Am 3. Juli erscheint das erste neue Album von US-Superstar Madonna seit 2019. Ein guter Anlass, um die Verdienste der Queen of Pop herauszustellen.

How to shake that Body

„Madonna hat geradezu gefunkelt vor Energie, sie strahlt heller als alle anderen im Saal.“ Mark Kamins erinnert sich an eine charismatische Tänzerin, die 1982 ständig im New Yorker Club „Danceteria“ war, wo er als DJ Cutting-Edge-Musik auflegt. Die Tanzfläche wird Madonnas Laufsteg: Als Fab 5 Freddy, der Graffiti- und Rap-Pionier, sie dort sieht, verpflichtet er die junge Frau für einen Auftritt als Tänzerin. „Madonna wusste definitiv how to shake that body“, schreibt er in seinen Memoiren.

Und lobt ihre von Mark Kamins produzierte Debütsingle „Everybody“ (1982) als straßenschlaue Aneignung verschiedener zeitgenössischer Stile: Rap-Sprechgesang, britische Girlgroup-Posen à la Bananarama und das zackige Beatdesign des Latin-Freestyle, einem lokalen, puerto-ricanisch geprägten New Yorker Sound. Madonna ist die erste Künstlerin der 1980er, die vom Dance-Underground nach oben gespült wird, und ihm dabei immer die Ehre erweist. Der Videoclip für „Everybody“ wird im queeren New Yorker Club „Paradise Garage“ gedreht, dessen DJ Larry Levan die Madonna-Songs oft auflegt.