Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesTrump warnt Iran wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf SchiffeUS-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen IranBericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in BereitschaftBehörde: Schiff im Roten Meer beschossenTeheran antwortet auf Trumps DrohungenPreis für Brent-Rohöl steigt wieder auf 100 Dollar Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von 6,5 Prozent. Damit erreicht der Preis erstmals seit Ende Mai die 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI legt um rund 5,5 Prozent auf 91,49 Dollar pro Barrel zu. Grund für den Preisanstieg sind die anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Das schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten.Neben dem Konflikt ​um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Sollte auch die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnte ⁠der Preis für Brent im vierten Quartal die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, schreiben die Analysten von Goldman Sachs. Mehr zu den Angriffen der Huthi auf einen Öltanker im Roten Meer lesen sie hier:Merz verurteilt Huthi-SeeblockadeBundeskanzler Friedrich Merz hat die jemenitische Huthi-Miliz für ihre Versuche, die Durchfahrt durchs Rote Meer zu sperren, kritisiert. „Die Bundesregierung verurteilt die Angriffe der Huthi auf saudische Schiffe [...] auf das Schärfste. Sie müssen unverzüglich eingestellt werden“, erklärte er in einer Mitteilung.„Die Bundesregierung verurteilt die Angriffe der Huthi auf saudische Schiffe im Roten Meer auf das Schärfste. Sie müssen unverzüglich eingestellt werden.“Bundeskanzler Friedrich MerzDie Attacken gefährdeten die Freiheit der Schifffahrt und drohten die regionale Stabilität weiter zu untergraben. Deutschland stehe solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens und der Partner in der Region. Deutsche Kriegsschiffe werden aus Nahost ins Mittelmeer verlegtAngesichts des andauernden Iran-Kriegs will die Bundesregierung zwei nahe der Region stationierte deutsche Schiffe in den kommenden Tagen ins östliche Mittelmeer verlegen. Die Schiffe, die Teil einer möglichen Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus sein sollten, befinden sich nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums noch im ostafrikanischen Dschibuti am Golf von Aden. Das Verteidigungsministerium in Berlin machte in einer Mitteilung deutlich, dass nicht damit gerechnet werde, dass sich die volatile politische Lage zeitnah so stabilisiert, dass ein Einsatz zur Sicherung der Route möglich wäre. Die Schiffe sollen sich im Mittelmeer in Bereitschaft halten, bis ein Missionsbeginn absehbar sei, heißt es. Die Bundesregierung hatte das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ in die Region geschickt, um dort für einen möglichen Einsatz zur Räumung von Minen bereitzustehen. Trump warnt Iran wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf SchiffeNach Angriffen der Huthi-Miliz im Roten Meer hat US-Präsident Donald Trump Iran im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht. „Sollten sie dies erneut tun, werden die USA Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter Irans agieren“, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte „schwere militärische Strafen gegen Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst“ an. Zugleich zeigte sich Trump von der Miliz enttäuscht, die sich zuletzt „sehr verantwortungsbewusst“ verhalten habe.Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. In der Nacht zum Donnerstag wurde der saudische Öltanker Encelia angegriffen, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Ein Beamter der saudischen Verkehrsbehörde TGA sagte, der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht und das Prinzip der sicheren Passage von Handelsschiffen. Der Vorfall ereignete sich laut der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO knapp 130 Kilometer südwestlich des Küstenorts Al-Schukaik in Saudi-Arabien.Die Huthi-Miliz teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten, wie die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Lilly ZerbstKuwait meldet Drohnenangriff auf Grenzübergang zum Irak – Angriffe auch in JordanienEin Grenzübergang zwischen Kuwait und dem Irak ist nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums von Drohnen angegriffen worden. Bei dem Angriff auf den Grenzübergang Al-Abdali seien Sachschäden entstanden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Seit der jüngsten Eskalation zwischen den USA und Iran stand Kuwait erneut mehrfach unter Beschuss. In dem Golfstaat sind wie in anderen Ländern der Region US-Truppen stationiert, die wiederholt zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden sind. Zuvor hatte Iran gemeldet, US-Camps in Kuwait angegriffen zu haben. Es seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifjan sowie die Luftwaffenbasis ​Ali Al-Salem ​ins Visier genommen worden.Auch Jordanien steht nach eigenen Angaben weiterhin unter iranischem Beschuss. Dort seien ​US-Raketensysteme sowie ​Waffen- und Treibstofflager die Ziele ‌gewesen. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden wiederholt iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf die jordanischen Streitkräfte. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen, unbewohntem Gebiet niedergegangen.Rubio: Iran bricht immer wieder VereinbarungenUS-Außenminister Marco Rubio hat Iran vorgeworfen, Vereinbarungen mit ​den Vereinigten Staaten systematisch zu brechen. Die USA hätten sich an ihre Zusagen gehalten, ⁠während die Führung in Teheran Abkommen immer wieder verletze, sagt Rubio am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean ​in ​der philippinischen Hauptstadt Manila. „Diese Leute schließen Vereinbarungen und ‌brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, ‌die Vereinbarung zu ändern“, erklärte er. So funktioniere das nicht. Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ​ändere die ​Führung in Teheran in den kommenden Tagen ​ihre Meinung, während das Land weiterhin große Verluste erleide, fügt Rubio hinzu.Luzia GeierUS-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen IranDie fünfstündige Angriffswelle des US-Militärs gegen Iran ist nach eigenen Angaben um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit in Iran) beendet worden. Das teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr Irans. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.Luzia GeierBericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in BereitschaftWegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.Das Wall Street Journal berichtet nun über weitere Anzeichen dafür. So seien in der vergangenen Woche laut Flugverfolgungsdaten und Aussagen von US-Beamten Spezialeinheiten in die Region entsandt worden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Großbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitiert die Zeitung einen der Beamten. Außerdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten. Nach Einschätzung des Wall Street Journal könnte die Truppenverstärkung auch darauf abzielen, US-Präsident Donald Trump mehr Handlungsspielraum zu geben, um gegen die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen vorzugehen. Die Islamisten hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt.Luzia GeierUS-Angriffe auf Iran und Huthi-Attacken lassen Ölpreis steigenAngesichts der Eskalation der Konflikte im Nahen Osten ist der Ölpreis auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen gestiegen. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um zwei Prozent auf 96 Dollar. Als Gründe nannten Händler die fortgesetzten US-Angriffe auf Iran sowie Attacken der Huthi-Rebellen auf Öltanker im Roten Meer. Die Angriffe schüren Sorgen vor einer Beeinträchtigung der wichtigen Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus und das Rote Meer, was die weltweite Energieversorgung gefährden könnte.Luzia GeierUSA starten neue Angriffe gegen IranDas US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen militärische Ziele in Iran gestartet. Diese hätten um 17.30 US-Ostküstenzeit (1.00 Uhr Ortszeit in Iran) begonnen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran „bombardieren und zerstören“, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.Luzia GeierBehörde: Schiff im Roten Meer beschossenIm Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe. Das teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar.Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar.Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland Jemens, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein „Verbot der Schifffahrt“, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari.Teheran antwortet auf Trumps DrohungenIran droht seinerseits ⁠mit Vergeltung, sollten die USA Infrastruktur wie Brücken oder Kraftwerke angreifen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Militärkreise. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wiederholt: „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von ​Hormus auf ​ein Schiff schießt – sei es mit einer Lenkrakete, einer Rakete, einer Drohne oder einem ‌anderen Gerät oder einer anderen Waffe – werden die Vereinigten Staaten EINE BRÜCKE ‌ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören, einschließlich solcher, die sich in der Nähe oder innerhalb der Hauptstadt Teheran befinden“, schreibt Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Iranischer Chefunterhändler droht mit Blockade von ÖlexportenDer iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Kalibaf warnt davor, dass niemand in der Region Öl verkaufen könne, wenn dies Iran verwehrt bleibe. Wenn die Sicherheit Teherans nicht gewährleistet sei, sei keine Infrastruktur sicher, erklärt er auf der Kurznachrichtenplattform X. „Die Logik dieses Krieges ​ist klar: entweder alle oder keiner“, schreibt Kalibaf weiter. Die Sicherheit der Straße von Hormus hänge vom Fernbleiben der US-Streitkräfte ab.Weitere Schiffe ändern Kurs nach Huthi-DrohungNach einer Warnung ⁠der jemenitischen Huthi-Miliz vor dem Anlaufen saudi-arabischer Häfen haben weitere ​Tanker ​im Roten Meer ihren Kurs ‌geändert. Zwei Schiffe steuern ‌nun den Suezkanal an, während zwei weitere offene Gewässer ​als Ziel angeben, ​wie aus Schiffsortungsdaten ​von LSEG und Marine Traffic hervorgeht. Ein fünftes Schiff, ein Fahrzeugtransporter, scheint zudem im ‌Golf von Aden abgedreht zu haben, nachdem ‌es zuvor ‌den saudischen Hafen Dschidda als ​nächstes Ziel gemeldet hatte. Am Dienstag hatten ​bereits drei mit saudi-arabischem Rohöl ‌beladene Tanker auf dem Weg nach China und Indien abgedreht und fortan den Suezkanal angesteuert, um die jemenitische ⁠Küste zu meiden. Pakistan droht Jemen mit MilitäreinsatzInmitten des neu aufflammenden Konflikts zwischen der von Iran unterstützten Huthi-Miliz in Jemen mit dem Königreich Saudi-Arabien droht Pakistan mit einem Militäreinsatz. Man behalte sich auch den Einsatz von Gewalt vor, um eigene Interessen zu schützen, hieß es in einer Stellungnahme des pakistanischen Außenministeriums. Die Atommacht Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien ein weitreichendes Militärbündnis. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Der pakistanischen Stellungnahme nach verurteilt das südasiatische Land die Drohungen der Huthi gegenüber Saudi-Arabien. Eigene pakistanische Interessen könnte im Sinne des Bündnisses zwischen Pakistan und Saudi-Arabien auch bei einem Angriff auf das Königreich als verletzt gelten. Ein militärischer Eintritt Pakistans in den Konflikt würde Pakistan im Jemen-Krieg zu einem Kontrahenten Teherans machen. Die Regierung in Islamabad tritt bislang als Vermittler im Konflikt zwischen Iran und den USA auf.Mehr ladenTickarooLive Blog Software