Es gibt Momente, in denen die Vergangenheit lauter spricht als die Gegenwart. Momente wie in diesem Mai in Lucca, wo die Hügel der Toskana flach werden und plötzlich das ungehemmte Brüllen eines 16-Zylinders die warme Frühlingsluft zerreißt. Eben noch hat sich der silberne Rennwagen mit den vier Ringen still und friedlich vor einer herrschaftlichen Villa in der Sonne geaalt. Sein blankes Aluminium glänzt wie frisch poliert, die Reifen tragen noch die feinen Noppen eines Neuwagens, und auf der riesigen Uhr hinter dem spindeldürren Lenkrad stehen kaum mehr als 60 Kilometer. Dabei ist die Technik schon über 90 Jahre alt, selbst wenn die Jungfernfahrt bei diesem toskanischen Sonnenbad noch keine drei Monate zurückliegt.

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