultate im Live-Ticker.14.06.2026, 11.28 Uhr4 LeseminutenEin SUV in der Blauen Zone: Der Abbau von Parkplätzen soll gestoppt werden. Das fordert eine Initiative, über welche die Stadtzürcher am Sonntag abstimmen.Claudio Thoma / KeystoneDas Wichtigste in KürzeZürich stimmt über diverse Vorlagen ab. Die erste kantonale Hochrechnung wird um 12 Uhr erwartet.Wir berichten live über alle Wohnvorlagen (zum Artikel) und über die Stopp-Prämienschock-Initiative (zum Artikel) sowie über das Tram Affoltern. Die übrigen Vorlagen finden Sie in diesem Ticker.Wegen der 10-Millionen-Initiative dürfte die Stimmbeteiligung hoch ausfallen. Derzeit beträgt der Stand der brieflichen Stimmabgabe in der Stadt Zürich 55,6 Prozent.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Darüber stimmen die Zürcher ab:Kantonale Vorlage:Vertretung von KantonsratsmitgliedernKünftig sollen sich Mitglieder des Kantonsrats vertreten lassen können. Das heisst, wenn jemand wegen Mutterschaft, Krankheit oder Unfall ausfällt, kann eine Ersatzperson auf der gleichen politischen Liste für eine bewilligte Vertretungsdauer einspringen. Der Kantonsrat hat hierfür das Gesetz über die Vertretung von Parlamentsmitgliedern beschlossen. Damit es in Kraft treten kann, bedarf es einer zusätzlichen Änderung der Kantonsverfassung.Sitze sollen nicht leer bleiben. Die kantonale Vorlage will, dass sich eine Politikerin im Mutterschaftsurlaub durch eine Ersatzperson vertreten lassen kann.Michael Buholzer / KeystoneStadtzürcher VorlagenInitiative «Parkplatz-Kompromiss Ja»Die Initiative will verhindern, dass die Stadt im grossen Stil Parkplätze in den Quartieren abbaut. Wird sie angenommen, darf die Stadt Parkplätze auf öffentlichem Grund nur noch aufheben, wenn sie im selben Quartier Ersatz schafft. Damit soll die Zahl der öffentlich zugänglichen Parkplätze auf den Stand vom 1. Januar 2025 eingefroren werden.Verlängerung ZentralwäschereiDie Stadt Zürich will die Zwischennutzung der Zentralwäscherei im Kreis 5 für knapp acht Millionen Franken verlängern. In dem Gebäude sind ein alternatives Kulturzentrum, eine Sporthalle, Ateliers, mehrere Werkstätten und Arbeitsräume untergebracht. Ab 2035 wird auf dem Areal ein neuer Stadtteil gebaut.Das alternative Kulturzentrum Zentralwäscherei sorgte immer wieder für negative Schlagzeilen.Karin Hofer / NZZSeeaufschüttungenEnde 2026 laufen kantonale Konzessionen für mehrere städtische Hafenanlagen aus. Neue Konzessionen gibt es nur, wenn für die ökologischen Beeinträchtigungen dieser Anlagen woanders unter Wasser geeignete Ersatzmassnahmen getroffen werden. Die Stadt Zürich will in diesem Zusammenhang für 69 Millionen Franken Flachwasserzonen und somit neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Geschehen soll dies durch sogenannte Seeaufschüttungen und Aufwertungen der Uferzonen.EWZ-Bonus für alleDie Volksinitiative der Alternativen Linken (AL) verlangt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) allen Haushalten und kleineren Betrieben einen einmaligen Bonus ausbezahlt. Dieser beträgt total 80 Millionen Franken, was pro Empfänger 340 Franken ausmachen würde. Das Geld soll das EWZ aus dem Gewinn des Jahres 2024 herauslösen.Taxen in AlterszentrenDie Zürcher Stadtregierung hat 2024 erstmals seit neun Jahren die Preise der städtischen Alterszentren angehoben, dies wegen gestiegener Kosten. Das