PfadnavigationHomeSportFußballWMNagelsmann-Debatte„Wir sollten uns in Deutschland mal ein bisschen locker machen“, findet Thomas MüllerStand: 21:27 UhrLesedauer: 3 MinutenMit seiner „Noch“-Aussage über Julian Nagelsmanns Zukunft hatte Jürgen Klopp für ordentlich Wirbel gesorgt. Nun hat sich Klopp mit deutlichen Worten beim DFB-Trainer entschuldigt.Nachdem Rudi Völler ihn und Jürgen Klopp vor laufender Kamera eingenordet hat, meldet sich Thomas Müller zu Wort. Der Weltmeister zeigt volles Verständnis für Völler, fordert das aber auch für sich und Klopp ein.Es sind vier Buchstaben, die Fußball-Deutschland in den vergangenen Tagen mindestens so bewegt haben wie der 7:1-Auftaktsieg der Nationalmannschaft gegen Curaçao. „Noch“ stelle Bundestrainer Julian Nagelsmann die Mannschaft auf, sagte Jürgen Klopp bei Magenta, und Thomas Müller schob ein flapsiges: „Kloppo. Wir haben Juni. Du bist schon im September.“ hinterher.Müller und Klopp verging der Spaß, als Rudi Völler sich die beiden vor dem Spiel gegen Curaçao vorknöpfte. Der DFB-Sportdirektor stellte sich vor Nagelsmann und wies die beiden TV-Experten charmant, aber bestimmt in die Schranken. Müller riet er, doch einen Trainerschein zu machen. Jetzt reagierte Müller auf die Kritik und versuchte, die Situation zu erklären. Er war beim Spiel zwischen Frankreich und Senegal Experte bei MagentaTV, diesmal an der Seite von Mats Hummels, nicht von Klopp. „Das Gespräch war insgesamt so ein bisschen unstrukturiert. Das hat vielleicht bei dem einen oder anderen auch vielleicht zu Interpretationsschwierigkeiten geführt“, sagte Müller. Dass Völler ihn und seinen Kollegen Klopp als „Komiker“ bezeichnet hatte, nimmt Müller ihm nicht übel: „Das ist genau seine Aufgabe, das Gesamtgebilde zu schützen. Die Bärenmutter. Ich weiß nicht, ob das bei uns so gut adressiert war, wir flachsen halt ein bisschen, während wir auch Fußball-Expertise einbringen. Aber Rudi hat es im Gesamtkontext vielleicht nicht geschafft, dies vom Verteidigen seines DFB-Teams zu trennen. Polemisch aufgesprungen sind da eher andere.“„Kloppo hat das null böse gemeint“Bisher habe es kein klärendes Gespräch, wie Völler es vor laufender Kamera vorgeschlagen hat, gegeben. Dies sei laut Müller aber auch nicht nötig. Er berichtete, wie er sich mit Völler zum WM-Start in Mexiko-Stadt getroffen hat, auch dort habe ihm Völler schon geraten, einen Trainerschein zu machen: „Wir haben zwei Stunden nett geplaudert. Da hat er das auch schon so erzählt. Wir haben uns ausgetauscht, was ich so vorhabe. Ich bin da immer heilfroh, mit erfahrenen Leuten zu sprechen und deren Einschätzung zu bekommen. Das mit dem Trainerschein war null als Kritik gemeint. So habe ich das wahrgenommen.“Lesen Sie auchDer 36-Jährige nahm dann noch Klopp in Schutz: „Der Kloppo hat das auch gar nicht so gemeint, das war null böse gemeint. Wir sollten uns in Deutschland auch mal ein bisschen locker machen.“„Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig“, sagte VöllerAm kommenden Samstag werden Müller, Klopp und Völler in Toronto beim zweiten Gruppenspiel der Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (22 Uhr, MagentaTV, ZDF und im Liveticker bei WELT) wieder aufeinandertreffen. Die Worte Völlers, die er vor dem Curaçao-Spiel an die beiden richtete, werden bestimmt noch nachhallen: „Jürgen kann ihm ja auch einen Tipp geben. Ich meine das wirklich ernst. Das ist bei euch beiden ja ein bisschen schwieriger, ihr seid ja mehr für die Komik zuständig. Deswegen muss ich ein bisschen aufpassen.“ Und weiter: „Thomas, du könntest einen kleinen Trainerschein machen, um ein wenig mehr zu verstehen. Wir im Fußball haben ja alle das Gefühl, wir wissen alles. Ich glaube, wenn man noch mal einen Trainerschein macht, hilft das, egal was du später noch machst. Und der Jürgen ist ja ein wunderbares Beispiel mit seiner tollen Karriere, die er gemacht hat.“
WM 2026: „Wir sollten uns in Deutschland mal ein bisschen locker machen“, findet Thomas Müller - WELT
Nachdem Rudi Völler ihn und Jürgen Klopp vor laufender Kamera eingenordet hat, meldet sich Thomas Müller zu Wort. Der Weltmeister zeigt volles Verständnis für Völler, fordert das aber auch für sich und Klopp ein.















