Preis für Rohöl steigt wieder über 100 DollarDer Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormus. Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist. Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus war in der Nacht aufs Neue eskaliert. Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon. Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit „schweren Raketenangriffen“ auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab. Zudem griffen die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormus an.Zuletzt war der Brent-Preis Mitte Juli kurzzeitig über 100 Dollar gestiegen. Noch liegt er aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Irankrieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.Uli PutzIran: Revolutionsgarde greift zehn Schiffe im Golf anDie iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben zwei US-Schiffe und acht Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf einen US-Angriff auf fünf iranische Tanker, berichten staatliche Medien unter Berufung auf eine Erklärung der Garden. Die zehn Schiffe hätten versucht, ein „verbotenes und unsicheres“ Gebiet in der Straße von Hormus zu durchqueren.Uli PutzJordanien: Fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangenJordanien hat eigenen Angaben zufolge 20 ballistische Raketen aus Iran erfolgreich abgefangen. 18 seien zerstört worden, zwei weitere in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra in der Nacht mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Zu den Zielen der Angriffe gab es keine Angaben. Die iranische Revolutionsgarde hatten zuvor laut der Nachrichtenagentur Fars von „schweren Raketenangriffen“ auf die US-Militärbasis Al-Asrak gesprochen.Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Eine Bestätigung dafür gab es weder vonseiten des US-Militärs noch von jordanischer Seite. Iran sprach von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs auf iranische Öltanker. Die US-Streitkräfte erklärten, die Attacken auf die Tanker seien Vergeltung für iranische Raketenangriffe auf ein US-Kriegsschiff gewesen.Uli PutzIran will US-Unterwasserdrohne in Straße von Hormus abgefangen habenDie iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben am Eingang zur Straße von Hormus eine unbemannte US-Unterwasserdrohne abgefangen. Laut staatlichen Medien handelt es sich um ein Modell vom Typ Dive-LD des US-Rüstungsunternehmens Anduril. Man habe eine der modernsten Unterwasserdrohnen der US-Armee in die Falle gelockt, die mit neuester Technologie ausgestattet sei, teilt die Marine der Revolutionsgarden mit. Das US-Verteidigungsministerium erklärt dagegen, eine Unterwasserdrohne sei bereits vor mehr als einem Tag wegen eines Defekts ausgefallen. Es handele sich um ein älteres Modell, das weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radarausrüstung an Bord gehabt habe.Uli PutzUSA zerstören fünf iranische ÖltankerDas US-Regionalkommando Centcom meldet die Zerstörung von fünf iranischen Rohöltankern am 8. September. Dies sei die Reaktion auf versuchte Raketenangriffe, teilt das Militär mit. Die iranische Revolutionsgarde hätte in den vergangenen zwei Tagen zweimal ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen ins Visier genommen. Das Schiff wich den Angriffen laut Centcom erfolgreich aus. US-Außenminister Marco Rubio warnt Iran unterdessen, dass die USA als Vergeltung weiterhin iranische Öltanker attackieren werden. Während eines Besuchs in Kolumbien erklärte Rubio, dass das Land jedes Mal, wenn Iran versuche, Schiffe der US-Marine zu treffen, Tanker verlieren werde.Zahl der Todesopfer nach Angriffen Israels im Libanon steigt Die Opferzahl nach israelischen Angriffen im Südlibanon ist nach Behördenangaben auf zwölf gestiegen. Bei einem Angriff auf ein Wohngebäude in Kfar Rumman im Raum Nabatija am Morgen seien elf Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Darunter waren demnach auch zwei Kinder und zwei Frauen. Es habe acht Verletzte gegeben. Bei einem weiteren Angriff auf ein Fahrzeug im gleichen Ort sei ein Sanitäter des der Hisbollah nahestehenden Risala-Gesundheitsdienstes getötet worden. Iran kritisiert mögliche Unterstützung der USA durch SüdkoreaIrans Außenministerium übt scharfe Kritik an einer möglichen Unterstützung der US-Marine durch Südkorea. „Jede operative Beteiligung oder jede weitere militärische Präsenz anderer Parteien im Persischen Golf und in der Straße von Hormus“ werde als „direkte Unterstützung der angreifenden Partei“ betrachtet, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.Bereits am Freitag hatten mehrere koreanische Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass die Regierung in Seoul auf Druck von Trump die Entsendung eines Schiffs sowie mehrerer Aufklärungsflugzeuge für einen Einsatz in der Straße von Hormus vorbereitet. