Jürgen Klopp hat bei Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann um Entschuldigung für seinen „Noch-Spruch“ gebeten. „Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: Das ist 'noch'. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können“, sagte Klopp bei MagentaTV am Sonntag nach dem 7:1 (3:1) der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao in Houston.Aber, sagte Klopp: „Es war zu spät, ich war im Fernsehen. Es ist flapsig rausgerutscht, hat gar keine Relevanz. Ich werde übermorgen 59 – und bin immer noch dämlich.“ Er versicherte Nagelsmann: „Wir sind komplett auf eurer Seite. Es kommt nichts, was den Ablauf stören soll.“Vor dem Eröffnungsspiel hatten Thomas Müller und Klopp ihre Wunschaufstellung präsentiert. Klopp merkte an, „noch“ stelle ja Nagelsmann die Mannschaft auf, er wiederholte: „noch“. Müller gab zurück, Klopp sei gedanklich wohl schon „im September“. Klopp wird immer wieder als Nachfolger des Bundestrainers gehandelt, Nagelsmann besitzt aber einen Vertrag bis ins Jahr 2028. (sid)Die DFB-Auswahl nach dem Spiel gegen Curaçao in der Einzelkritik: Nach der frühzeitigen Auswechslung von Mittelfeldspieler Jamal Musiala beim gelungenen deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao (7:1) hat Bundestrainer Julian Nagelsmann schnell Entwarnung gegeben. „Ich habe ihn nicht ausgewechselt wegen einer Verletzung“, sagte der 38-Jährige in der ARD. Es sei „nix Schlimmes“, ergänzte Nagelsmann, obwohl sich Musiala während der Begegnung dehnte und auch an sein Bein fasste. „Das ist relativ normal bei ihm, dass er muskulär mal was spürt.“Außerdem berichtete Nagelsmann von einem kurzen Gespräch bei der Auswechslung des Bayern-Profis. „Ich bin noch fit, warum muss ich runter?“, habe Musiala ihn gefragt. Der Trainer habe sich bewusst für den Wechsel in der 64. Minute entschieden, „weil wir auch andere Spieler im Kader belohnen wollen, wie Deniz in dem Fall jetzt“. Der eingewechselte Undav vom VfB Stuttgart erzielte ebenso einen Treffer beim souveränen Sieg in Houston wie Musiala. (dpa)Der Auftakt ist geglückt: Zum Start in die WM besiegte Deutschland Außenseiter Curaçao 7:1.Eine Zukunft als Trainer kann sich Frankreichs Starstürmer Kylian Mbappé vorstellen. Den Einstieg in die Politik als möglicher Präsident seines Landes wies der Kapitän der Équipe Tricolore hingegen sofort zurück. „Nein, keine Sorge, ich rede nicht davon, Präsident der Republik zu werden. Das sagen mir ziemlich viele Leute, aber das steht nicht auf meinem Plan. Ich werde schon so genug gehasst“, sagte der 27-Jährige in einem Interview der Zeitung „Le Parisien“ mit einem Lachen.Deutlich wahrscheinlicher erscheint ihm ein Wechsel ins Trainergeschäft. „Um diese Chance zu bekommen, werde ich natürlich meine Trainerlizenzen erwerben, das kostet ja nichts. Es ist eine zusätzliche Lernerfahrung, die meine Fähigkeiten sowohl persönlich als auch beruflich bereichern wird“, sagte Frankreichs größte Hoffnung auf den dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte. „Aber um Trainer zu werden, muss man sich zunächst mit dem Ende seiner Spielerkarriere auseinandersetzen“, ergänzte Mbappé sofort. Noch dürfte für viele Jahre die aktive Laufbahn im Fokus stehen. Am Dienstag (21.00 Uhr) startet Frankreich gegen Senegal ins Turnier. Gemeinsam mit Michael Olise vom FC Bayern und Weltfußballer Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain bildet Mbappé eine Weltklasse-Offensive. (dpa)Rekordtorwart Manuel Neuer ist zurück in der Fußball-Nationalmannschaft und hat gleich mit dem ersten Einsatz weitere Bestmarken erreicht. Das Auftaktspiel der DFB-Elf gegen Curaçao in Houston war das 20. WM-Spiel des Bayern-Torwarts, der mit 40 Jahren auch der älteste deutsche WM-Spieler ist. Er zog mit Hugo Lloris als WM-Rekordtorwart gleich. Der Franzose hatte Neuer die Bestmarke bei der WM 2022 in Qatar mit dem Finaleinzug der Équipe Tricolore entrissen. Er hat seine Karriere im Nationalteam aber bereits beendet. Neuer wurde schon beim Warmmachen in Houston von den DFB-Fans lautstark bejubelt. Er kommt nun wie Lothar Matthäus auf fünf WM-Teilnahmen. Mehr hat kein anderer deutsche Fußballer erreicht. Für seine fünfte WM-Teilnahme erhielt Neuer auch einen Legacy-Aufnäher auf dem Trikot. Dies ist eine Neuerung der FIFA, womit jeder Spieler geehrt wird, der fünf WM-Teilnahmen vorzuweisen hat. Seit 2010 war der 40-Jährige bei jedem Turnier die deutsche Nummer eins. Matthäus hat allerdings 25 WM-Spiele bestritten. Um diese Marke zu knacken, müsste Deutschland mindestens ins Viertelfinale kommen und Neuer in jedem Spiel zum Einsatz kommen. (dpa)Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Debatte um Aussagen der TV-Experten Thomas Müller und Jürgen Klopp zu seiner Zukunft gelassen genommen. