Wie 9/11 den Staat schuf, den Trump heute nutztZusammen mit der ganzen Redaktion der »Basler Zeitung« stand ich an jenem Tag vor einer Wand mit lauter Fernsehern – und gemeinsam sahen wir ungläubig zu, wie ein Flugzeug in den Südturm des World Trade Center in New York flog. Später sahen wir den Türmen beim Einsturz zu. Und ahnten, dass sich die Welt verändert hatte.
Es gibt Tage, bei denen fast jeder, der sie bewusst erlebt hat, noch weiß, wo er war. Als am 11. September 2001 die Türme des World Trade Center einstürzten, wurde die Menschheit Zeuge eines historischen Schocks. Auch 25 Jahre später prägen die Folgen dieses Tages die Vereinigten Staaten und die Welt.
Brennendes World Trade Center am 11. September 2001
19 Attentäter entführten vier Flugzeuge. Zwei steuerten sie in die Twin Towers, eines ins Pentagon. Das vierte stürzte in Pennsylvania auf ein Feld, nachdem Passagiere versucht hatten, die Kontrolle über die Maschine zurückzugewinnen. Der 11. September war ein geschichtlicher Wendepunkt – vor allem wegen der amerikanischen Antwort auf diese Verletzung im Herzen des eigenen Landes. Sie führte die USA in den Krieg in Afghanistan und schließlich in den Irakkrieg. Amerika überdehnte seine Macht, der Nahe Osten wurde weiter destabilisiert. Mit dem optimistischen Liberalismus der Neunzigerjahre war es vorbei.













