Kaum war der islamistische Terroranschlag auf die Berliner CSD-Parade vorbei, begann ein vertrautes Ritual. Für die einen war der Anschlag der endgültige Beweis, dass der Islamismus eine rechte Ideologie sei: patriarchalisch, autoritär, homophob und zutiefst feindlich gegenüber individueller Freiheit. Für die anderen zeigte die Debatte vor allem eines: dass die politische Linke sich nicht traue, den Islamismus beim Namen zu nennen, weil sie ihre muslimischen Wähler und Anhänger nicht verprellen wolle.