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, sagte Nagelsmann in der ARD unmittelbar vor dem Turnierstart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao.Der frühere Weltmeister Müller und Klopp hatten beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, sagte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ und schob dann ein „noch“ hinterher. Zudem hatten beide angeregt, wegen der langen Verletzungspause von Jamal Musiala auf Deniz Undav als Zehner zu setzen. Klopp relativierte diese Aussage später.Müller hatte auf die Kritik an den Aussagen reagiert und angekündigt, sich auch künftig nicht zurückhalten zu wollen. „Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich, uns geht es darum, die Begeisterung rüberzubringen“, sagte der ehemalige Nationalspieler bei Magenta TV.Er und Klopp seien „Riesenfans der Mannschaft“ und des Turniers. Man diskutiere „taktisch, inhaltlich und vor allen Dingen auch sachlich“. Allerdings sei bei ihnen „immer ein bisserl Schmäh mit dabei“, sagte Müller. Dabei könne „auch immer ein bisschen was rausrutschen, was populistisch Wellen schlagen kann“. Deshalb werde man sich aber „nicht verbiegen lassen und aufpassen, was wir denn sagen“, sagte Müller. Ziel sei es, die Mannschaft zu unterstützen und „auch gute Laune“ zu machen.Scharfe Kritik an dem „Noch“-Spruch äußerte etwa Stefan Effenberg. „Das geht nicht, er spricht vor einem Millionen-Publikum“, sagte der 57-Jährige in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. „So einen Spruch kannst du mit einem Bierchen an der Bar machen, wenn du allein bist. Aber nicht vor einem Millionen-Publikum, das ist ein absolutes No-Go.“Auch Lothar Matthäus kritisierte den Spruch von Klopp: „Das war eine Aussage, die meiner Meinung nach überflüssig war“, sagte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler der dpa und nannte den Vorfall „irritierend so kurz vor WM-Beginn.“ (dpa)Schottische Fans sorgen bei der Fußball-WM nicht nur für Stimmung, sondern auch für kreative Ideen. Wegen der hohen Preise für den öffentlichen Nahverkehr und für die Parkplatz-Tickets, mieteten sie zahlreiche amerikanische Schulbusse, um mehrere hundert Anhänger zum ersten Turnierspiel gegen Haiti (1:0) zum Boston Stadion zu bringen.Die Arena des American-Football-Teams der New England Patriots liegt etwa 50 Kilometer außerhalb der US-Metropole. Ein Zugticket von Boston und zurück kostet während der WM 80 Dollar (umgerechnet rund 69 Euro), eine reguläre Busfahrkarte sogar 95 Dollar (umgerechnet rund 82 Euro).Einem ARD-Bericht zufolge organisierten schottische Anhänger deshalb den Konvoi gelber Schulbusse. Der setzte die Fußball-Fans in Stadionnähe auf dem Parkplatz einer Autovermietung ab, den der Betreiber zuvor kostengünstig bereitgestellt hatte. Tickets für Bus und Parkplatz konnten am Ende für 40 Dollar (umgerechnet rund 34,50 Euro) angeboten werden. Allein einen Bus auf einem der offiziellen Stadionparkplätze abzustellen, hätte dem Bericht zufolge rund 600 Dollar gekostet.Am Ende kam bei der Aktion sogar noch Geld für einen guten Zweck zusammen: Denn ursprünglich war der Schulbus-Trip pro Fan mit einem Preis von 52 Dollar veranschlagt worden. Den Differenzbetrag wollte aber keiner der schottischen Fans zurück. Das Geld wurde stattdessen für ein Kinderkrankenhaus am Startort Providence und für einen Dudelsack-Verein in den USA gespendet. (dpa)Australiens WM-Torschütze Nestory Irankunda wurde einst als eines der vielversprechendsten Talente im Weltfußball vom FC Bayern verpflichtet – und hat eine besondere Vergangenheit. Der 20-Jährige wurde in einem Flüchtlingslager in Tansania geboren. „Aus den Geschichten, die ich gehört habe, weiß ich, dass es sehr hart für meine Eltern war“, erzählte Irankunda mal in einem Interview. Beim 2:0-Überraschungs-Auftaktsieg der Australier gegen die Türkei in Vancouver erzielte er in der 27. Minute das 1:0.Seine aus Burundi stammenden Eltern wanderten nach dessen Geburt nach Australien aus und ließen sich in Adelaide nieder. 2024 holten die Bayern den Angreifer von Adelaide United. In München kam er bei der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz, bei den Profis saß er nur wenige Male auf der Bank.Später wurde Irankunda an Grasshopper Zürich verliehen und dann an den FC Watford verkauft. Bei Irankunda wurde übrigens auf dem Rasen schon mal die Geschwindigkeit von sagenhaften 37,02 Kilometer/Stunde gemessen. (dpa)Australien – Türkei Highlights | Gruppe D, FIFA WM 2026 | sportstudioDie Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien überraschend eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor der große Favorit 0:2 (0:1) und steht vor dem Duell mit Paraguay bereits unter Druck.
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Klopp bereut „Noch“-Spruch und bittet um Entschuldigung | FAZ
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich zur Debatte +++ Schottische Fans in Schulbussen zum Stadion +++ Schiefe Töne von Kylian Mbappé +++ Portugiesen gedenken Jota +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.











