Angriffe in Nahost treiben Ölpreis kräftig anDer Ölpreis ist ​nach neuen Angriffen in Saudi-Arabien und ⁠im Persischen Golf um mehr als drei Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte ‌Brent verteuerte sich um 3,62 Dollar auf 108,23 Dollar. Der Preis für ein ‌Fass ‌der US-Sorte WTI stieg um 3,15 Dollar auf 103,20 Dollar. Hintergrund ist unter anderem ​ein Drohnenangriff auf die ⁠bedeutende saudische Ost-West-Ölpipeline. Deren Betrieb sei als Vorsichtsmaßnahme vorübergehend eingestellt worden, ​teilte das saudische Energieministerium mit. Die 1200 ⁠Kilometer lange ‌Leitung hatte demnach zuletzt täglich vier bis fünf Millionen Barrel transportiert. Dies ⁠entspricht etwa vier bis ⁠fünf Prozent des weltweiten Ölangebots. Sie ermöglicht ⁠es ​Saudi-Arabien, ⁠den Seeweg durch ​die Straße von Hormus zu umgehen.Uli PutzSchiffsverkehr in Straße von Hormus geht deutlich zurückVorläufige Daten zeigen einen deutlichen Rückgang des Schiffsverkehrs ‌in der Straße von Hormus. Am Wochenende sei die Zahl der täglichen Durchfahrten auf ‌eine einstellige Zahl ‌gesunken, während der Zehn-Tages-Durchschnitt bei 14 liege. Die Zahlen schließen keine Schiffe ein, die die Meerenge ​mit abgeschalteten Transpondern ⁠durchqueren.Uli PutzTrump spielt Bericht über Chinas Rolle bei Angriff auf US-Soldaten herunterUS-Präsident ​Donald Trump hat einen Medienbericht über eine mutmaßliche chinesische Verwicklung ⁠in einen tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Jordanien heruntergespielt. Er verglich die Spionage Chinas mit der der USA. „Sie tun das, was ‌wir auch tun“, sagte er an Bord der Air Force One vor Journalisten. „Wenn es heißt, China spioniere uns aus, sage ich: ‌Das stimmt, und ‌wir spionieren sie ebenfalls aus.“ Auf die Frage, ob er das Thema bei einem bevorstehenden Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ansprechen werde, ​antwortete Trump nicht direkt.Die Zeitung „Wall ⁠Street Journal“ hatte unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte berichtet, der Iran habe ​vor einem Angriff im Juli von chinesischen Unternehmen Satellitenbilder eines Stützpunktes in Jordanien ⁠erhalten. Bei dem Angriff ‌waren drei US-Soldaten getötet worden. Dem Bericht zufolge wurde Peking keine direkte Beteiligung vorgeworfen. Hintergrund der Äußerungen Trumps ist ein für ⁠den 24. September geplantes ⁠Treffen mit Xi in den USA, das von chinesischer Seite jedoch ⁠noch ​nicht offiziell ⁠bestätigt wurde. Trump bekräftigte, er habe ​ein gutes Verhältnis zu Xi. „Ich denke, ‌er hat angemessen gehandelt, und wir handeln ebenfalls angemessen“, sagte der Präsident.Uli PutzSaudi-Arabien: Zivilschutz warnt vor Gefahr in vier StädtenDer saudische Zivilschutz gibt ​Warnungen ⁠vor einer möglichen Gefahr für vier Städte ​im Süden ⁠des Landes aus. Betroffen ‌sind den Angaben ⁠zufolge die Städte ⁠Nashran, Khamis Mushait, ⁠Shasan ​und ⁠Abha.Update: Nach 90 Minuten gab Saudi-Arabien dann Entwarnung.Irem YildirimFür Montag geplante Gespräche über Straße von Hormus im Oman werden verschoben Die für Montag geplanten Gespräche im Oman zwischen Iran und weiteren Golfstaaten über die Straße von Hormus werden verschoben. „Es wurde beschlossen, das regionale Treffen, das am Montag in Salalah stattfinden sollte, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um günstige Bedingungen für einen konstruktiven Dialog zu schaffen“, teilte die staatliche omanische Nachrichtenagentur am Sonntag mit. Omans Außenminister Badr al-Busaidi erklärte im Onlinedienst X, der Golfstaat sei „weiterhin entschlossen, den Dialog zu fördern, der zur Stabilität und zu einer dauerhaften Zusammenarbeit in unserer Region beiträgt“.Das iranische Außenministerium hatte zuvor erklärt, dass bei dem Treffen solle über die Zukunft der Meerenge verhandelt werden. Nach Angaben Teherans wurden der Irak und andere Golfstaaten zu den Beratungen erwartet. Kein Land in der Region bestätigte jedoch offiziell seine Teilnahme, während Bahrain eine