Vieles im Koalitionsvertrag der neuen grün-schwarzen Landesregierung ist vage, aber manches klingt nach Klartext: "Beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit werden wir 40 Prozent der derzeitigen Stellen einsparen." Wie, bleibt offen. Und wenig seriös ist, dass der Behördenchef Tobias Keber nicht ein einziges Mal gehört wurde.
Vielleicht hätten die Verhandler:innen von Grünen und CDU eines der Zwei-Stunden-Seminare buchen sollen, die der Landesbeauftragte für Datenschutz regelmäßig anbietet. Eine jener Veranstaltungen also, bei denen über die Grundlagen von Datenschutz aufgeklärt wird, online und/oder in Präsenz, kostenlos und kompakt. Wie die am 7. Juli, wenn es um den richtigen Umgang mit Beschäftigtendaten geht, um Bewerbungsverfahren, Personalaktenführung, Arbeitszeiterfassung oder Leistungsbeurteilung. Vermutlich hätte schon ein so kleiner Einblick in die bisherige Arbeit von Tobias Keber und seinem Team ausgereicht, oder ein paar Klicks ins Angebot des vor fünf Jahren gegründeten Bildungszentrums, in den Podcast "Datenfreiheit" oder die Erklärvideos. Auf jeden Fall hätte die Erkenntnis befördert werden können, wie ahnungslos und übergriffig zugleich die Idee ist, einfach mal 28 der insgesamt 67,5 Stellen abzuschaffen.