Stadtparlament intervenierte, da es die durchschnittliche Erhöhung um 6200 Franken pro Jahr zu hoch fand. Das Parlament entschied in diesem Zuge, in Zukunft anstelle der Stadtregierung selbst die Preise festzusetzen. Dieser Beschluss kommt nun zur Abstimmung.Dass er eine Reihe problematischer Folgen hat, hat sich bereits erwiesen: Erstens werden die Preise der städtischen Zentren mit öffentlichen Geldern künstlich tief gehalten. Zweitens geraten diese dadurch in einen Vorteil gegenüber den gemeinnützigen privaten Heimen, die fast die Hälfte aller Plätze in der Stadt bereitstellen. Und drittens versucht die linke Mehrheit im Parlament, dieses Folgeproblem zu lösen, indem sie künftig auch die privaten Zentren finanziell stützen will.Gesundheitszentrum Herzogenmühle: Wie hoch die Taxen sind, welche Betagte bezahlen sollen, darüber entscheiden die Stimmberechtigten.Gaëtan Bally / KeystoneRahmenkredit von 2,3 Milliarden für thermische NetzeDie Stadt Zürich braucht für den grossflächigen Ausbau der Fernwärme einen Rahmenkredit von 2,3 Milliarden Franken. Diese spiele eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu Netto-Null, wie die Stadt im Abstimmungsbüchlein festhält. Der neue Rahmenkredit ersetzt die zwei bisherigen Rahmenkredite.Recyclingzentrum Juch-ArealDer Recyclinghof Hagenholz schloss 2024. Ersetzen soll diesen ein neues Recyclingzentrum auf dem Juch-Areal in Zürich Altstetten. Die Ausführung nach dem Re-use-Prinzip startet schon bald, im Sommer 2026. Der Neubau kostet 33,1 Millionen Franken.JugendwohnkreditDer letzte Jugendwohnkredit stammt aus dem Jahr 2010 und betrug 20 Millionen Franken. Dieses Geld ist heute ausgeschöpft. Mit einem neuen Rahmenkredit von 40 Millionen Franken will die Stadt gemeinnützige Wohnbauträgerschaften weiterhin unterstützen. Mit zinslosen Darlehen können diese neue Gebäude bauen, renovieren oder Wohnraum kaufen. Mit den Darlehen können die Mieten für Jugendliche und junge Erwachsene um 25 Prozent gesenkt werden.Schulen Höckler und UtogrundUm den Bedarf an Schulraum im Gebiet Manegg abzudecken, benötigt die Stadt Zürich eine zusätzliche Schulanlage für Primar- und Sekundarklassen. Die Stadt übernimmt ein Areal an der Allmendstrasse im Baurecht. Der Neubau bietet Platz für 400 Schülerinnen und Schüler. Im Sommer 2032 soll der Schulbetrieb beginnen. Der Neubau kostet 141 Millionen Franken.Auch in Albisrieden besteht Bedarf an Schulraum. Bei der Schulanlage Utogrund soll ein Ersatzneubau realisiert werden, der Platz für 400 Schülerinnen und Schüler bietet. Gleichzeitig soll die angrenzende, intensiv genutzte Sportanlage saniert werden. Die Anlage soll im Sommer 2031 fertiggestellt werden. Sie kostet 138 Millionen Franken.Übertrag des Grundstücks Heidi-Abel-Weg ins VerwaltungsvermögenDie Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) will in den nächsten zehn Jahren 1000 zusätzliche Alterswohnungen schaffen. Auf einem städtischen Grundstück in Seebach plant sie eine neue Siedlung: Am Heidi-Abel-Weg entstehen 115 Alterswohnungen. Die Stadt gibt der SAW das Grundstück im Baurecht ab. Dafür muss sie es vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen übertragen. Der Übertrag des Grundstücks ist aus finanzrechtlicher Sicht eine Ausgabe. Diese kostet 20,1 Millionen Franken. Darüber entscheiden die Stimmberechtigten.Passend zum Artikel