Man kann mit guten Argumenten das Richtige tun – und am Ende dennoch falschliegen. Mit diesem Risiko muss die Europäische Zentralbank nun leben. Sie hat den wichtigsten Leitzins angesichts der gestiegenen Rohstoffpreise um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent erhöht. Dafür gibt es einen triftigen Grund. Die Inflationsrate in der Euro-Zone lag im Mai mit 3,2 Prozent deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent. In einer solchen Lage ist eine Notenbank fast gezwungen zu handeln. Und doch mahnen Erfahrungen aus der Geschichte zur Skepsis.