PfadnavigationHomeSportFußball„Noch“-Debatte„Hätte mir aufs Maul hauen können“ – Klopp entschuldigt sich live im TV bei NagelsmannStand: 22:21 UhrLesedauer: 3 MinutenMit seiner „Noch“-Aussage über Julian Nagelsmanns Zukunft hatte Jürgen Klopp für ordentlich Wirbel gesorgt. Nun hat sich Klopp mit deutlichen Worten beim DFB-Trainer entschuldigt.Nach dem Sieg gegen Curaçao erscheint Julian Nagelsmann zum Interview bei Magenta TV. Jürgen Klopp nutzt den Moment für eine überraschend offenherzige Entschuldigung. Die „Noch“-Debatte dürfte damit vorerst beendet sein.Es war das große Thema im Vorfeld des deutschen WM-Auftakts gegen Curaçao: die „Noch“-Debatte um Jürgen Klopp und Thomas Müller, die beiden prominentesten Experten von Magenta TV. Nach dem 7:1-Sieg nutzte Klopp das Interview mit Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Selbstkritik und versuchte sich daran, einen Schlussstrich zu ziehen.Was war passiert? Klopp und Müller hatten bei der Übertragung des WM-Eröffnungsspiels in ihrer Rolle als Experten für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao ging, sagte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ – und schob dann zweimal ein „noch“ hinterher.Müller reagierte sofort und sagte: „Kloppooooo. Wir haben Juni. Du bist schon im September.“ Beide amüsierten sich über den Dialog, der implizierte, dass Nagelsmann im September trotz des Vertrages bis nach der EM 2028 nicht mehr für die DFB-Elf verantwortlich sein könnte. Klopp gilt als heißer Kandidat auf den Bundestrainer-Posten, sollte Nagelsmann nach der WM nicht mehr im Amt sein.Müller und Völler äußern sich vor dem SpielAm Tag des Curaçao-Spiels hatte sich dann Thomas Müller live im TV zu der Diskussion geäußert und erklärt, dass das Duo sich trotz des großen öffentlichen Gegenwinds nicht verbiegen lassen werde. Klopp dagegen schwieg zu dem Thema. Spätestens nach der Schalte mit Rudi Völler unmittelbar vor Spielbeginn dürfte dem 58-Jährigen aber gedämmert haben, wie bitter die Aktion dem DFB aufgestoßen war. „Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig“, hatte der DFB-Sportdirektor das Duo abgekanzelt. Nicht ausgeschlossen, dass Klopp bei dem Verband in naher oder ferner Zukunft als Bundestrainer arbeiten will. Als dann Nagelsmann nach dem Abpfiff zum Interview vorbeischaute und Moderator Johannes B. Kerner alle Fragen gestellt hatte, meldete sich Klopp offenbar spontan zu Wort. Kerner und Müller jedenfalls wirkten beide überrascht.Klopps deutliche Worte„Ich muss noch eine Sache sagen. Die Zeit müssen wir noch haben“, grätschte er in die Verabschiedung von Nagelsmann hinein: „Weil wir jetzt so viel übers Team gesprochen haben: Thomas und ich fühlen uns auch als part of the team. Inoffiziell, absolut. Aber wir sind auf eurer Seite“, stellte Klopp im Angesicht Nagelsmanns klar und kroch zu Kreuze.Lesen Sie auch„Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden. Das ist ‚noch‘. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber es war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Es ist flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz“, führte er fort. Es war eine Entschuldigung im Klopp-Stil. Lesen Sie auchKlopp weiter: „Ich hoffe, dass es alle draußen verstehen. Was ich festgestellt habe: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich. Wir sind komplett auf eurer Seite. Und was auch immer ihr damit macht, aber nichts kommt von uns, das den Ablauf hier stören soll.“