Deutsche Islamverbände äußern über den Anschlag auf den CSD in Berlin ihr Entsetzen. Hass und Gewalt könnten nicht durch Religion gerechtfertigt werden.
Rosen an einem Zaun in der Nähe des Tatorts in Berlin
Markus Lenhardt/dpa
Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin haben verschiedene Islamverbände sich entsetzt geäußert und die Tat verurteilt. „Wo Menschen aufgrund ihrer Identität oder ihrer Lebensweise zur Zielscheibe von Gewalt werden, werden die Grundwerte unseres Zusammenlebens angegriffen“, erklärte etwa der Zentralrat der Muslime in Deutschland am Montag. Sollte der Täter tatsächlich aus islamistischen Motiven gehandelt haben, „wäre dies ein weiterer Fall, in dem eine extremistische Ideologie religiöse Bezüge missbraucht, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen sowie Menschen gegeneinander aufzubringen“.
Gewalt gegen Unschuldige finde im Islam keine Rechtfertigung: Der Schutz des menschlichen Lebens gehöre zu seinen grundlegenden Prinzipien. Wer Religion dagegen instrumentalisiere, um Hass zu schüren oder Gewalt auszuüben, missbrauche den Glauben für menschenverachtende Ziele, erklärte der Zentralrat. Niemand dürfe aufgrund seiner sexuellen Orientierung, Religion oder Herkunft das Ziel von Gewalt werden: „Unsere Antwort auf Hass und Gewalt muss der gemeinsame Einsatz für Menschenwürde, Freiheit, Sicherheit und ein friedliches Zusammenleben sein.“










