Stichwahl in Kolumbien: Ultra-Rechter macht das Rennen

In Kolumbien gewinnt der rechtsextreme Kandidat Abelardo de la Espriella die Stichwahl. Er schlägt zunächst versöhnlichere Töne an als im Wahlkampf.

Die Linke „ausweiden und auslöschen“: Kolumbiens designierter Präsident Abelardo de la Espriella

Jair Coll/reuters

Kolumbien rückt nach rechts: Mit hauchdünnem Vorsprung gewinnt der ultrarechte Kandidat Abelardo de la Espriella die Präsidentschaftsstichwahl gegen Iván Cepeda, den linken Kandidaten der Regierungspartei. Nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen kam de la Espriella auf rund 49,6 Prozent, sein linker Rivale Iván Cepeda auf 48,7 Prozent. So lautet das vorläufige Ergebnis der Wahlbehörde. Der Unterschied beträgt weniger als ein Prozent – oder nur rund 250.000 Stimmen.