Spitzkohl lässt sich wunderbar zu Salat verarbeiten, zum Beispiel mit Pfifferlingen. Er schmeckt aber auch als Risotto.

Ich beginne immer oben, beim Zartesten, Einfachsten, Weichsten, und dann pflüge ich mich lustvoll nach unten

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W enn ich einen Spitzkohl vor mir auf dem Brett liegen habe, kann ich nicht anders: Ich muss unbedingt die Spitze von oben nach unten feinsäbeln. Nie fange ich an, den Kohl vorher zu teilen (es sei denn, das Rezept verlangt Viertel), nie fange ich unten an, wo er dick ist. Ich beginne immer oben, beim Zartesten, Einfachsten, Weichsten, und dann pflüge ich mich lustvoll nach unten, zu den größeren härteren Stielen. Allein der Haufen hellgrüner feiner Streifen macht mir Appetit aufs Kochen.

Für einen einfachen Spitzkohlsalat vermenge ich die Blätter kurz mit etwas Zitronensaft und -zeste, wenig Sojasoße, etwas Olivenöl und Kampot-Pfeffer und richte sie auf einem großen flachen Teller an, darüber kommen hauchdünne Parmesanstreifen und ein paar Pinienkerne. Wenn der Salat noch mehr hermachen soll, schmore ich kleine Pfifferlinge, mische sie mit grob geschnittener Petersilie und streue sie über den Kohl.