PfadnavigationHomeWirtschaftKrieg in NahostPreis für Rohöl steigt auf mehr als 100 DollarStand: 11:37 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen.Die USA melden die Zerstörung von fünf iranischen Rohöltankern in der Straße von Hormus. Der Preis für Rohöl schoss deshalb in die Höhe. Das trifft auch deutsche Verbraucher.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDer Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormus.Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist.Lesen Sie auchIrans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit „schweren Raketenangriffen“ auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab. Zudem griffen die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormus an.Brent hat sich im laufenden Jahr um mehr als 60 Prozent verteuert und nähert sich erstmals seit Ende Juli immer wieder der Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Noch liegt er aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.Lebensader für die Weltwirtschaft blockiertDie Straße von Hormus hat sich im Verlauf des jüngsten Iran-Kriegs zum zentralen Streitpunkt zwischen Washington und Teheran entwickelt: Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den Transport von Öl, Flüssigerdgas und Dünger bedeutende Meerenge noch immer weitestgehend.Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman gilt als Lebensader der Weltwirtschaft. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. An der engsten Stelle ist die Schifffahrtsstraße rund 50 Kilometer breit. Die schiffbaren Passagen in beide Richtungen messen rund drei Kilometer.Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. Vor dem Krieg war die Seestraße für den Schiffsverkehr offen. Ein Fünftel der weltweiten Öltransporte passierte sie täglich.dpa/Reuters/kami