Zwischen Smoking, Animalprint und modischen Fehltritten trennt sich auf dem roten Teppich in Venedig die Spreu vom Weizen. Wenders, Guadagnino, Nolte: Wer kann's?

Von Javier Bardems iberischer Eleganz über Wim Wenders’ träumerischen „Imagine Peace“-Look bis zu Nick Noltes Jackett-Verweigerung: In Venedig zeigen die grauen Emininezen des Films ebenso wie aufstrebende Schauspieler, wie weit sich die Kluft zwischen souveräner Alterslässigkeit, politischem Statement und demonstrativer Gleichgültigkeit auftun kann.

Beim 83. Filmfestival von Venedig treffen am Lido Schauspieler und Regisseure aufeinander. Javier Bardem und Patrick Schwarzenegger präsentieren Florian Zellers Wettbewerbsbeitrag „Bunker“, Nick Nolte kehrt mit Casey Afflecks „Company“ ins Rampenlicht zurück. Wim Wenders zeigt seinen Peter-Zumthor-Film, Werner Herzog konkurriert mit „Bucking Fastard“ um den Goldenen Löwen – und Luca Guadagnino wird für sein prägendes zeitgenössisches Kino ausgezeichnet. Lesen Sie hier, wer es stilvoll über die Bühne brachte.

Top: „Call Me By Your Name“-Regisseur Luca Guadagnino erscheint im beigen Zweireiher und rundet den Look mit einer zur Farbfamilie passenden bernsteinfarbenen Sonnenbrille ab. Der Look ist so unaufgeregt wie er stimmig ist. Spektakulär? Nicht gerade. Aber der gebürtige Sizilianer trägt seine Coolness mit einer Verständlichkeit, die das Outfit letztlich doch zum Statement macht.