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht. Am Montag teilten sowohl das südkoreanische Verteidigungs- als auch das Außenministerium unabhängig voneinander mit, dass man derzeit im engen Austausch mit der internationalen Gemeinschaft stehe, um einen konkreten Beitrag zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu leisten. Eine Entscheidung ist demnach bisher nicht gefallen. Iran setzt neue Anti-Schiffs-Rakete einIran hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben eine neue Anti-Schiffs-Rakete gegen die US-Marine eingesetzt. In einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk berichtete der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, vom erstmaligen Einsatz eines neuartigen Seezielflugkörpers. „Dies ist eine wichtige Warnung an den Feind und bedeutet, dass die Seeblockade verwundbar ist“, sagte der General.Das US-Militär hatte am Samstag drei iranische Öltanker angegriffen und außer Betrieb gesetzt. Zuvor hatten iranische Revolutionsgarden nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom ballistische Raketen auf zwei US-Kriegsschiffe abgefeuert.Resai wies in dem Interview die US-Darstellung zurück, wonach die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr wieder offen sei. „Die Straße von Hormus ist vollständig geschlossen, und die Behauptung der USA, dass Schiffe und Öltanker sie passieren, ist eine Lüge“, sagte er. Schiffe, die mit ausgeschalteter Navigation versuchten, die Meerenge zu passieren, würden meist angegriffen.Klaus BardenhagenNetanjahu ordnet Räumung ungenehmigter Siedler-Außenposten an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat offenbar die Räumung nicht genehmigter Siedler-Außenposten im Westjordanland angeordnet. Das berichten mehrere israelische und internationale Medien. Der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet zufolge erfolgte die Anweisung auf Druck der USA. Finanzminister Bezalel Smotrich bestätigte eine entsprechende Anweisung Netanjahus für zwei Gebiete, in denen mehrheitlich Palästinenser leben. Zuvor hatte der amerikanische Botschafter in Israel, Mike Huckabee, gewalttätige Siedler als Terroristen verurteilt und harte Konsequenzen gefordert.Klaus BardenhagenIsrael fordert Einwohner zu Verlassen von Gebiet in Südlibanon auf Israels Armee hat die Einwohner eines Ortes im Süden Libanons am Montagmorgen aufgerufen, ein bestimmtes Gebiet vor den Angriffen auf die von Iran unterstützte Hizbullah zu verlassen. In einer auf Arabisch verfassten Mitteilung warnte die israelische Armee vor einem Angriff auf eine „terroristische Einrichtung der Hisbollah“. Wer sich weiterhin in dem Gebiet Deir Sahrani aufhalte, sei in Gefahr.Zur Begründung erklärte die Armee, es sei eine mit Sprengstoff bestückte Drohne auf ihre Soldaten abgefeuert worden. Die „terroristischen Aktivitäten der Hizbullah zwingen die IDF dazu, entschlossen dagegen vorzugehen“. Der Hizbullah-Fernsehsender Al-Manar berichtete später von israelischen Luftangriffen in Deir Sahrani.Klaus BardenhagenSchiffsverkehr in Straße von Hormus bricht nach Angriffen ein Nach gegenseitigen Angriffen der USA und Irans auf Tanker ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den vergangenen zehn Tagen passierten im Durchschnitt nur noch zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht. Am Samstag durchquerten demnach lediglich zwei Schiffe die wichtige Handelsroute, am Sonntag waren es sechs. Ein Tanker aus Saudi-Arabien habe beim Versuch, die Meerenge zu verlassen, umkehren müssen, zeigten LSEG-Daten. Zudem habe laut Kpler seit Mittwoch kein einziger Supertanker die Straße von Hormus verlassen.Iran erhöht Benzinpreise für VielfahrerIran erhöht den Benzinpreis für Autofahrer, die mehr als 110 Liter pro Monat verbrauchen. Von Dienstag an kostet jeder weitere Liter 100.000 Rial, was etwa 3,4 Euro-Cent entspricht, wie Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani mitteilte. Der Preis für die ersten 110 Liter bleiben unverändert. Das Land gehört zu den Staaten mit den weltweit niedrigsten Kraftstoffpreisen. Die Regierung in Teheran will mit der Maßnahme die Folgen von Krieg und US-Wirtschaftssanktionen abfedern. Ein solcher Schritt hatte 2019 zu Massenprotesten geführt. Iran plant neues Sperrgebiet vor der Straße von HormusIran wird Staatsmedien zufolge in den kommenden Tagen ein neues Sperrgebiet vor der Straße von Hormus ankündigen. Die Zone beginne an der Blockadelinie der US-Marine und erstrecke sich über Teile des Golfs, zitieren die Medien den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai. Jedes Schiff, das diese Gewässer befährt, werde auf eine Sanktionsliste gesetzt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Ölpreis steigt auf über 100 Dollar wegen neuer Eskalation zwischen USA und Iran | FAZ
Iranische Vergeltungsangriffe auf US-Ziele +++ Jordanien: Haben fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangen +++ USA melden Zerstörung von fünf iranischen Tankern +++ alle Entwicklungen im Liveblog












