Im linken Lager herrscht offenbar keine Einigkeit im Umgang mit dem islamistischen Anschlag beim Christopher Street Day (CSD). Während die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp von Islamismus spricht, verzichtet der Bezirksverband Die Linke Neukölln auf den Begriff. Äußerungen des Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano (SPD) und seines Bruders, des Linke-Politikers Luigi Pantisano, sorgen für Kritik.

Am Samstagabend war ein 21-jähriger Mann mit einem Transporter in die Besucher des Berliner Christopher Street Day gefahren. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden handelte es sich um einen islamistisch motivierten Anschlag.

Der Tatverdächtige Abdul Ballout war den Sicherheitsbehörden bereits als Angehöriger der islamistischen Szene bekannt und hatte nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mehrfach versucht, sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen.

Die Linke: Fokus auf Solidarität

In einer Stellungnahme zum Anschlag bekundet die Linke auf Instagram ihre Solidarität mit der queeren Community. Eine Einordnung des Täters oder seines islamistischen Motivs enthält der Beitrag nicht, obwohl die Ermittlungsbehörden inzwischen von einem islamistischen Anschlag ausgehen.