Drei Prozent. Auf diesen Wert dürfte sich die Inflationsrate in der Eurozone in diesem Jahr einpendeln. Diese Prognose traf gerade Christine Lagarde, Europas oberste Zentralbankerin. Und dabei machte schon ihr Blick deutlich: Es ist ernst.
Für viele
Sparer beschrieb sie nur das Ausmaß des jüngsten in einer Reihe von größeren und kleineren Teuerungsschocks. Erst rissen in der Coronakrise die weltweiten Lieferketten, dann
jagten mit Beginn des Ukrainekriegs die Rohstoffpreise in die Höhe und
vieles andere folgte. Seit die Straße von Hormus als Flaschenhals der globalen Energiemärkte nahezu vollständig gesperrt ist, schnellte der Ölpreis um rund 50 Prozent nach oben. Und das dürfte auch andere Preise noch treiben. »Der vom Krieg im Iran ausgelöste Inflationsschub gewinnt mit großer Wahrscheinlichkeit weiter an Kraft«, sagt Sonja Marten, die Chefvolkswirtin der genossenschaftlichen DZ Bank.











