Vor sogenannten Text-Bild-Scheren haben die Klatschblätter normalerweise wenig Scheu. Da sieht man dann neben einer Schlagzeile wie „Charles & Camilla – Blitz-Scheidung!“ das vermeintlich entzweite Paar einträchtig nebeneinander und strahlend bis über beide Ohren (und über Camillas blitzende Ohrringe).Eine solche, durchaus irritierende Anmutung hat „Gala“ bei ihrer aktuellen Titelstory zu vermeiden versucht. „Jetzt macht sie ihr Ding“ steht dort neben den Fotos eines einstigen Promi-Paares, und auch wenn ein Ding nicht zu sehen ist, passt die Aufmachung doch halbwegs zum Rest des Textes: „Während Bastian Schweinsteiger die WM kommentiert, zeigt Ana Ivanović ihrem Ex demonstrativ die kalte Schulter.“ Tatsächlich sieht man den einstigen Tennisstar im schulterfreien Kleid und Schweinsteiger mit der Chance zum Schulterblick dahinter. Trotzdem passt es nur halbwegs, denn erstens muss sich der gerade auf die WM konzentrieren statt auf Ivanovićs Schulter, und zweitens dürfte sich momentan bei knapp vierzig Grad im Land keine einzige kalte Schulter finden lassen.Als es noch kälter war auf der Welt, dürfte Sängerin Madonna mit ihren freizügigen Looks gelegentlich gefroren haben. Nun, mit 67, macht sie ohnehin alles anders, wie die „Bild“-Zeitung meldet: „,Jetzt will ich nicht mehr nackt sein, weil alle anderen nackt sind‘, sagt sie im ,Interview Magazine‘. Ihr Plan: ,Ich will das tun, was andere nicht tun, nämlich nachdenken und Kleidung tragen.‘“ Will sie damit sagen, dass man nackt nicht nachdenken kann? Wenn wir uns übrigens so umschauen, fallen uns durchaus noch so einige Leute auf, die Kleidung tragen, wenn auch etwas weniger als sonst.Madonna könnte auch andere Dinge tun, um sich abzugrenzenWenn sie sich partout abgrenzen möchte, fielen uns auch noch genug weitere Dinge ein, die andere nicht tun und die Madonna machen könnte: Werke von Konsalik nicht in den offenen Bücherschrank hineinstellen, sondern herausnehmen, zum Beispiel. Und lesen. Eine Immobilie in Suhl kaufen. Eine Metzgerausbildung beginnen. Auf das deutsche Team als Weltmeister tippen, solche Sachen.Mit Nacktheit kein Problem haben Schauspielerin Jane Seymour, 75, und ihr frisch angetrauter Mann John Zambetti, 78, laut „Frau im Spiegel“ Musiker und Notarzt. „Wir hatten zu dem Zeitpunkt übrigens nichts an“, hat Seymour über die Episode erzählt, in der Zambetti Seymour einen Heiratsantrag machte – und der Ring, Schauplatz war das Schlafzimmer, unters Bett fiel. „Ich musste krabbeln, um ihn zu holen, kam im Anschluss aber nicht mehr raus“, erinnert sich Zambetti, und Seymour ergänzt: „John war stecken geblieben und ich nicht stark genug, ihn wieder herauszuziehen.“Leider verschweigt uns „Frau im Spiegel“, wie die Sache ausgegangen ist. Ist jemand dem Paar zu Hilfe geeilt und wenn ja, wer? Der Notarzt war ja schon da, klemmte aber unterm Bett. Die Feuerwehr? Ein Schreiner? Der Fitnesstrainer? Was Heiratswillige aus der Geschichte lernen können: Anträge nicht im Schlafzimmer machen. Sich vorher was anziehen. Und, wenn möglich, nicht so lange warten, bis man 78 und vielleicht nicht mehr ganz so gelenkig ist.Wer eine schwere Aktentasche ins Büro schleppt, betreibt vermutlich einen TrendsportOder sich ein Beispiel nehmen am „Baywatch“-Schauspieler David Chokachi, über den „Gala“ weiß: „Um fit zu bleiben, bürdet sich der 58-Jährige viel auf – unter anderem ,Rucking‘, also Wandern mit schwerem Rucksack.“ Interessant, das kannten wir noch nicht. Wer eine schwere Aktentasche ins Büro schleppt, betreibt dann vermutlich den Trendsport Acting.Ebenfalls anstrengende Arbeit verrichtet hat einst der „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch, der „Frau im Spiegel“ erzählt: „Für einige Wochen habe ich in einem Installateursunternehmen sogar Salpetersäure gemischt, das war ein sehr ungesunder und ätzender Job.“ Und zwar im Wortsinn! Der Job des Neurologen hingegen ist ein recht nerviger, während die Arbeit eines Feuerwehrmanns schlauchend sein kann.