Beteiligung an den Gesprächen ausschloss. Das gut informierte Webportal „amwaj“ berichtete im Vorfeld über Spannungen unter den geladenen Staaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa wollen nicht ihren Außenminister schicken, sondern lediglich einen Staatssekretär. Huthi: Saudi-Arabien fliegt neue Angriffe auf Ziele im Jemen Saudi-Arabien hat nach Angaben der jemenitischen Huthi-Miliz neue Angriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Der den Huthi nahestehende Fernsehsender Almasirah berichtete, es habe am Sonntag zwei Luftangriffe sowie Artilleriebeschuss in drei Bezirken der jemenitischen Provinz Saada gegeben, die an Saudi-Arabien grenzt und eine Hochburg der pro-iranischen Miliz ist.Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Huthi kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, hatte zuvor vor Angriffen der Huthi in zwei südlichen Grenzregionen gewarnt, die bereits vor einigen Tagen attackiert worden waren. Der Zivilschutz hob die Warnungen, die die Stadt Abha und die nahegelegene Region Chamis Muschait betrafen, aber rasch wieder auf.Am Sonntagmorgen hatte die mit Iran verbündete Huthi-Miliz bereits einen Angriff auf einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens bekanntgegeben. Der Drohnen- und Raketenangriff auf den saudi-arabischenischen Stützpunkt Scharurah habe „Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren“ gegolten, erklärte ein Huthi-Sprecher.Israel: Zwei Hamas-Mitglieder bei Luftangriff getötetBei einem israelischen Luftangriff auf ein Auto in der Stadt Gaza sind zwei Palästinenser getötet worden. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Auf Bildern vom Ort des Geschehens war ein zerstörtes und ausgebranntes Fahrzeug zu sehen.Die israelische Armee teilte mit, sie habe zwei Mitglieder des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas gezielt getötet. Es handele sich um Mitglieder einer technischen Einheit, die an der Herstellung und Entwicklung von Waffen beteiligt gewesen seien. Sie hätten auch Anschläge auf Israelis vorbereitet und daher eine Bedrohung dargestellt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.Treffen im Oman: Iran strebt Abkommen zur Straße von Hormus anMit einem Treffen in Oman soll nach iranischen Angaben eine Lösung im anhaltenden Konflikt um die Straße von Hormus gesucht werden. Irans Präsident Massud Peseschkian zufolge sollen Iran und Oman am Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge unterzeichnen. Auch die arabischen Golf-Anrainerstaaten sind der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eingeladen, um über Details der Vereinbarung informiert zu werden. Bahrain will das Treffen boykottieren.Die Teilnehmer würden über Details der Vereinbarung informiert und auch Karten zu den neuen Routen erhalten, zitierte die qatarische Nachrichtenseite „Al-Arabi Al-Dschadid" den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi. Das Abkommen soll Peseschkian zufolge auch der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation übergeben werden.Die Lage rund um die Straße von Hormus blieb am Wochenende weiterhin gefährlich. Bei einem Angriff auf ein iranisches Containerschiff wurde nach Angaben aus Teheran ein Mann getötet und vier weitere Besatzungsmitglieder verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die britische Behörde UKMTO berichtete, dass an Bord eines Schiffs ein Feuer ausgebrochen sei. Irak kündigt schrittweise Wiederöffnung dreier Übergänge an der Grenze zu Iran an Einen Tag nach der Schließung von drei Übergängen an der Grenze zu Iran wegen eines Drohnenangriffs auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien haben die irakischen Behörden eine schrittweise Wiederöffnung angekündigt. Die Grenzübergänge Schalamscheh in der Provinz Basra, Al-Schib in der Provinz Missan sowie Al-Mandali in der Provinz Dijala sollten bis Donnerstag nach und nach für Reisende und den Warenverkehr wieder geöffnet werden, erklärten die