Die italienischen Beiträge bei den Filmfestspielen von Venedig lassen einen zwiegespalten zurück. Zwei japanische Manganerds hingegen begeistern.

In „Look Back“ wollen Fujino und Kyomoto immer nur zeichnen

Biennale di Venezia

Manchmal muss man gar nicht erfahren, warum Leute bestimmte Dinge tun. Es kann schon genügen, wenn sie etwas mit so großer Hingabe tun, dass man ihnen begeistert dabei zuschaut. Im Wettbewerb von Venedig sind das Fujino und Kyomoto, zwei Manganerds, die in der Grundschule zu zeichnen beginnen und nicht davon ablassen. „Look Back“ heißt der Film von Hirokazu Koreeda, der einen Stoff verfilmt, für den ein Webcomic die Grundlage bildete und der 2024 schon einmal als Anime adaptiert wurde.

Fujino zeichnet Mangastrips für die Schulzeitung und wird von den Klassenkameraden dafür bewundert. Auch Kyomoto zeichnet Strips für die Zeitung, lässt sich aber nie in der Schule blicken. Als Mitschüler Fujinos nebenbei bemerken, dass die Zeichnung von Kyomoto professioneller wirken, fängt Fujino wie besessen an, sich Zeichentechniken nach Lehrbüchern beizubringen. Zum Ende der Grundschule wird Fujino vom Lehrer gebeten, das Abschlusszeugnis für Kyomoto nach Hause zu bringen. Dort begegnen sich die beiden zum ersten Mal. Und stellen fest, dass sie sich gegenseitig bewundern. Sie beschließen, gemeinsam einen Manga zu zeichnen.