Kolumbiens neuer Präsident: Ultrarechts und hochgefährlich
In Kolumbien wird der Hardliner de la Espriella wahrscheinlich der neue Präsident. Sein Programm verheißt nichts Gutes für den fragilen Frieden im Land.
Jair Coll/reuters
D er nächste kolumbianische Präsident ist höchstwahrscheinlich ultrarechts und heißt Abelardo de la Espriella. Es wäre eine Riesenüberraschung, wenn bei der Nachzählung für das offizielle Ergebnis noch die rund 250.000 fehlenden Stimmen für den linken Kandidaten Iván Cepeda auftauchen würden.
Die große Frage ist, wie es jetzt weitergeht. Kolumbien hat einen polarisierten Wahlkampf hinter sich. De la Espriella hat mit seiner Rhetorik die alte Stigmatisierung „links = Guerilla = Feind“ hochgekocht, die die Verfolgung Andersdenkender rechtfertigt – und unter Anhänger*innen von Cepeda Besorgnis bis Angst verursacht hat. Mehr als 50 Jahre Bürgerkrieg haben gezeigt, dass in Kolumbien Worte oft zu blutigen Taten werden. Dass de la Espriella bei den versöhnlichen Tönen bleibt, die er am Wahlsonntag plötzlich anschlug, ist zweifelhaft.












