Kaum war der islamistische Terroranschlag auf die Berliner CSD-Parade vorbei, begann ein vertrautes Ritual. Für die einen war der Anschlag der endgültige Beweis, dass der Islamismus eine rechte Ideologie sei: patriarchalisch, autoritär, homophob und zutiefst feindlich gegenüber individueller Freiheit. Für die anderen zeigte die Debatte vor allem eines: dass die politische Linke sich nicht traue, den Islamismus beim Namen zu nennen, weil sie ihre muslimischen Wähler und Anhänger nicht verprellen wolle.
Gastbeitrag von Terrorismusforscher Peter R. Neumann: Ist Islamismus links oder rechts?
Angebliche Ähnlichkeiten im Denken hier, falsche Toleranz dort: Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD zeigten die politischen Lager schnell auf das jeweils andere. Wie viel Sinn ergibt diese Debatte?








