Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Debatte um Aussagen der TV-Experten Thomas Müller und Jürgen Klopp zu seiner Zukunft gelassen genommen. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, sagte Nagelsmann in der ARD unmittelbar vor dem Turnierstart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao.Der frühere Weltmeister Müller und Klopp hatten beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, sagte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ und schob dann ein „noch“ hinterher. Zudem hatten beide angeregt, wegen der langen Verletzungspause von Jamal Musiala auf Deniz Undav als Zehner zu setzen. Klopp relativierte diese Aussage später.Müller hatte auf die Kritik an den Aussagen reagiert und angekündigt, sich auch künftig nicht zurückhalten zu wollen. „Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich, uns geht es darum, die Begeisterung rüberzubringen“, sagte der ehemalige Nationalspieler bei Magenta TV.Er und Klopp seien „Riesenfans der Mannschaft“ und des Turniers. Man diskutiere „taktisch, inhaltlich und vor allen Dingen auch sachlich“. Allerdings sei bei ihnen „immer ein bisserl Schmäh mit dabei“, sagte Müller. Dabei könne „auch immer ein bisschen was rausrutschen, was populistisch Wellen schlagen kann“. Deshalb werde man sich aber „nicht verbiegen lassen und aufpassen, was wir denn sagen“, sagte Müller. Ziel sei es, die Mannschaft zu unterstützen und „auch gute Laune“ zu machen.Scharfe Kritik an dem „Noch“-Spruch äußerte etwa Stefan Effenberg. „Das geht nicht, er spricht vor einem Millionen-Publikum“, sagte der 57-Jährige in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. „So einen Spruch kannst du mit einem Bierchen an der Bar machen, wenn du allein bist. Aber nicht vor einem Millionen-Publikum, das ist ein absolutes No-Go.“ (dpa)Schottische Fans sorgen bei der Fußball-WM nicht nur für Stimmung, sondern auch für kreative Ideen. Wegen der hohen Preise für den öffentlichen Nahverkehr und für die Parkplatz-Tickets, mieteten sie zahlreiche amerikanische Schulbusse, um mehrere hundert Anhänger zum ersten Turnierspiel gegen Haiti (1:0) zum Boston Stadion zu bringen.Die Arena des American-Football-Teams der New England Patriots liegt etwa 50 Kilometer außerhalb der US-Metropole. Ein Zugticket von Boston und zurück kostet während der WM 80 Dollar (umgerechnet rund 69 Euro), eine reguläre Busfahrkarte sogar 95 Dollar (umgerechnet rund 82 Euro).Einem ARD-Bericht zufolge organisierten schottische Anhänger deshalb den Konvoi gelber Schulbusse. Der setzte die Fußball-Fans in Stadionnähe auf dem Parkplatz einer Autovermietung ab, den der Betreiber zuvor kostengünstig bereitgestellt hatte. Tickets für Bus und Parkplatz konnten am Ende für 40 Dollar (umgerechnet rund 34,50 Euro) angeboten werden. Allein einen Bus auf einem der offiziellen Stadionparkplätze abzustellen, hätte dem Bericht zufolge rund 600 Dollar gekostet.Am Ende kam bei der Aktion sogar noch Geld für einen guten Zweck zusammen: Denn ursprünglich war der Schulbus-Trip pro Fan mit einem Preis von 52 Dollar veranschlagt worden. Den Differenzbetrag wollte aber keiner der schottischen Fans zurück. Das Geld wurde stattdessen für ein Kinderkrankenhaus am Startort Providence und für einen Dudelsack-Verein in den USA gespendet. (dpa)Australiens WM-Torschütze Nestory Irankunda wurde einst als eines der vielversprechendsten Talente im Weltfußball vom FC Bayern verpflichtet – und hat eine besondere Vergangenheit. Der 20-Jährige wurde in einem Flüchtlingslager in Tansania geboren. „Aus den Geschichten, die ich gehört habe, weiß ich, dass es sehr hart für meine Eltern war“, erzählte Irankunda mal in einem Interview. Beim 2:0-Überraschungs-Auftaktsieg der Australier gegen die Türkei in Vancouver erzielte er in der 27. Minute das 1:0.Seine aus Burundi stammenden Eltern wanderten nach dessen Geburt nach Australien aus und ließen sich in Adelaide nieder. 2024 holten die Bayern den Angreifer von Adelaide United. In München kam er bei der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz, bei den Profis saß er nur wenige Male auf der Bank.Später wurde Irankunda an Grasshopper Zürich verliehen und dann an den FC Watford verkauft. Bei Irankunda wurde übrigens auf dem Rasen schon mal die Geschwindigkeit von sagenhaften 37,02 Kilometer/Stunde gemessen. (dpa)Australien – Türkei Highlights | Gruppe D, FIFA WM 2026 | sportstudioDie Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien überraschend eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor der große Favorit 0:2 (0:1) und steht vor dem Duell mit Paraguay bereits unter Druck.