Behörden am Sonntag. Die Übergänge Schalamscheh und Al-Schib wurden den Angaben zufolge für Reisende bereits wieder geöffnet. Für den Warenverkehr blieben sie jedoch zunächst noch gesperrt.Die irakischen Behörden hatte die drei Grenzübergänge geschlossen, nachdem die Armee nach Angaben aus Sicherheitskreisen Startvorrichtungen für Drohnen in der Nähe der Grenze zu Iran gefunden hatte. Bagdad entließ den Militärkommandeur der Provinz Missan. Zuvor war die wichtige Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien von Drohnen angegriffen worden. Bislang bekannte sich niemand zu dem Angriff. Ein Toter nach Angriff auf iranisches ContainerschiffBei einem Angriff auf ein iranisches Containerschiff in der Straße von Hormus ist nach Angaben aus Teheran ein Mann getötet worden. Vier weitere Besatzungsmitglieder seien bei dem Vorfall am Sonntagmorgen verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Angriff durch ein „unbekanntes Projektil“ erfolgte demnach nahe der Insel Hengam. Bereits in der Nacht hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über einen Angriff auf ein Schiff in der Meerenge berichtet. Zunächst blieb unklar, ob es sich um denselben Vorfall handelte.Klaus BardenhagenHuthis verstärken Angriffe gegen Saudi-Arabien Nach ihrem Vormarsch im Bürgerkriegsland Jemen haben die pro-iranischen Huthis auch ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt. Die mit Iran verbündete Miliz habe den Armeestützpunkt Scharurah im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree auf X. Ziele seien „Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren“ gewesen. Wann der Angriff genau erfolgte, teilte er zunächst nicht mit. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen im Südwesten des Jemen. Rund 1400 Menschen flohen vor den Kämpfen ins benachbarte Dschibuti. Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und bei Kämpfen gegen Jemens Regierungstruppen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Klaus BardenhagenAus der Straße von Hormus wird wieder ein Angriff auf ein Schiff gemeldetDie britische Seehandelsorganisation (UKMTO) teilte mit, ihr sei gemeldet worden, ⁠ein Projektil habe ein Schiff in der Meerenge getroffen.Das Ausmaß des Schadens und der Zustand der Besatzung waren demnach zunächst unbekannt. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde auch keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls. Damit blieb unklar, ob das Schiff vor der Küste Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde.Klaus BardenhagenUSA wollen 100 Schiffe bei Seeblockade iranischer Häfen gestoppt habenDie US-Armee hat nach eigenen Angaben im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt. „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom am Samstag auf X. Man konzentriere sich „weiter voll und ganz auf diese Mission“.Die USA hatten Iran vor gut sechs Monaten gemeinsam mit Israel angegriffen. Teheran blockiert seitdem faktisch die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus, im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen. Trump macht Iran für Angriff auf saudische Pipeline verantwortlichDer amerikanische Präsident Donald Trump vermutet nach eigenen Angaben Iran hinter dem Drohnenangriff auf eine wichtige Öl-Pipeline in Saudi-Arabien. Wahrscheinlich sei Iran verantwortlich, sagte Trump am Samstag vor Journalisten in ⁠Dublin. Saudi-Arabien zufolge ging der Angriff von irakischem Gebiet aus. Die Führung in Bagdad bestätigte das.An der Grenze zu Iran wurde den Angaben zufolge zudem eine Drohnenabschussvorrichtung gefunden. Im Irak gibt es mehrere von Iran unterstützte Milizen. Wegen des Angriffs wurde der Betrieb der Ost-West-Pipeline zunächst eingestellt. Dies könnte die Ölpreise weiter in die Höhe treiben. ‌Die Leitung ist für Saudi-Arabien eine der wichtigsten Routen für den Öl-Export zur Umgehung der Straße von Hormus, die von Iran seit Monaten weitgehend blockiert wird.Mehr ladenTickarooLive Blog Software